
Steigerung bei Neugründungen
2024 wurden in Österreich mehr Unternehmen gegründet. Fast 90 Prozent der Start-Ups kommen aus den Bereichen Dienstleistung und Handel und die überwiegende Mehrheit sind Klein(st)unternehmen.
Exakt 39.554 neue Betriebe wurden laut Statistik Austria im Jahr 2024 in Österreich gegründet. Das ist eine Steigerung um rund fünf Prozent gegenüber 2023 als Vorjahr. Für das Jahr 2025 liegen noch keine exakten Zahlen vor. Die Neugründungsrate als Anteil der Neugründungen in Relation zu den insgesamt im Markt aktiven Unternehmen lag im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert bei etwas über sechs Prozent (Anm. 6,3 Prozent). Mehr als ein Drittel (36,4) der fünf Jahre zuvor gegründeten Unternehmen war 2024 noch aktiv.
83 Prozent der Neugründungen ohne unselbständige Beschäftigte
„Die Gründungsdynamik in Österreich ist weiterhin hoch. Wie bereits in den Jahren zuvor, entfiel mit knapp neunzig Prozent der Großteil der Firmengründungen auf den Dienstleistungsbereich und da insbesondere auf den Handel. Die höchste Überlebensrate verzeichneten Betriebe im produzierenden Bereich, hier war mehr als jedes 2. Unternehmen auch fünf Jahre nach der Gründung noch aktiv“, erläutert Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Pro Unternehmensgründung im Jahr 2024 entstanden im Durchschnitt 1,2 Arbeitsplätze. Im produzierenden Bereich wurden je Neugründung mit im Schnitt 1,4 Beschäftigten mehr Arbeitsplätze geschaffen als in den Branchen Dienstleistung und Handel mit im Schnitt 1,2 Mitarbeitenden. Die Mehrheit der Neugründungen mit rund 83 Prozent waren zudem Betriebe ohne unselbständig Beschäftigte.
Fünf Jahre als Messlatte der Überlebensrate
Fast neunzig Prozent (89,1) der betrieblichen Neugründungen erfolgten im Handel (6.280), bei den freiberuflichen/technischen Dienstleistungen (5.991) und bei den sonstigen Dienstleistungen (3.843). Die höchsten Neugründungsraten wiederum wiesen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (10 Prozent), Erziehung und Unterricht (9,3), Verkehr (9,2), sonstige Dienstleistungen (8,8) sowie der Bereich Information und Kommunikation (8 Prozent) auf. Am niedrigsten waren die Anteile neu gegründeter Unternehmen in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (3,7), bei Wasserversorgung und Abfallentsorgung (1,3) und im Bergbau (1,5 Prozent).
Die Überlebensrate der Unternehmen eines Gründungsjahrgangs sinken von Jahr zu Jahr. Von den 2019 neu gegründeten Betrieben waren ein Jahr später noch 83 Prozent aktiv, fünf Jahre später waren es 36 Prozent. Im produzierenden Bereich war diese 5‑Jahres-Frist von 2019 auf 2024 mit 54 Prozent deutlich höher als in den Bereiche Dienstleistung und Handel mit 34 Prozent. Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet waren die 5‑Jahres-Überlebensraten in der Wasserversorgung und Abfallentsorgung (66 Prozent), im Grundstücks- und Wohnungswesen (62), in der Energieversorgung (60), im Bau (54), in der Herstellung von Waren (53) und im Bergbau (50 Prozent) am höchsten. (red/cc)