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Stei­gende Patent­an­mel­dun­gen sind Signal für Innovationskraft

Die Patent­an­mel­dun­gen aus Öster­reich sind zum fünf­ten Mal in Folge gewach­sen. Das Wis­sen für Gesell­schaft und Wirt­schaft soll stär­ker nutz­bar gemacht wer­den — For­schungs­ak­ti­ons­plan setzt Maßnahmen

Öster­reich liegt über EU-Schnitt
Die öster­rei­chi­schen Patent­an­mel­dun­gen beim Euro­päi­schen Patent­amt (EPA) sind 2014 bereits das fünfte Jahr in Folge um rund 5% auf nun­mehr 2.501 Ein­rei­chun­gen gestie­gen. Wissenschafts‑, For­schungs- und Wirt­schafts­mi­nis­ter Rein­hold Mit­ter­leh­ner sieht darin ein posi­ti­ves Signal, das im Rah­men des neuen For­schungs­ak­ti­ons­plans wei­ter ver­stärkt wird.
Mit die­ser Stei­ge­rung zählt Öster­reich zu den Staa­ten mit den größ­ten Zuwäch­sen in Europa und hat sich im EPA-Ran­king aller Län­der um drei Plätze auf Rang 13 ver­bes­sert. Gemes­sen an der Ein­woh­ner­zahl belegt Öster­reich 2014 mit 239 Anmel­dun­gen pro Mil­lion Ein­woh­ner Rang sie­ben und liegt deut­lich über dem Durch­schnitt der 28 EU-Län­der (131).

Auf­hol­be­darf bei den Universitäten
“Vor allem die Unter­neh­men tra­gen mit inno­va­ti­ven Pro­duk­ten zur Wett­be­werbs­fä­hig­keit Öster­reichs bei. Durch F&E‑Ausgaben wer­den gerade in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten Arbeits­plätze gesi­chert und die Wei­chen für einen künf­ti­gen Auf­schwung gestellt”, betont Mitterlehner.
Wei­te­res Poten­zial sieht Mit­ter­leh­ner vor allem bei den Hoch­schu­len : “Dort haben wir beson­ders viel krea­ti­ves Wis­sen, das aber bis­her noch zu sel­ten in kon­krete Unter­neh­mens­grün­dun­gen oder Pro­to­ty­pen fließt. Daher inves­tie­ren wir rund 20 Mil­lio­nen Euro in die bes­sere Ver­wer­tung von For­schungs­er­geb­nis­sen und för­dern den Wis­sens­trans­fer zwi­schen Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Gesell­schaft”, sagt Mitterlehner.

Minis­te­rium ruft „Jahr der For­schung“ aus
Im Rah­men des kürz­lich vor­ge­stell­ten neuen For­schungs­ak­ti­ons­plans unter­stützt das BMWFW die Pro­to­ty­pen­ent­wick­lung und die Grün­d­ung­ak­ti­vi­tä­ten an den Uni­ver­si­tä­ten. Anfang Februar wur­den rund 1,5 Mil­lio­nen Euro für die Ent­wick­lung patent­fä­hi­ger Pro­to­ty­pen an den Uni­ver­si­tä­ten zur Ver­fü­gung gestellt. Im Rah­men der Leis­tungs­ver­ein­ba­run­gen wer­den die Uni­ver­si­tä­ten zudem erst­mals auf­ge­for­dert kon­krete Ver­wer­tungs-Ziele zu definieren.
“Inter­na­tio­nal sind vor allem jene Län­der erfolg­reich, die es schaf­fen, Inno­va­tion in den Markt zu brin­gen. Allein am ame­ri­ka­ni­schen MIT sind bis dato rund 26.000 Spin-offs ent­stan­den, die wert­volle Arbeits­plätze geschaf­fen haben. Wir müs­sen die Koope­ra­tion zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft wei­ter stär­ken und vor­han­de­nes Wis­sen stär­ker nutz­bar machen”, ergänzt der Minister.
Das BMWFW ruft im Jubi­lä­ums­jahr 2015 zu einem “Jahr der For­schung” auf, in dem durch ver­schie­dene Schwer­punkte auf die Ent­wick­lun­gen in der öster­rei­chi­schen For­schungs­land­schaft hin­ge­wie­sen wird.

Autor:
06.03.2015

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