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Tech­no­lo­gie-Affi­ni­tät fördern

IV-Prä­si­dent Kapsch will schon im vor­schu­li­schen Bereich ansetzen.

Um die Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung zu bewäl­ti­gen, müsse schon im vor­schu­li­schen Bereich ange­setzt wer­den, waren sich die Prä­si­den­ten der Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung (IV), Georg Kapsch, und des For­schungs­rats, Han­nes Androsch, zuletzt in Alp­bach einig. Für Kapsch geht es um Grund­sätz­li­ches : „Wir müs­sen die vor­herr­schende Tech­no­lo­gie­aver­sion in Tech­no­lo­gie­af­fi­ni­tät umdrehen.“

„Wir müs­sen die Über­zeu­gung unter­mau­ern, dass wir die Her­aus­for­de­run­gen der Welt nur mit Tech­no­lo­gie lösen kön­nen, und diese Erkennt­nis muss sich bei den Men­schen durch­set­zen“, sagte Kapsch bei einem Pres­se­ge­spräch. Weil der digi­tale Wan­del alle Lebens­be­rei­che erfas­sen werde, sei es not­wen­dig, „schon im vor­schu­li­schen Alter Digi­tal Nati­ves zu schaf­fen“, ergänzte Androsch.

Kri­tik am Mittelmaß


Einig waren sich Kapsch und Androsch auch in ihrer Kri­tik am „Mit­tel­maß“ Öster­reichs, etwa in der Inno­va­tion. Einen der Gründe dafür sieht Kapsch in der Struk­tur der For­schungs­för­de­rung. Diese sei „so zer­klüf­tet und klein, klein zer­glie­dert, mit zu gering dotier­ten Fördertöpfen“.
Auf wel­che The­men man sich kon­zen­trie­ren sollte, wollte der IV-Chef nicht sagen, „aber man sollte nicht Kre­thi und Ple­thi för­dern, son­dern über­le­gen, wo hat Öster­reich Stär­ken – und diese sollte man aus­bauen.“ Auch Androsch betonte, dass man nicht alles machen könne, „man muss die Kunst der Reduk­tion und Fokus­sie­rung üben.“

Androsch nannte kon­krete Bei­spiele : So ist er etwa skep­tisch, ob sich Öster­reich so mas­siv bei auto­no­men Fahr­zeu­gen enga­gie­ren sollte, weil „es noch lange nicht prak­ti­ka­bel sein wird.“ Dage­gen zähle man in Inns­bruck in der Quan­ten­phy­sik zur Welt­klasse, des­halb wäre es wert, dort ein euro­päi­sches Pro­jekt für Quan­ten­com­pu­ter aufzusetzen.

Autor: Apa-Science/red/stem
04.10.2016

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