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Teu­res Studentenleben

Der DFK erklärt die Spiel­re­geln für Stu­den­ten-Jobs in Deutschland.

Das Stu­den­ten­le­ben wird immer kos­ten­in­ten­si­ver. Daher sind viel Stu­die­rende auf einen Neben­job ange­wie­sen. Der Ver­band DIE FÜH­RUNGS­KRÄFTE – DFK infor­miert über die bei­den häu­figs­ten Beschäf­ti­gungs­for­men „Mini­job“ und „Werk­stu­den­ten“ aus recht­li­cher Sicht.
Rechts­an­wäl­tin Anika Strit­zel vom DFK erklärt die bei­den am häu­figs­ten anzu­tref­fen­den Beschäf­ti­gungs­for­men: Der soge­nannte Mini­job ist emp­feh­lens­wert, wenn nur wenig Zeit zum Arbei­ten zur Ver­fü­gung steht. Ein Mini­job liegt vor, wenn man ent­we­der bis zu 450 Euro monat­lich ver­dient (450-Euro-Job) oder bis zu 50 Arbeits­tage bezie­hungs­weise zwei Monate am Stück im Kalen­der­jahr arbei­tet (kurz­fris­tige Beschäf­ti­gung). In bei­den Fäl­len fal­len keine Steu­ern und Sozi­al­ab­ga­ben an. Der Vor­teil die­ser Beschäf­ti­gungs­form liegt darin, dass Stu­die­rende meist sehr fle­xi­bel bei der Zeit­ein­tei­lung sind und ihre Beschäf­ti­gung gut neben dem Stu­dium aus­üben können. 

Werk­stu­den­ten
Bei höhe­ren Kos­ten könnte der „Werk­stu­dent“ eine inter­es­sante Vari­ante dar­stel­len. Hier kön­nen neben einer der Höhe nach unbe­grenz­ten Hin­zu­ver­dienst­mög­lich­keit kön­nen erste Erfah­run­gen in der Pra­xis gesam­melt wer­den. Unter­neh­men nut­zen die Mög­lich­keit, Werk­stu­den­ten ein­zu­set­zen ins­be­son­dere gern, um zukünf­ti­gen Nach­wuchs zu rekru­tie­ren ohne sofort volle Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge abfüh­ren zu müs­sen. Denn Werk­stu­den­ten sind ver­si­che­rungs­frei in der Kranken‑, Pflege- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung. Es besteht ledig­lich Rentenversicherungspflicht.
Aller­dings ist auch Vor­sicht gebo­ten: Um in den Genuss des Werk­stu­den­ten­pri­vi­legs zu kom­men, müs­sen bestimmte Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein – Imma­tri­ku­la­tion an einer Hoch­schule, Stu­dium steht im Vor­der­grund, in der Vor­le­sungs­zeit maxi­mal 20 Stun­den Arbeitszeit/​Woche, kein Lang­zeit­stu­dent. Rechts­an­wäl­tin Strit­zel rät hier, sich streng an die Anfor­de­run­gen des Werk­stu­den­ten­pri­vi­legs zu halten.

Autor: red/stem
07.11.2016

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