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Über den gan­zen Lebenszyklus

San­dra Kol­leth : „Der Umgang mit der täg­lich wach­sen­den Flut an Infor­ma­tio­nen ist mitt­ler­weile nicht nur zu einem orga­ni­sa­to­ri­schen, son­dern auch zu einem zeit­li­chen Pro­blem gewor­den. Ein pro­fes­sio­nel­les Doku­men­ten-manage­ment ist daher unum­gäng­lich“, erklärt die Direk­to­rin von Xerox Glo­bal Ser­vices Österreich.

eco­nomy : Sie bezeich­nen den Xerox-Zugang zum Doku­men­ten­ma­nage­ment als ganz­heit­lich. Was ver­ste­hen Sie darunter ? 
San­dra Kol­leth : Bei intel­li­gen­tem Doku­men­ten­ma­nage­ment geht es heut­zu­tage nicht mehr nur um die reine Ablage von Doku­men­ten und deren Ver­wal­tung auf elek­tro­ni­scher Basis. Wir betrach­ten den gesam­ten Lebens­zy­klus von Doku­men­ten. Das beginnt schon bei der Gene­rie­rung, denn da kann man vie­les falsch machen, was dann spä­ter Pro­bleme und Kos-ten ver­ur­sacht, und geht bis zur schnel­len Suche und Bereit­stel­lung von digi­ta­li­sier­ten Doku­men­ten für ver­schie­dene Benut­zer. Neue Tech­no­lo­gien ermög­li­chen, dass sich Doku­mente selbst orga­ni­sie­ren und upda­ten, aber auch sich selbst vor Ver­än­de­run­gen schüt­zen. Der Umgang mit der täg­lich wach­sen­den Flut an Infor­ma­tio-nen ist mitt­ler­weile nicht nur zu einem orga­ni­sa­to­ri­schen, son­dern auch zu einem zeit­li­chen Pro­blem gewor­den. Ein pro­fes­sio­nel­les Doku­men­ten­ma­nage­ment, das aus einer Kom­bina-tion aus Pro­zess­ver­ständ­nis und fort­schritt­li­cher Tech­no­lo­gie besteht und die Arbeits­weise der Mit­ar­bei­ter berück­sich­tigt, ist daher unumgänglich.

Im Zusam­men­hang mit Doku­men­ten­ma­nage­ment ist immer auch Out­sour­cing ein Thema. Bis zu wel­chem Grad kön­nen sol­che Pro­zesse aus-gela­gert werden ?

In der Regel kann man sagen : Wir wickeln die Pro­zesse ab, aber die im Lauf die­ser Pro­zesse not­wen­di­gen unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dun­gen trifft immer der Kunde. Ein Bei­spiel : In der Tele­kom-Bran­che ist das Onboar­ding, also die Anlage von Neu­kun­den, ein arbeits­auf­wen­di­ger Vor­gang. Der Pro­vi­der trifft die Ent­schei­dung, ob ein Kunde auf­ge­nom­men wird und zu wel­chen Kon­di­tio­nen, aber die tech­ni­sche Abwick­lung des gesam­ten Kun­den­kon­takts bis hin zur spä­te­ren Rech­nungs­pro­duk­tion und so wei­ter über­neh­men wir.

Wel­che Vor­teile sehen Sie für Ihre Kun­den gene­rell im Outsourcing ?
Auch da ver­weise ich auf die ganz­heit­li­che Sicht­weise. Mit Sicher­heit der fal­sche Zugang zu einer Out­sour­cing-Dienst-leis­tung ist das Motto „Mach, was ich gemacht habe, aber das für weni­ger Geld“. Nur wenn wir den gesam­ten Ablauf ana­ly­sie­ren, nur wenn eine Prü­fung der Geschäfts­pro­zesse wirk­lich in die Tiefe geht, kön­nen alle Pro­zess­op­ti­mie­run­gen grei­fen. Natür­lich kön­nen wir dann auch bedeu­tende Kos­ten­vor­teile für den Kun­den erzie­len, aber ent­schei­dend für den Erfolg eines Pro­jekts ist die Stei­ge­rung von Pro­duk­ti­vi­tät und Effi­zi­enz, die zu einer Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit führt.

Sie haben zuerst die intel­li­gente Gene­rie­rung von Doku­men­ten erwähnt. Kön­nen Sie das etwas näher ausführen ?
Auch das will ich anhand eines Bei­spiels erklä­ren. Bei rund 570 Tank­stel­len der OMV kön­nen die Kun­den auch mit Gut­schei­nen bezah­len, wie sie von Fir­men aus­ge­ge­ben oder an den Tank­stel­len ver­kauft wer­den. Xerox Glo­bal Ser­vices ist für den Groß­teil der Abwick­lung ver­ant­wort­lich : von der Annahme der Bestel­lung über die Pro­duk­tion bis zur sys­tem­tech­ni­schen Ver­wal­tung, der Logis­tik und der Abrech­nung. Ein wesent­li­cher Aspekt liegt dabei in der Gestal­tung die­ser Gut­scheine. Wir haben einen Bar­code inte­griert, der die auto­ma­ti­sche Abwick­lung über den gesam­ten Pro­zess­kreis­lauf ermög­licht. Und wir haben eine digi­tale Print-on-Demand-Lösung rea­li­siert, die zum einen kos­ten­güns­ti­ger und schnel­ler als das alte Sys­tem ist, zum ande­ren aber auch fle­xi­ble Auf­dru­cke von Co-Bran­dings erlaubt und Sicher­heits­merk­male integriert.

Spie­len beim Doku­men­ten-manage­ment auch web­ba­sierte Anwen­dun­gen eine Rolle ?
Selbst­ver­ständ­lich, und zwar immer mehr. Viele Unter­neh­men tau­schen mit ihren Kun­den Doku­mente über das Inter­net aus, etwa Bestel­lun­gen oder Rech­nun­gen. Wenn Sie beden­ken, dass die Rech­nung jenes Doku­ment ist, das Kun­den wahr­schein­lich am längs­ten und genau­es­ten lesen, in der Regel zwei bis drei Minu­ten, ist klar, dass es sich her­vor­ra­gend eig­net, um dort fle­xi­ble, ziel­ge­naue Bot­schaf­ten an den Kun­den zu rich­ten. Das kann in papier­ba­sier­ter Form oder auf elek­tro­ni­schen Doku­men­ten gesche­hen. Sehr effi­zi­ent ist es im Mar­ke­ting auch, ver­schie­dene Medi­en­ka­näle kom­bi­niert zu nut­zen, Stich­wort Cross-Media-Mar­ke­ting. Viele doku­ment-zen­trierte Geschäfts­ab­läufe kön­nen über das Inter­net wesent­lich schnel­ler und effi­zi­en­ter abge­wi­ckelt wer­den und den täg­li­chen Work­flow schlan­ker machen.

Autor:
27.02.2009

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