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Stei­ge­run­gen und Gleich­stände bei Börsengängen

Welt­weit steigt Emis­si­ons­vo­lu­men um 20 Pro­zent und Anzahl um drei Pro­zent. In US deut­li­cher Anstieg mit aus­län­di­scher Betei­li­gung. Asien und Europa blei­ben auf Vor­jah­res­ni­veau. Stei­gende Umsätze in Wien.

Im abge­lau­fe­nen Quar­tal blie­ben die glo­ba­len IPO-Märkte trotz der geo­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen ver­gleichs­weise sta­bil. Die Zahl der Erst­no­ti­zen lag mit 291 leicht über dem Vor­jah­res­wert von 283. Das Gesamt­emis­si­ons­vo­lu­men stieg um 20 Pro­zent auf 29 Mrd. US-Dol­lar (Vj. Rund 25 Mrd. US-Dollar).Die IPO-Märkte in den USA und Asien waren im ers­ten Quar­tal 2025 deut­lich robus­ter als andere Regio­nen im Jahresvergleich. 

In den USA gab es ins­ge­samt 59 Bör­sen­gänge, ein Plus von 55 Pro­zent (38 in Q1 2024), davon kam etwa jeder zweite aus dem Aus­land. Das Gesamt­vo­lu­men erreichte wie­der rund 9 Mrd. US-Dol­lar. Im asia­ti­schen Raum lag die abso­lute Zahl an IPOs bei 116 auf Vor­jah­res­ni­veau, das Emis­si­ons­vo­lu­men stieg dage­gen um 87 Pro­zent auf 11 Mrd. US-Dol­lar. Leicht rück­läu­fig war die Ent­wick­lung in Europa mit 29 Bör­sen­gän­gen (30 in Q1 2024); das Volu­men erreichte 4,1 Mrd. US-Dol­lar nach 6,2 Mrd. in Q1 2024.

Starke Impulse aus China und Technologie-Sektor
Der chi­ne­si­sche IPO-Markt erholte sich und liegt über dem Vor­jah­res­ni­veau mit 49 IPOs und einem Plus von 41 Pro­zent beim Volu­men (5,7 nach 4,1 Mrd. US-Dol­lar). Vom welt­wei­ten Emis­si­ons­vo­lu­men von 29 Mrd. US-Dol­lar ent­fiel ein Vier­tel auf Tech­no­lo­gie-Unter­neh­men. Der größte Bör­sen­gang des lau­fen­den Quar­tals war das japa­ni­sche Unter­neh­men JX Advan­ced Metals mit rund drei Mrd. US-Dol­lar. Mit der schwe­di­schen Asker Health­care Group AB und dem spa­ni­schen Unter­neh­men HBX Group schaff­ten es zwei euro­päi­sche Fir­men unter die Top 10.

„Die inter­na­tio­na­len Kapi­tal­märkte sind aktu­ell von Unsi­cher­heit und teils tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen geprägt. Das schlägt sich auch in einer erhöh­ten Vola­ti­li­tät seit Jah­res­be­ginn nie­der. Ein­ge­führte Zölle und eine zurück­hal­tende US-Noten­bank ange­sichts der Infla­ti­ons­lage und geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen brem­sen das Auf­wärts­tempo des Vor­jah­res – ebenso wie die zunächst opti­mis­ti­schen Erwar­tun­gen an eine IPO-Bele­bung“, so Mar­tina Geis­ler, Lei­te­rin IPO und Part­ne­rin bei EY Öster­reich anläss­lich der Prä­sen­ta­tion der Ergeb­nisse des aktu­el­len IPO-Barometers.

Her­aus­for­dern­des IPO-Umfeld und die Wie­ner Börse
Nach einem dyna­mi­schen Bör­sen­jahr 2024 zeigt sich 2025 bis­her deut­lich kom­ple­xer. Geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen, wirt­schafts­po­li­ti­sche Unsi­cher­hei­ten und geld­po­li­ti­sche Zurück­hal­tung prä­gen die Märkte. „Viele Indi­zes erreich­ten den­noch neue Rekord­stände, auf EU-Ebene sorgt die Omni­bus-Initia­tive für erste Dere­gu­lie­rungs­im­pulse. Auch der Kurs der EZB bleibt rele­vant – das Ende der Zins­sen­kun­gen scheint noch nicht erreicht,“ so Geis­ler. „Erfolg­rei­che Bör­sen­gänge hän­gen mehr denn je von über­zeu­gen­den Wachs­tums­stra­te­gien, rea­lis­ti­scher Bewer­tung und einer guten Vor­be­rei­tung auf den Kapi­tal­markt ab“, unter­streicht EY-Exper­tin Mar­tina Geisler.

Die Wie­ner Börse ver­zeich­nete im ers­ten Quar­tal stei­gende Han­dels­um­sätze. Mit der Steyr Motors AG gab es das erste Lis­ting in die­sem Jahr, der ober­ös­ter­rei­chi­sche Ent­wick­ler und Pro­du­zent von Hoch­leis­tungs­mo­to­ren star­tete im soge­nann­ten Direct Mar­ket Plus Seg­ment. Aus Sicht der Bör­sen­gruppe Wien-Prag war zudem das IPO des Tur­bi­nen­her­stel­lers Doosan Škoda Power im Prime Mar­ket der Pra­ger Börse von Bedeu­tung. Wei­ter auf Rekord­kurs befin­den sich auch die Anlei­hen-Lis­tings. Mit rund 6.000 neu gelis­te­ten Anlei­hen wur­den so viele Schuld­ver­schrei­bun­gen an der Wie­ner Börse bege­ben wie noch nie zuvor im ers­ten Quar­tal eines Jah­res, so EY. 

Autor: red/czaak
10.04.2025

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