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Tech­ni­sche Ver­wert­bar­keit prüfen

Drei EU-För­der­preise gehen nach Öster­reich, mit ihnen soll das Inno­va­ti­ons­po­ten­zial ihrer For­schun­gen aus­ge­lo­tet werden.

Drei in Öster­reich tätige For­scher erhal­ten einen Proof of Con­cept-För­der­preis des Euro­päi­schen For­schungs­rats ERC. Sie bekom­men jeweils 150.000 Euro, um damit das Inno­va­ti­ons­po­ten­zial ihrer bereits frü­her mit ERC-Mit­tel erziel­ten For­schungs­er­geb­nisse zu erkun­den. Mit der För­de­rung will der ERC die Kluft zwi­schen Grund­la­gen­for­schung und frü­hen Pha­sen einer markt­fä­hi­gen Inno­va­tion über­brü­cken. In drei Ver­ga­be­run­den des Jah­res 2016 wur­den ins­ge­samt 133 For­scher mit einem Proof of Con­cept-Grant aus­ge­zeich­net. Sie kön­nen damit etwa patent­recht­li­chen Schutz ihrer For­schungs­er­geb­nisse anmel­den, Geschäfts­chan­cen aus­lo­ten oder die tech­ni­sche Vali­die­rung durchführen.

Nano-Syn­these
Mit einem Grant bedacht wurde Erik Reim­hult vom Insti­tut für bio­lo­gisch inspi­rierte Mate­ria­lien der Boku Wien. Er erhielt 2012 einen Start­ing Grant des ERC für sein Pro­jekt über die Inter­ak­tion von Lipid-Mem­bra­nen mit magne­ti­schen Nano­par­ti­keln. Dabei ent­wi­ckel­ten die For­scher eine Methode zur Syn­these von Nano­par­ti­keln und wol­len nun mit Hilfe unter­schied­li­cher win­zi­ger Teil­chen Eigen­schaf­ten von Kunst­stoff­ma­te­ria­lien verändern.

Wei­tere Proof of Con­cept-För­der­preis­trä­ger der Aus­schrei­bung 2016 sind Björn Hof vom Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy (IST) Aus­tria und Giu­lio Superti-Furga, Direk­tor des For­schungs­zen­trums für Mole­ku­lare Medi­zin (CeMM) der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW). Hof will in sei­nem Pro­jekt Pipe­lines ener­gie­ef­fi­zi­en­ter machen, indem er Tur­bu­len­zen des durch­flie­ßen­den Öls mini­miert. Superti-Furga will Resis­ten­zen bei Blut­krebs durch­bre­chen, indem quasi “in Echt­zeit” die Reak­tion erkrank­ter Zel­len auf ver­schie­dene Medi­ka­mente getes­tet und damit Ent­schei­dungs­grund­la­gen für eine per­so­na­li­sierte The­ra­pie geschaf­fen werden. 

Autor: APA-Science/red/stem
22.02.2017

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