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© Pexels/ Lukas

Trans­pa­renz in Pro­duk­tion und Lieferketten

Waren­flüsse sicht­bar machen. FH St. Pöl­ten, eco­plus und Unter­neh­men erfor­schen das soge­nannte Tra­cken von Gegen­stän­den. Im Fokus steht die Opti­mie­rung von Res­sour­cen­pla­nung, Lager­ver­wal­tung und Lieferketten.

Mit der Methode des soge­nann­ten „Asset Track­ing“ kön­nen Unter­neh­men Pro­dukte, Ladungs­trä­ger wie Palet­ten, Werk­zeuge und Waren inner­halb von Fabri­ken und extern ent­lang von Lie­fer­ket­ten nach­ver­fol­gen. Das bie­tet Vor­teile bei Auf­ga­ben wie Res­sour­cen­pla­nung, Lager­ver­wal­tung und Lie­fer­ket­ten­op­ti­mie­rung. Die Fach­hoch­schule St. Pöl­ten unter­sucht nun im Pro­jekt Logi­TRAAK unter Lei­tung des Mecha­tro­nik-Clus­ters der nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wirt­schafts­agen­tur eco­plus gemein­sam mit Unter­neh­men, wo sich die Tech­nik am bes­ten anwen­den lässt.

„Asset-Track­ing-Sys­teme erlau­ben es, die Pro­duk­ti­ons­ab­läufe effi­zi­en­ter zu gestal­ten und den Über­blick über die immer stär­ker ver­netz­ten Wert­schöp­fungs­ket­ten zu bewah­ren. Eine Viel­zahl von Anwen­dungs­fäl­len ist denk­bar, aber um zu ermit­teln, ob bestimmte Inno­va­tio­nen sinn­voll sind, müs­sen sie erprobt wer­den“, sagt Chris­tian Jandl, der an der FH St. Pöl­ten die For­schungs­gruppe Digi­tal Tech­no­lo­gies und das Pro­jekt Logi­TRAAK leitet.

Viel­fäl­tige Anwendungsmöglichkeiten
Die Wett­be­wer­bungs­fä­hig­keit, das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men und der erziel­bare Nut­zen sind für Unter­neh­men wich­tige Fak­to­ren für die Ent­schei­dung für oder gegen den Ein­satz neuer Tech­no­lo­gien. Außer­dem sind Syn­er­gie­ef­fekte wie höhere Arbeits­si­cher­heit und bes­sere Trans­pa­renz in der Pro­duk­tion vorab oft noch nicht ersichtlich.

For­scher spie­len hier nun gemein­sam mit Unter­neh­mens­part­ner ver­schie­dene Anwen­dungs­fälle direkt in den Betrie­ben durch und unter­su­chen, wel­che Chan­cen und Poten­ziale sich damit erschlie­ßen las­sen. Zu den Anwen­dungs­fäl­len gehö­ren zum Bei­spiel die glo­bale Ortung von hoch­wer­ti­gen Kali­brier­werk­zeu­gen, die Erfas­sung und Opti­mie­rung der Mate­ri­al­flüsse in der Pro­duk­tion oder eine durch­gän­gige Produktionsnachverfolgung.

Nach­hal­tig­keit berücksichtigen
Ein wich­ti­ger Aspekt ist dabei das sichere Bereit­stel­len von Daten inner­halb von Wert­schöp­fungs­ket­ten. Es soll ein Mehr­wert ent­ste­hen, ohne dass ver­trau­li­che Infor­ma­tio­nen preis­ge­ge­ben wer­den. Zudem sam­melt das Pro­jekt Daten, die für die Umset­zung eines digi­ta­len Pro­dukt­pas­ses und einer kreis­lauf­ba­sier­ten Wirt­schaft erfor­der­lich sind. For­schungs­part­ner im Pro­jekt sind WU Wien, IMG Con­sul­ting, Fraun­ho­fer Aus­tria, der FOTEC For­schungs- und Tech­no­lo­gie­trans­fer GmbH der FH Wie­ner Neu­stadt und das Gra­zer Know Center.

An Unter­neh­men betei­ligt sind etwa Voest­al­pine, Umd­asch Group Ven­tures, Wel­ser Pro­file, Aero­space Pre­cis­ion Strip, EVN oder Kotanyi. Die Fir­men decken große Teile betrieb­li­cher Wert­schöp­fungs­ket­ten ab, dar­un­ter Pro­duk­tion oder Logis­tik. Jedes Part­ner­un­ter­neh­men erhält einen funk­tio­nie­ren­den Pro­to­typ für einen spe­zi­fi­schen Anwen­dungs­fall. Die Pro­jekt­lei­tung liegt beim Mecha­tro­nik-Clus­ter der eco­plus, der Wirt­schafts­agen­tur des Lan­des NÖ. Die Öster­rei­chi­sche For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG för­dert das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt in der Collective-Research-Schiene. 

Autor: red/czaak
10.09.2024

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