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Trotz Unsi­cher­heit mehr Investments

2026 will in Deutsch­land jede/​r fünfte Selb­stän­dige trotz schwie­ri­ger wirt­schaft­li­cher und geo­po­li­ti­scher Lage mehr inves­tie­ren. Im Ver­gleich zum vier­ten Quar­tal 2025 hat sich der Wert nun wei­ter erhöht. Im Ver­gleich zur übri­gen Wirt­schaft liegt er zurück.

21 Pro­zent der Selb­stän­di­gen pla­nen, die­ses Jahr ihre Inves­ti­tio­nen zu erhö­hen. Das zeigt eine aktu­elle Umfrage des deut­schen ifo Insti­tuts. Im Novem­ber 2025 hat­ten nur 18 Pro­zent der Befrag­ten vor, im Jahr 2026 mehr zu inves­tie­ren. „Die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft legt leicht zu, doch für einen nach­hal­ti­gen Auf­schwung brau­chen Selb­stän­dige ver­läss­li­che und plan­bare Rah­men­be­din­gun­gen“, sagt Kat­rin Dem­mel­hu­ber, Exper­tin beim Münch­ner ifo-Insti­tuts. 

Inves­ti­ti­ons­pläne der Selb­stän­di­gen hin­ter übri­ger Wirt­schaft
 
Knapp die Hälfte der Einpersonen-Unternehmer:innen (EPU) und Kleinst­un­ter­neh­men (47 Pro­zent) plant, in die­sem Jahr im glei­chen Umfang zu inves­tie­ren wie im Vor­jahr. Gleich­zei­tig ist der Anteil der­je­ni­gen, die vor­ha­ben, ihre Inves­ti­tio­nen 2026 zu kür­zen, von 36 auf 32 Pro­zent gesun­ken. „Trotz der leich­ten Ver­bes­se­rung blei­ben die Inves­ti­ti­ons­pläne der Selb­stän­di­gen hin­ter der übri­gen deut­schen Wirt­schaft zurück“, so Dem­mel­hu­ber. Dort pla­nen aktu­ell über 28 Pro­zent der Unter­neh­men, ihre Inves­ti­ti­ons­tä­tig­keit auszuweiten. 

Pro­bleme bei Ein­schät­zung der künf­ti­gen Geschäfts­ent­wick­lung
 
Wäh­rend sich die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft also leicht ver­bes­sert hat, zeigt sich beim Geschäfts­klima ein ande­res Bild : Anders als die Inves­ti­ti­ons­er­war­tun­gen haben sich die Geschäfts­er­war­tun­gen der Selb­stän­di­gen im März stark ein­ge­trübt. Sie san­ken von minus 15 auf minus 26 Punkte. Die Unzu­frie­den­heit mit den lau­fen­den Geschäf­ten ließ wie­derum ebenso etwas nach. Gleich­zei­tig nahm die Unsi­cher­heit unter den EPUs und Kleinst­un­ter­neh­men zu. Aktu­ell haben 36 Pro­zent Schwie­rig­kei­ten, ihre künf­tige Geschäfts­ent­wick­lung ein­zu­schät­zen (nach 32 Pro­zent im Vormonat). 

Die schwie­rige Rolle der Ban­ken im Wirt­schafts­kreis­lauf
 
Eine wich­tige Vor­aus­set­zung dafür, dass geplante Inves­ti­tio­nen tat­säch­lich umge­setzt wer­den, ist die Finan­zie­rung. Dabei spielt der Kre­dit­zu­gang eine wich­tige Rolle : Im Ver­gleich zum vor­her­ge­hen­den Quar­tal ging hier der Anteil der Selb­stän­di­gen, die Schwie­rig­kei­ten mel­de­ten, deut­lich zurück (von rund 48 Pro­zent auf knapp 35 Pro­zent). Auch in der Gesamt­wirt­schaft nahm diese Quote ab. Der Anteil der Befrag­ten, die über­haupt Kre­dit­ver­hand­lun­gen füh­ren, blieb bei den Selb­stän­di­gen mit zehn Pro­zent eher gering und wesent­lich nied­ri­ger als in der Gesamt­wirt­schaft mit 26 Pro­zent, so die Erhe­bun­gen des ifo-Insti­tuts. (red/​cc)

Autor: red/cc
25.04.2026

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