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Unter­neh­men set­zen zuneh­mend auf Künst­li­che Intelligenz

Digi­tale Tech­no­lo­gien und ins­be­son­dere Künst­li­che Intel­li­genz wer­den bran­chen­über­grei­fend bei Unter­neh­men immer stär­ker zum zen­tra­len ope­ra­ti­ven wie stra­te­gi­schen Bestand­teil, so aktu­elle Erhe­bung des ifo-Instituts.

Die deut­sche Wirt­schaft treibt den Ein­satz von Digi­ta­len Inno­va­tio­nen und ins­be­son­dere Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) wei­ter voran. Aktu­ell ver­wen­den bereits 41 Pro­zent der Unter­neh­men KI in ihren Geschäfts­pro­zes­sen, ein deut­li­cher Anstieg gegen­über dem Vor­jahr mit 27 Pro­zent. Wei­tere 19 Pro­zent pla­nen den ope­ra­ti­ven Start von KI-Tech­no­lo­gien, so eine aktu­elle Erhe­bung des deut­schen ifo-Instituts. 

„KI wird zuneh­mend zu einem stra­te­gi­schen Thema in den Unter­neh­men“, sagt Klaus Wohl­rabe, Lei­ter des Bereichs Umfra­gen beim ifo-Insti­tut. „Die Her­aus­for­de­rung besteht darin, sie sinn­voll in bestehende Pro­zesse zu inte­grie­ren“, ergänzt Wohl­rabe. Eine wei­tere Not­wen­dig­keit für einen erfolg­rei­chen Ein­satz von KI ist die Qua­li­tät des Daten­ma­te­ri­als. „Ohne eine wirk­lich solide Daten­ba­sis bleibt jedes betrieb­li­che KI-Pro­jekt nur Stück­werk. Wer nach­hal­tig erfolg­reich sein will, muss in Daten­qua­li­tät inves­tie­ren“, betont Manuel Moser, Direc­tor Digi­tal Inno­va­tion & KI bei CAN­COM Aus­tria, Dienst­leis­ter für Unter­neh­men und Ver­wal­tung in den Berei­chen Digi­tale Trans­for­ma­tion und IT.

Starke Zunahme in Bau­bran­che, Han­del und Dienstleistung
Bei Betrach­tung ein­zel­ner Bran­chen­seg­mente zeigt sich in der ifo-Erhe­bung, dass im Bau­ge­werbe der KI-Ein­satz beson­ders stark zuge­nom­men hat. Inner­halb von zwei Jah­ren stieg hier der Anteil von sie­ben auf 25 Pro­zent. Im Han­del stieg der Ein­satz von KI von 10 auf knapp 34 Pro­zent. Im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe und im Dienst­leis­tungs­sek­tor ver­wen­den mitt­ler­weile jeweils über 40 Pro­zent KI-Tech­no­lo­gien. „Der Wech­sel ist spür­bar : Statt über KI zu spre­chen, set­zen viele Fir­men sie jetzt aktiv ein“, so Wohlrabe. 

Der Blick in die Bran­chen zeigt dann wei­tere Unter­schiede. Betriebe in Wer­bung und Markt­for­schung ver­wen­den KI beson­ders oft – 84 Pro­zent. Auch IT-Dienst­leis­ter mit 74 Pro­zent trei­ben den Ein­satz intel­li­gen­ter Sys­teme voran. Die Auto­mo­bil­bran­che setzt mit 70 Pro­zent eben­falls stark auf daten­ba­sierte Abläufe in der Pro­duk­tion. In der Che­mi­schen Indus­trie und Maschi­nen­bau ver­wen­det jeweils etwa jedes zweite Unter­neh­men KI. Die Gas­tro­no­mie (31 Pro­zent), die Nah­rungs­mit­tel- und Geträn­ke­her­stel­ler (rund 21 Pro­zent) und Tex­til­pro­du­zen­ten (19 Pro­zent) sind hier noch zurückhaltender.

Der Ver­gleich zwi­schen Groß­un­ter­neh­men mit Mit­tel­stand und Klein­un­ter­neh­men Ein kla­rer Zusam­men­hang zeigt sich mit der Unter­neh­mens­größe : Wäh­rend 56 Pro­zent der Groß­un­ter­neh­men KI nut­zen, sind es bei klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men 38 Pro­zent und bei Kleinst­be­trie­ben (ver­gleichs­weise nur) 31 Pro­zent. Den­noch ist auch bei klei­ne­ren Unter­neh­men ein zuneh­men­des Inter­esse erkenn­bar, viele befin­den sich in der prak­ti­schen Planungsphase. 

Trotz des posi­ti­ven Trends gibt es Bran­chen, in denen der Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz ver­gleichs­weise sel­ten dis­ku­tiert wird. Im Ein­zel­han­del ist für 22 Pro­zent der Unter­neh­men KI aktu­ell kein Thema. Zwar nut­zen in der Gas­tro­no­mie und im Bau­haupt­ge­werbe bereits viele Betriebe KI, doch gleich­zei­tig ist das für jeweils rund 27 Pro­zent kein Thema. „Damit blei­ben diese Berei­che im Ver­gleich zu ande­ren Bran­chen zurück­hal­ten­der beim künf­ti­gen Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz“, erläu­tert Klaus Wohl­rabe vom Münch­ner ifo-Institut. 

Autor: red/cc
20.06.2025

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