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© Pexels.com/Ivan Samkov

Stei­gende Beschäf­ti­gung ver­sus stei­gen­der Materialmangel

Die aktu­el­len Erhe­bun­gen des ifo-Insti­tut zei­gen beim Thema Jobs den stärks­ten Auf­wärts­trend seit 2018. Par­al­lel erhöht sich für die deut­sche Indus­trie das Pro­blem im Bereich Mate­ri­al­man­gel und Transport.

Die deut­schen Unter­neh­men stel­len immer mehr neue Mit­ar­bei­ter ein. Das ifo Beschäf­ti­gungs­ba­ro­me­ter ist im Sep­tem­ber auf den höchs­ten Wert seit Okto­ber 2018 gestie­gen. Die fort­schrei­ten­den Öff­nun­gen in vie­len Bran­chen sor­gen für einen stän­di­gen Anstieg der Beschäf­ti­gung. Maschi­nen­bau und Elek­tro­in­dus­trie pla­nen ihre Mit­ar­bei­ter­zahl zu erhö­hen und das trifft auch auf die Dienst­leis­ter zu. 

Auf hohem Niveau plant auch die IT-Bran­che Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len. Im Gast­ge­werbe ist die zuletzt gezeigte Vor­sicht nun in Zuver­sicht gewech­selt. Im Han­del ist die posi­tive Ten­denz für Neustel­lun­gen nahezu unver­än­dert geblie­ben und im Bau­ge­werbe schlägt sich die gute Kon­junk­tur in deut­lich aus­ge­wei­te­ten Beschäf­ti­gungs­plä­nen nie­der. Leicht gesun­ken ist das Beschäf­ti­gungs­ba­ro­me­ter ein­zig im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe.
Ver­schärf­ter Mate­ri­al­man­gel und dro­hende Preiserhöhungen
 
Der Mate­ri­al­man­gel in der deut­schen Indus­trie hat sich erneut ver­schärft. Fast 80 (!) Pro­zent der Unter­neh­men berich­te­ten im Sep­tem­ber über Eng­pässe und Pro­bleme bei der Beschaf­fung von Vor­pro­duk­ten und Roh­stof­fen. „Der Rekord vom Vor­mo­nat August wurde damit noch­mal über­trof­fen. Der Fla­schen­hals auf der Beschaf­fungs­seite wird immer enger“, kom­men­tiert Klaus Wohl­rabe, Lei­ter der ifo Umfra­gen. Er sieht ent­spre­chende Preis­er­hö­hun­gen, die wei­ter „auf der Agenda der Unter­neh­men bleiben“.

Trotz­dem die Auf­trags­lage sehr gut sei, kön­nen die Unter­neh­men gegen­wär­tig nicht pro­du­zie­ren. In der Auto­in­dus­trie ist die Lage beson­ders ernst. Nahezu alle Unter­neh­men (Anm. 97 Pro­zent) berich­te­ten von Pro­ble­men und das gilt auch für andere Bran­chen wie elek­tri­sche Aus­rüs­tun­gen (93 Pro­zent), Che­mi­sche Indus­trie (67 Pro­zent) und Maschi­nen­bau (89 Prozent). 

In der Papier­in­dus­trie mel­de­ten eben­falls deut­lich mehr Unter­neh­men Knapp­heit auf der Beschaf­fungs­seite (79 Pro­zent nach 61 Pro­zent). Eine Ent­span­nung der Lage gab es in kei­ner Bran­che. Als Folge wol­len immer mehr Unter­neh­men die Preise erhö­hen. „Die Auto­mo­bil­in­dus­trie hatte zuletzt nicht so viel Spiel­raum bei Preis­er­hö­hun­gen gese­hen — jetzt hat sich das geän­dert“, so die ifo-Experten.

Autor: red/czaak
04.10.2021

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