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© Pexels.com/Fabian Wiktor

Steu­er­li­che Anreize stei­gern Innovationstätigkeit

For­schungs­för­de­rung über das Steu­er­sys­tem erhö­hen Inno­va­ti­ons­pro­jekte, so eine ifo-Stu­die zu Europa, Nord­ame­rika und China. In Öster­reich hat sich die Agenda Aus­tria den aktu­el­len Stand der Corona-Hil­fen angeschaut.

For­schungs­för­de­rung über das Steu­er­sys­tem wirkt sich posi­tiv auf die Inves­ti­tio­nen in Inno­va­ti­ons­pro­jekte aus. Das ist das Ergeb­nis einer Meta­stu­die des deut­schen ifo Insti­tuts für Europa, Japan, Kanada, China, Aus­tra­lien und die USA. „Deutsch­land betreibt diese Art der För­de­rung seit 2020. Sie ver­ur­sacht weni­ger Büro­kra­tie und unter­stützt so pri­mär kleine und mitt­lere Unter­neh­men“, erläu­tert Oli­ver Falck, Lei­ter des ifo Zen­trums für Indus­trie­öko­no­mik und neue Technologien.

Keine auf­wän­di­gen Anträge
Die Stu­die zeigt deut­li­che Erfolge in Län­dern, die Auf­wen­dun­gen für For­schung und Ent­wick­lung (FE) über das Steu­er­sys­tem ver­güns­tig­ten, etwa Steu­er­gut­schrif­ten oder spe­zi­elle Abschrei­bun­gen für Sach- oder Per­so­nal­kos­ten. „KMU müs­sen bei För­de­run­gen über das Steu­er­sys­tem keine auf­wän­di­gen Anträge stel­len und teure Bera­tung ein­kau­fen. Des­halb ist es bei der neuen steu­er­li­chen FE-För­de­rung wich­tig, von Anfang an den Pro­zess zum Erhalt der Steu­er­gut­schrift so ein­fach wie mög­lich zu hal­ten“, emp­fiehlt Falck.

Der Bericht unter­streicht auch die Bedeu­tung der all­ge­mei­nen Besteue­rung für pri­vat­wirt­schaft­li­che Akti­vi­tä­ten in For­schung und Ent­wick­lung. „Die Erkennt­nis, dass nied­ri­gere Unter­neh­mens­steu­ern ten­den­zi­ell zu mehr pri­vat­wirt­schaft­li­chen Inno­va­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten füh­ren, ist ins­be­son­dere für Deutsch­land als Hoch­steu­er­land im inter­na­tio­na­len Ver­gleich von Bedeu­tung und sollte in zukünf­ti­gen Steu­er­de­bat­ten berück­sich­tigt wer­den“, unter­streicht Falck. Diese Erkennt­nis gilt sicher auch für Österreich.

Über 11,5 Mil­li­ar­den aus­be­zahlte Corona-Hil­fen in Österreich
In Öster­reich wur­den heuer von der Bun­des­re­gie­rung mit Stich­tag 15. August 2021 mehr als 11,5 Mil­li­ar­den Euro an Corona-Hil­fen aus­ge­zahlt, so eine exakte Erhe­bung der Agenda Aus­tria. Allein auf die fünf größ­ten Pos­ten Kurz­ar­beit, Aus­falls­bo­nus, Här­te­fall­fonds, Umsatz­er­satz und Fix­kos­ten­zu­schuss ent­fie­len 8,8 Mil­li­ar­den Euro. Bei Kurz­ar­beit und Aus­falls­bo­nus wurde schon jetzt deut­lich mehr aus­ge­zahlt als eigent­lich für das ganze Jahr 2021 vor­ge­se­hen war. 

Beim Fix­kos­ten­zu­schuss hin­ge­gen lie­gen die Aus­zah­lun­gen noch weit unter Plan, wie die Aus­wer­tung der Exper­ten von Agenda Aus­tria zeigt. Run­ter­ge­bro­chen auf die ein­zel­nen Pos­ten erge­ben sich für die Kurz­ar­beit 3,4 Mrd. an Aus­zah­lun­gen gegen­über ursprüng­lich geplan­ten 1,5 Mrd. Beim Aus­fall­bo­nus waren 1,0 Mrd. geplant und 3,0 Mrd. wur­den aus­be­zahlt. Beim Här­te­fall lie­gen die Aus­zah­lun­gen mit 1,2 Mrd. ver­gleichs­weise nur gering­fü­gig über den geplan­ten 1,1 Mrd. Euro.

Stark redu­ziert gegen­über den geplan­ten Aus­ga­ben lie­gen die aus­be­zahl­ten Beträge beim Umsatz­er­satz mit 0,6 Mrd. ver­sus geplan­ten 1,8 Mrd. sowie ins­be­son­dere beim Fix­kos­ten­zu­schuss mit 0,6 Mrd. an Aus­zah­lun­gen gegen­über 4,0 Mrd. Plan. Basis für die Berech­nun­gen der Agenda Aus­tria sind Zah­len des BM für Finan­zen. „Der Här­te­fall­fond beinhal­tet hier die Aus­ga­ben der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich sowie Hil­fen wie Här­te­fond, Aus­fall­bo­nus, Umsatz­er­satz der AMA“, so die Agenda Austria.

Autor: red/mich/cc
11.10.2021

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