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© Pexels.com/Clem Onojeghuo

Umfang­rei­cher Aus­bau der Mobilitätsforschung

Fach­hoch­schule St. Pöl­ten baut For­schung im Bereich Digi­ta­les Bahn­we­sen aus. Finan­zie­rung des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich ermög­licht neue Pro­jekte, mehr Per­so­nal sowie Koope­ra­tio­nen mit Fir­men und Internationalisierung.

Vor rund zwei Jah­ren erhielt die FH St. Pöl­ten den Zuschlag zum Aus­bau ihrer For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten am Carl Rit­ter von Ghega Insti­tut für inte­grierte Mobi­li­täts­for­schung im Rah­men einer Pro­jekt­för­de­rung des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich. Vor allem Arbei­ten zur Digi­ta­li­sie­rung im Bahn­we­sen und Mobi­li­täts­sek­tor soll­ten erwei­tert wer­den. Seit­her ent­stand eine Reihe an neuen Projekten.
„Mobi­li­tät und Digi­ta­li­sie­rung sind wich­tige Zukunfts­the­men und daher auch ein Schwer­punkt des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich. An der FH St. Pöl­ten fin­den hier wich­tige For­schungs­pro­jekte statt und daher unter­stüt­zen wir auch Schwer­punkte, wie den Aus­bau der Mobi­li­täts­for­schung“, erläu­tert Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­haupt­frau von Niederösterreich. 

Die Pro­jekt­schwer­punkte
Ein Pro­jekt im Bereich CO2-Reduk­tion durch bes­sere Wag­gon­lo­gis­tik unter­sucht die tech­ni­sche Mach­bar­keit eines voll­au­to­ma­ti­sier­ten Ver­schie­be­bahn­hofs. Dadurch soll der Güter­ver­kehr mit der Bahn attrak­ti­ver wer­den als auf der Straße und CO2 ein­spa­ren. Adrian Wag­ner, For­scher an der FH St. Pöl­ten, führt das Pro­jekt im Rah­men sei­ner durch die TU-Wien betreu­ten Dis­ser­ta­tion durch und diese wird vom Land Nie­der­ös­ter­reich über die NOe For­schungs- und Bil­dungs­gmbH. (NFB) im Rah­men des „FTI Sci­ence Call Dis­ser­ta­tio­nen“ unterstützt.

Im Pro­jekt „Smart Inspec­tion“ ent­wi­ckeln FH-For­scher eine mobile App zum Erfas­sen des Zustands von Brü­cken­trag­wer­ken. Die App soll den Arbeits­auf­wand zur Doku­men­ta­tion von Schä­den und Män­geln ver­rin­gern. Finan­ziert wird das Pro­jekt von der Aus­tria Wirt­schafts­ser­vice (AWS) im Rah­men eines Pro­gramms zur Pro­to­ty­pen­för­de­rung für Uni­ver­si­tä­ten und Fachhochschulen.

Beim Pro­jekt EMMSA geht es um ein soft­ware­tech­nisch stan­dar­di­sier­tes Eva­lu­ie­rungs­sys­tem von Schnitt­stel­len in der auto­ma­ti­sier­ten An- und Abflug­kon­trolle des Flug­ver­kehrs und um die Prü­fung, ob die Soft­ware­lö­sun­gen wirt­schaft­lich ver­wert­bar sind. Part­ner sind Fraun­ho­fer Aus­tria Rese­arch, die Paris Lodron Uni Salz­burg und Aero­space Rese­arch. Das BM für Kli­ma­schutz, Umwelt, Ener­gie, Mobi­li­tät, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie finan­ziert das Pro­jekt über das Pro­gramm „Take Off“.

Inter­na­tio­na­li­sie­rung und Wirtschaftskooperationen
Im Pro­jekt “Skill Trai­ning Alli­ance For the Future Euro­pean Rail Sys­tem (STAF­FER)” ent­wi­ckelt die FH St. Pöl­ten auf Ein­la­dung der ÖBB bedarfs­ori­en­tierte Lehr- und Schu­lungs­wege für den gesam­ten Eisen­bahn­sek­tor. Das Pro­jekt wird von Eras­mus + kofi­nan­ziert, Part­ner sind Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen, Bahn­tech­nik­un­ter­neh­men und HTLs aus Öster­reich und Europa.

Durch die NOe-Anschub­fi­nan­zie­rung konn­ten zwei neue Mit­ar­bei­ter am Insti­tut ange­stellt und Koope­ra­tio­nen mit gro­ßen Indus­trie­part­nern gestar­tet wer­den. Für die Nie­der­ös­ter­reich Bah­nen (NÖVOG) pas­siert die Pilot­stu­die „Digi City­bahn Waid­ho­fen“, wo Fahr­zeug­kon­zepte und Antriebs­tech­no­lo­gien unter­sucht wer­den und wel­cher Grad von Auto­ma­ti­sie­rung für die nächste Gene­ra­tion von Fahr­zeu­gen der City­bahn in Frage kommen.

„Durch die engen Koope­ra­tio­nen mit der Wirt­schaft sei­tens der Fach­hoch­schule kann es sehr schnell zu einer direk­ten Anwen­dung kom­men – und davon pro­fi­tiert wie­derum die Gesell­schaft“, unter­streicht Lan­des­chefin Mikl-Leit­ner. „Wir for­schen seit Jah­ren zu The­men der nach­hal­ti­gen Mobi­li­tät und digi­ta­len Lösun­gen im Ver­kehrs­be­reich. Durch diese Anschub­fi­nan­zie­rung konn­ten wir ver­tie­fende wie neue Initia­ti­ven star­ten und eigene For­schungs­schwer­punkte“, ergänzt Frank Michel­ber­ger, Insti­tuts­lei­ter der FH St. Pölten.

Autor: red/mich/cc
26.01.2021

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