Zum Inhalt
© pexels/cottonbro studio

Unter­neh­men mit dif­fe­ren­zier­ter Stra­te­gie bei Preisfindung

In Deutsch­land wol­len unter­neh­mens­nahe Dienst­leis­ter und Groß­han­del Preise erhö­hen. Ein­zel­han­del und Lebens­mit­tel­be­triebe mit redu­zier­ten Preis­er­war­tun­gen und Infla­tion wei­ter auf Rück­zug, so aktu­elle Erhe­bun­gen des deut­schen ifo-Instituts.

Die Unter­neh­men eini­ger Bran­chen­seg­mente wol­len in Deutsch­land ihre Preise erhö­hen. Der zugrun­de­lie­gende Index der Preis­pläne stieg im Novem­ber im Ver­gleich zum Okto­ber. Dies ist pri­mär auf die unter­neh­mens­na­hen Dienst­leis­ter und den Groß­han­del zurück­zu­füh­ren. In den kon­sum­na­hen Bran­chen gin­gen die Preis­er­war­tun­gen wei­ter zurück und das betrifft ins­be­son­dere den Lebens­mit­tel-Ein­zel­han­del, den übri­gen Ein­zel­han­del und die kon­sum­na­hen Dienstleister. 

Mit Beginn des Jah­res 2024 Infla­ti­ons­rate unter drei Prozent
Das sind Ergeb­nisse aus den aktu­el­len Kon­junk­tur­um­fra­gen des deut­schen ifo Insti­tuts und diese haben auch Aus­wir­kun­gen auf die Ent­wick­lung der Infla­tion. „Die Infla­tion ist damit wei­ter auf dem Rück­zug“, sagt Timo Woll­mers­häu­ser, lei­ten­der Experte für den Bereich Konjunktur.

„Zwar dürfte die Infla­ti­ons­rate im Dezem­ber vor­über­ge­hend noch ein­mal auf etwa 4 Pro­zent stei­gen. Hier kommt aber vor allem ein Basis­ef­fekt zum Vor­schein. Im Vor­jahr san­ken die Gas­preise im Ver­brau­cher­preis­in­dex kräf­tig, da der Staat die Kos­ten für den Dezem­ber-Abschlag über­nahm. Aber bereits zu Beginn des kom­men­den Jah­res wird die Infla­ti­ons­rate auf unter drei Pro­zent sin­ken“, so die Pro­gnose von Wollmershäuser. 

In der Indus­trie wol­len ebenso weni­ger Unter­neh­men ihre Preise anhe­ben und das gilt vor allem bei den Auto­mo­bil­her­stel­lern, wo die Preis­er­war­tun­gen kräf­tig nach­ga­ben. Im Bau­ge­werbe hat sich der Abwärts­trend bei den Prei­sen etwas ver­lang­samt, so das ifo-Insti­tut. Die Höhe der geplan­ten Preis­än­de­rung wird bei den Erhe­bun­gen des Insti­tuts übri­gens nicht erfragt. 

Autor: red/cc
01.12.2023

Weitere aktuelle Artikel

Wie KI zum ent­schei­den­den Wett­be­werbs­fak­tor in der Logis­tik wird. Ein Exper­ten­kom­men­tar von Mar­kus Ber­ger, Digi­tal Engi­neer T‑Systems Austria. Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein Expe­ri­ment mehr und zum kon­kre­ten Wett­be­werbs­fak­tor gewor­den – beson­ders in Bran­chen mit hohem Kos­ten­druck und kom­ple­xen Pro­zes­sen. Die Logis­tik zählt dabei zu jenen Berei­chen, wo sich der Nut­zen von KI beson­ders schnell […]
Pilot­pro­jekt von AIT und Gru­ber Logi­stics und IVECO tes­tet neuen bat­te­rie­elek­tri­schen Pro­to­ty­pen im Pra­xis­ein­satz. Ziel­set­zung sind neue Erkennt­nisse für eine breite Ein­füh­rung emis­si­ons­freier Nutz­fahr­zeuge in der inter­na­tio­na­len Logistik. Im Rah­men des euro­päi­schen For­schungs­pro­jekts EMPOWER als Teil des EU-Pro­gramms Hori­zon wird in Zusam­men­ar­beit von Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT), Gru­ber Logi­stics und dem Nutz­fahr­zeug­un­ter­neh­men IVECO ein neuer […]
In Öster­reich sind 2025 die För­der­men­gen an Erdöl und Erd­gas neu­er­lich zurück­ge­gan­gen. Das betrifft die Räume in Wie­ner Becken und Wein­vier­tel sowie auch die öster­reich­wei­ten Gesamtfördermengen. Bohr­türme holen immer weni­ger Erdöl und Erd­gas aus dem Boden. Wie in den letz­ten Jah­ren ist auch 2025 die Menge an Erdöl und Erd­gas zurück­ge­gan­gen, die im March­feld sowie im […]
Exper­ten des Öster­rei­chi­schen Fis­kal­rats ver­öf­fent­li­chen ein Reform­pa­ket für das Öster­rei­chi­sche Gesund­heits­we­sen. Opti­mie­run­gen bei Pla­nung und Ein­kauf und Nut­zung medi­zi­ni­scher Geräte über Digi­ta­li­sie­rung bis ver­pflich­tende Gene­rika als Bei­spiele für die Hebung von Sparpotentialen. Das öster­rei­chi­sche Gesund­heits­sys­tem steht ange­sichts stark stei­gen­der öffent­li­cher Gesund­heits­aus­ga­ben unter erheb­li­chem Reform­druck. Im Jahr 2025 lagen die öffent­li­chen Gesund­heits­aus­ga­ben bereits bei rund 50,5 […]
Daten­schutz immer auf­wen­di­ger. Nach Start euro­päi­scher Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung 2016 klag­ten 25 Pro­zent der deut­schen Betriebe über kom­pli­zier­tere Geschäfts­pro­zesse. 2025 sagen das 81 Pro­zent. Nächste Her­aus­for­de­rung ist Neu­aus­rich­tung auf KI-Zeit­al­ter, so umfas­sende Stu­die des deut­schen Digi­tal­ver­ban­des Bitkom. Zehn Jahre nach dem Start der euro­päi­schen Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DS-GVO) ist der Daten­schutz in den Unter­neh­men grund­sätz­lich ein­mal ver­an­kert. Aller­dings wer­den […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram