Zum Inhalt
© Pexels.com/soakedinnirvana

Sel­tene Erden in Tulln

Neues For­schungs­pro­jekt am Insti­tut für Umwelt­bio­tech­no­lo­gie in Tulln zu Recy­cling­ver­fah­ren für Sel­tene Erden. Wich­ti­ges Basis­ma­te­rial für Smart­phones oder Lap­tops wird pri­mär durch Abbau gewon­nen, nach­hal­tige Ver­fah­ren zur Rück­ge­win­nung gibt es kaum.

Um neue Recy­cling­ver­fah­ren für soge­nannte „Sel­tene Erden“ zu ent­wi­ckeln, hat die Uni­ver­si­tät für Boden­kul­tur Wien am Insti­tut für Umwelt­bio­tech­no­lo­gie in Tulln das For­schungs­pro­jekt REE­aLIGN ins Leben geru­fen. Sel­tene Erden sind essen­zi­ell für den High­tech-Bereich, bei­spiels­weise in Smart­phones, Lap­tops, LED-Leucht­mit­teln oder auch Elek­tro­mo­to­ren. Aktu­ell wer­den diese wert­vol­len Roh­stoffe haupt­säch­lich durch Abbau gewon­nen, doch gibt es kaum effek­tive Recy­cling­me­tho­den, um den stei­gen­den Bedarf zu decken. 

Nach­hal­tige und wirt­schaft­li­che Ver­fah­ren zur Rückgewinnung
REE­aLIGN zielt daher dar­auf ab, nach­hal­tige und wirt­schaft­li­che Ver­fah­ren zur Rück­ge­win­nung die­ser Metalle zu entwickeln.Der Recy­cling­pro­zess für Sel­tene Erden ist bis­her tech­nisch anspruchs­voll und ent­spre­chend teuer, da die Metalle in den Gerä­ten nur in gerin­gen Kon­zen­tra­tio­nen vor­kom­men. Im Ver­gleich dazu wer­den Metalle wie Alu­mi­nium oder Kup­fer bereits mit hohen Recy­cling­quo­ten von über 50 Pro­zent wie­der­ver­wer­tet, wäh­rend bei Sel­te­nen Erden weni­ger als ein Pro­zent recy­celt wird. Der Name „Sel­tene Erden“ resul­tiert daher, da diese Ele­mente in der Erd­kruste häu­fig vor­kom­men, jedoch meist in klei­nen, ver­streu­ten Lager­stät­ten, was die wirt­schaft­li­che Gewin­nung erschwert.

Kom­bi­na­tion der Metho­den Bio­lau­gung, Bio­sorp­tion und Bioakkumulation
Das Ziel des Pro­jekts ist die Ent­wick­lung eines inno­va­ti­ven Recy­cling­ver­fah­rens, das die Metho­den Bio­lau­gung, Bio­sorp­tion und Bio­ak­ku­mu­la­tion kom­bi­niert. Die­ser drei­stu­fige Pro­zess umfasst die Her­stel­lung eines Metall­ex­trakts aus Elek­tro­schrott, die Ent­fer­nung von Metal­len wie Eisen, Kup­fer und Alu­mi­nium sowie die Rück­ge­win­nung der Sel­te­nen Erden. Das Ver­fah­ren soll umwelt­freund­lich, effi­zi­ent und nach­hal­tig sein, ohne schäd­li­che oder gif­tige Stoffe zu ver­wen­den oder pro­ble­ma­ti­sche Abfälle zu produzieren. 

Autor: Noe-Wirtschaftspressedienst/red/cc
29.04.2025

Weitere aktuelle Artikel

Taschen­geld von Eltern oder Ver­wand­ten ist für junge Men­schen der Start im Umgang mit eige­nem Ver­mö­gen. Zum Schul­be­ginn unter­streicht der Finan­cial Life Park (FLiP) das Ler­nen von Ver­ant­wor­tung für einen bewuss­ten Umgang mit Geld.  Mit dem Schul­be­ginn erhal­ten viele Kin­der erst­mals regel­mä­ßig Taschen­geld oder über­neh­men mehr Ver­ant­wor­tung für ihr eige­nes Bud­get. Für den Finan­cial Life Park […]
Die Ver­läss­lich­keit von Open-Source-Soft­ware als Thema eines For­schungs­pro­jekts der Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces St. Pöl­ten. Wis­sen­schaft­ler ent­wi­ckeln Platt­form für mehr Sicher­heit und Trans­pa­renz. CroSSD2 umfasst aktu­ell 2.400 Open-Source-Pro­jekte mit rund 688.000 ana­ly­sier­ten Dokumenten. Open-Source-Soft­ware steckt heute in zahl­rei­chen digi­ta­len Anwen­dun­gen und Infra­struk­tu­ren. Gleich­zei­tig fehlt oft ein kla­rer Über­blick dar­über, wie sta­bil, sicher und nach­hal­tig ein­zelne […]
Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bank star­tet neue Initia­tive gegen Online-Betrug. Gemein­sam mit Uni Wien und Poli­zei­ex­per­ten soll mit Pro­jek­ten „Gene­ra­tio­nen gemein­sam sicher“ und „Pis­hing-Simu­la­tion“ junge wie ältere Men­schen für siche­res Online-Bezah­len und Betrugs­prä­ven­tion sen­si­bi­li­siert werden. Die Oes­ter­rei­chi­sche Natio­nal­bank (OeNB) star­tet mit „Gene­ra­tio­nen gemein­sam sicher“ und der „Phis­hing-Simu­la­tion“ zwei neue Pro­jekte, die Schü­ler und Senio­ren für siche­res Online-Bezah­len und […]
Lösun­gen gegen Hit­ze­be­las­tung an Öster­reichs Schu­len und Maß­nah­men zur Stär­kung der Kli­ma­re­si­li­enz als Schwer­punkte von AIT-Pro­jekt Cli­mate Ready Schools. Mes­sun­gen und Erhe­bun­gen an Öster­rei­chi­schen Schu­len mit prak­ti­scher Ein­bin­dung der Schü­ler zei­gen aku­ten Handlungsbedarf.  Hohe Tem­pe­ra­tu­ren beein­träch­ti­gen zuneh­mend den Schul­all­tag in Öster­reich. Wäh­rend Hit­ze­pe­ri­oden frü­her über­wie­gend in die Som­mer­fe­rien fie­len, tre­ten heiße Tage infolge des Kli­ma­wan­dels […]
Smart­phone-Steue­rung via Gebär­den­spra­che, auto­no­mes Fah­ren, Deepf­akes, Deep­lear­ning, Poli­tik, Medi­zin, Cyber­se­cu­rity. Prä­mierte Schü­ler prä­sen­tie­ren in AI Fac­tory Aus­tria KI-Pro­jekte. AI Fac­tory ver­bin­det junge Talente mit Infra­struk­tur und Exper­tise und Ökosystem. Rund 90 Schü­ler, KI-Exper­ten, Start-Ups sowie Ver­tre­ter aus For­schung, För­der­land­schaft und öffent­li­cher Ver­wal­tung kamen kürz­lich beim Event „Next Gene­ra­tion AI — Junge Talente des BWKI-Wett­be­werbs (Bun­des­wett­be­werb Künst­li­che Intel­li­genz) […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram