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Unis im schie­fen Licht

Öster­reichs Uni­ver­si­tä­ten füh­len sich durch Uni-Ran­kings unvor­teil­haft dar­ge­stellt und wol­len sich ins rechte Licht rücken.

Bei inter­na­tio­na­len Hoch­schul­ran­kings lan­den Öster­reichs Unis im Regel­fall nicht in den Top 100 und hin­ken Län­dern wie der Schweiz oder Deutsch­land, aber auch Staa­ten wie den Nie­der­lan­den, Bel­gien, Schwe­den oder Däne­mark hin­ter­her. Mit einem Hand­buch will die Uni­ver­si­tä­ten­kon­fe­renz (uniko) die Ran­kings nun zurecht­rü­cken : Diese bil­de­ten Leis­tun­gen “nur par­ti­ell und stark ver­zerrt ab”.
Dabei ist sich die uniko der vor allem öffent­li­chen Wir­kung der Ran­kings durch­aus bewusst. Abge­se­hen von umfang­rei­cher media­ler Bericht­erstat­tung wür­den die Rang­lis­ten von Stu­den­ten, Uni­ver­si­täts­lei­tun­gen und auch der Poli­tik zuneh­mend als Ent­schei­dungs­grund­lage her­an­ge­zo­gen. Zuletzt gab etwa Bun­des­kanz­ler Chris­tian Kern (SPÖ) in sei­nem “Plan A” als Ziel aus, drei öster­rei­chi­sche Unis beim ange­se­hens­ten Uni-Ran­king von “Times Hig­her Edu­ca­tion” unter die Top 100 brin­gen zu wollen.

Ein­wände
Der­zeit ran­giert dort die Uni Wien als ein­zige öster­rei­chi­sche Ver­tre­te­rin unter den Top 200. Zum Ver­gleich : Allein die Nie­der­lande sind im “Times Ran­king” gleich 13 Mal in den Top 200 ver­tre­ten. Die uniko hat gegen die Ran­king-Metho­di­ken meh­rere Ein­wände. Vor allem wür­den aber natio­nale Rah­men­be­din­gun­gen nicht berück­sich­tigt — so schlage etwa der freie Hoch­schul­zu­gang in Öster­reich bei sämt­li­chen Ran­kings nega­tiv durch, weil die Betreu­ungs­re­la­tio­nen ein Kern­ele­ment der Rang­lis­ten darstellen.
“Hoch­schul­ran­kings sug­ge­rie­ren die Mög­lich­keit, kom­plexe hete­ro­gene Ein­rich­tun­gen wie Uni­ver­si­tä­ten mit­hilfe von Kenn­zah­len abbil­den und somit über­sicht­lich ver­glei­chen zu kön­nen”, heißt es im Hand­buch. Sie lie­ßen keine stich­hal­ti­gen Aus­sa­gen über aka­de­mi­sche Leis­tun­gen zu und könn­ten “nur sehr ein­ge­schränkt als Werk­zeug für Eva­lu­ie­run­gen oder zur Beur­tei­lung der Wirk­sam­keit von stra­te­gi­schen Maß­nah­men her­an­ge­zo­gen werden”. 

Autor: APA-Science/red/stem
21.02.2017

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