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Tech­no­lo­gie­durch­bruch bei IBM-Forschung

… an ultra-schnel­lem Ether­net macht dop­pelte Inter­net­ge­schwin­dig­keit mit 100 Gigabit/​s möglich.

Neuer Ana­log-Digi­tal-Wand­ler (ADC) bis zu 60 Pro­zent schnel­ler bei gleich­zei­tig gerin­ge­rem Ener­gie­ver­brauch. Schnel­lere Daten­über­tra­gung in Smart­phones, Tablets und Super­com­pu­tern und Ver­dop­pe­lung der Inter­net­ge­schwin­dig­keit auf bis zu 100 Giga­bit pro Sekunde. 

IBM-eigene Inno­va­tion
Wis­sen­schaft­ler von IBM Rese­arch in Zürich und der Ecole Poly­tech­ni­que Fédé­rale de Lau­sanne (EPFL) ver­öf­fent­li­chen einen wich­ti­gen Tech­no­lo­gie­durch­bruch im Bereich der Signal­ver­ar­bei­tung. Der neu ent­wi­ckelte Ana­log-Digi­tal-Wand­ler kann dazu bei­tra­gen, die Inter­net­ge­schwin­dig­keit auf 100 Giga­bit pro Sekunde (Gb/​s) zu stei­gern und damit die aktu­ell auf dem Markt ver­füg­bare Geschwin­dig­keit zu verdoppeln.
Der neue Ana­log-Digi­tal-Wand­ler ist 60 Pro­zent schnel­ler als aktu­elle Kon­ver­ter und ver­braucht gleich­zei­tig weni­ger Ener­gie pro Umwand­lung. Mit bis zu einer Mil­li­arde Ana­log-Digi­tal-Umwand­lun­gen pro Sekunde ermög­licht die Neu­ent­wick­lung eine schnel­lere Daten­über­tra­gungs­rate für ver­schie­dene End­ge­räte, ange­fan­gen von Super­com­pu­tern bis hin zu Smart­phones. Die For­schungs­er­geb­nisse wur­den am 20. Februar auf der Inter­na­tio­nal Solid-State Cir­cuit Con­fe­rence” (ISSCC) in San Fran­cisco, USA, vor­ge­stellt. Der neue Ana­log-Digi­tal-Wand­ler könnte bereits 2014 Markt­reife erlangen.

Ana­log zu Digital
Ana­log-Digi­tal-Kon­ver­ter (kurz ADC: Ana­log to Digi­tal Con­ver­ter) sind in fast allen Gerä­ten moder­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Unter­hal­tungs­elek­tro­nik ver­baut und wan­deln ana­loge in digi­tale Signale um. ADCs sind ele­men­tare Bestand­teile von Super­com­pu­tern über Daten­zen­tren bis hin zu Unter­hal­tungs­elek­tro­nik, Kabel­mo­dems, Set-Top-Boxen und mobi­len Gerä­ten. Die meis­ten Smart­phones haben bei­spiels­weise mehr als 10 ADCs, unter ande­rem für Temperatur‑, Touch­screen- und Bewegungssensoren.
Daten aus unse­rer Umwelt, z.B. visu­elle und akus­ti­sche Signale, wer­den als ana­loge Signale emp­fan­gen und müs­sen für die Wei­ter­ver­ar­bei­tung im Com­pu­ter in digi­tale (Nul­len und Ein­sen) umge­wan­delt wer­den. Dies geschieht mit­tels eines Ana­log-Digi­tal-Wand­lers, der die rich­tige Kom­bi­na­tion aus Nul­len und Ein­sen gene­riert und damit das Ein­gangs­si­gnal in digi­tale Daten wan­delt. Das Geräusch eines Autos auf einer Auto­bahn könnte zum Bei­spiel wie „00100110001100100“* aussehen.

Das Inter­net der Dinge
Mit dem rapi­den Wachs­tum von Big Data und dem „Inter­net der Dinge“ wer­den ener­gie­spa­rende und schnelle Ana­log-Digi­tal-Wand­ler immer wich­ti­ger, um die Flut an ana­lo­gen Signa­len zur Wei­ter­ver­ar­bei­tung in Logik-Chips zu kon­ver­tie­ren. IBM-Wis­sen­schaf­ter began­nen daher bereits vor eini­gen Jah­ren mit der Ent­wick­lung von ener­gie­ef­fi­zi­en­te­ren ADCs.
Bis­he­rige Sys­teme nicht auf Big Data aus­ge­legt „Die meis­ten der der­zeit markt­üb­li­chen ADCs wur­den nicht dafür ent­wi­ckelt, die rie­si­gen Big-Data-Anwen­dun­gen zu ver­ar­bei­ten, mit denen wir heute umge­hen müs­sen – es ist etwa so, als würde man ver­su­chen, Was­ser aus einem Feu­er­wehr­schlauch durch einen Stroh­halm zu lei­ten“, erklärt Mar­tin Schmatz, Mana­ger des Sys­tems Depart­ments am IBM For­schungs­zen­trum in Rüsch­li­kon. „Dies ist IBMs ers­ter Ver­such, einen neuen ADC zu ent­wi­ckeln, der die Vor­teile eines neuen CMOS-Pro­zes­ses nutzt. Dar­aus resul­tiert nicht nur einer der ener­gie­ef­fi­zi­en­tes­ten ADCs sei­ner Klasse, er bie­tet auch die Mög­lich­keit, rie­sige Rechen­leis­tung für die Signal­ana­lyse auf dem glei­chen Chip mit dem ADC zu integrieren.“

Autor:
01.03.2013

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