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© Pexels.com/Elijah O'Donnell

Über 16 Mil­li­ar­den Euro an Ent­las­tung für deut­sche Steuerzahler

Ein Steu­er­kom­pro­miss der neuen Koali­tion in Deutsch­land könnte für die Bür­ger bis zu 16,4 Mil­li­ar­den Euro an Ent­las­tung brin­gen. Thema ist der Soli­da­ri­täts­zu­schlag und posi­tive Aus­wir­kun­gen auf Arbeits­markt und Steu­er­auf­kom­men, so Berech­nun­gen des ifo-Instituts.

Das Münch­ner ifo Insti­tut hat die Steu­er­vor­schläge in den mög­li­chen Koali­ti­ons­bünd­nis­sen zwi­schen SPD, Grü­nen und FDP ana­ly­siert. „Stand der aktu­el­len Son­die­run­gen ist vorab, dass die Steu­ern nicht erhöht wer­den. Aller­dings ist es durch­aus mög­lich, dass sie im wei­te­ren Ver­lauf der Gesprä­che noch gesenkt wer­den“, sagt Andreas Peichl, Lei­ter des ifo Zen­trums für Makroökonomik.

Die Modelle von SPD, Grüne und FDP
Einigt sich die Koali­tion auf den Tarif der Grü­nen und der Soli­da­ri­täts­zu­schlag (Soli) würde, wie von der FDP gefor­dert, abge­schafft, dann beträgt der Rück­gang im Steu­er­auf­kom­men 7,8 Mil­li­ar­den Euro, so die ifo-Berech­nun­gen. Ein Unter­schied könne sich beim Auf­kom­men auch durch unter­schied­li­che Grund­frei­be­träge ergeben. 

Der von den Grü­nen vor­ge­schla­gene Grund­frei­be­trag von 10.344 Euro ohne Soli­da­ri­täts­zu­schlag brächte eine Ver­rin­ge­rung des Auf­kom­mens um 10,2 Mil­li­ar­den Euro. Betrüge der Grund­frei­be­trag die von der SPD vor­ge­schla­ge­nen 10.744 Euro und der Soli bliebe erhal­ten, fiele der Ver­lust an Steu­er­auf­kom­men mit minus 8,2 Mil­li­ar­den Euro etwas gerin­ger aus.

Die Beschäf­ti­gungs­ef­fekte
Betrach­tet wur­den auch die Beschäf­ti­gungs­ef­fekte mög­li­cher Kom­pro­misse : „Setzt sich die SPD in einer Ampel­ko­ali­tion mit ihrem Steu­er­ta­rif durch und der Soli fällt weg, würde die Beschäf­ti­gung am stärks­ten zuneh­men, und auch die Teil­habe am Arbeits­markt steigt am stärks­ten“, sagt ifo-Experte Peichl. 

Die gear­bei­te­ten Stun­den pro Jahr näh­men in einem Maße zu, das der Arbeits­kraft von 122.000 Per­so­nen mit jeweils 40 Wochen­ar­beits­stun­den ent­spricht. Dar­über hin­aus wür­den im Zuge der Reform 72.000 Per­so­nen eine Erwerbs­tä­tig­keit auf­neh­men, so die ifo-Berechnungen. 

Autor: red/czaak
21.10.2021

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