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US-Stu­die stützt Ein­satz von Anti­psy­cho­tika bei Schizophrenie

Allein an die 7 Mil­lio­nen Ame­ri­ka­ner neh­men Anti­psy­cho­tika. Lang­fris­tig las­sen sich laut einer Stu­die keine nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen nachweisen.

Für Pati­en­ten mit Schi­zo­phre­nie und ähn­li­chen psy­cho­ti­schen Erkran­kun­gen haben Anti­psy­cho­tika keine nega­ti­ven Lang­zeit­wir­kun­gen auf das Gehirn. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine Stu­die unter der Lei­tung von Jef­frey Lie­ber­man vom Colum­bia Uni­ver­sity Col­lege of Phy­si­ci­ans and Surgeons.
Fast sie­ben Mil­lio­nen US-Ame­ri­ka­ner neh­men der­ar­tige Medi­ka­mente. Sie wer­den zur Lin­de­rung der Krank­heits­sym­ptome und lang­fris­tig zur Ver­hin­de­rung eines Rück­falls ver­schrie­ben. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr­ten sich Beden­ken, dass Anti­psy­cho­tika toxi­sche Aus­wir­kun­gen haben und den lang­fris­ti­gen Behand­lungs­er­folg gefähr­den könn­ten. Eine Folge kann das Ver­wei­gern oder Abbre­chen einer Behand­lung sein.

Kein Beweis für Rückfall
Laut Lie­ber­man pro­fi­tiert jedoch der Groß­teil der Schi­zo­phre­nie-Pati­en­ten sowohl zu Beginn der Krank­heit als auch lang­fris­tig von der Ein­nahme der Pil­len. Mög­li­che Neben­wir­kun­gen wür­den bei wei­tem durch ihren the­ra­peu­ti­schen Nut­zen auf­ge­wo­gen. Die ana­ly­sier­ten Daten zeig­ten auch, dass eine Ver­zö­ge­rung oder ein Aus­set­zen der Behand­lung mit schlech­te­ren lang­fris­ti­gen The­ra­pie­er­geb­nis­sen in Zusam­men­hang steht.
Der­zeit gibt es laut Lie­ber­man auch keine Mög­lich­keit, jene Pati­en­ten zu iden­ti­fi­zie­ren, die sich nach einer ers­ten psy­cho­ti­schen Epi­sode erholt haben und denen es auch ohne Medi­ka­mente wei­ter gut gehen würde. “Dabei han­delt es sich um eine sehr kleine Gruppe von Pati­en­ten, daher würde ein Vor­ent­hal­ten der Behand­lung für die meis­ten Betrof­fe­nen von Nach­teil sein.”
Vor­kli­ni­sche Unter­su­chun­gen an Rat­ten haben zwar erge­ben, dass Anti­psy­cho­tika die Dopa­min­re­zep­to­ren sen­si­bi­li­sie­ren. Es gibt aber keine Beweise dafür, dass die Ein­nahme die­ser Medi­ka­mente das Risiko eines Rück­falls erhö­hen kann. 

Autor: PressetextAustria/red/stem
02.06.2017

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