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Ver­netzte Platt­for­men für indi­vi­du­elle Entwicklungen

Die Nut­zung cloud-basier­ter Tech­no­lo­gien für betrieb­li­che Wert­schöp­fungs­ket­ten ist ange­kom­men. Moderne Platt­form­tech­no­lo­gien ver­knüp­fen ver­schie­dene Geräte und Appli­ka­tio­nen an ver­schie­de­nen Stand­or­ten und erlau­ben zudem par­al­lele Testumgebungen.

Bei aktu­el­len Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­ten geht es pri­mär um eine mög­lichst auto­ma­ti­sierte Steue­rung diver­ser Pro­zess­ket­ten. Manage­ment, Aus­wer­tung und intel­li­gente Nut­zung dar­aus ent­ste­hen­der Daten sind zumeist wei­tere Anfor­de­run­gen. Da der­ar­tige Pro­jekte zumeist Kern­be­rei­che eines Unter­neh­mens betref­fen, braucht es sowohl einen inte­grier­ten Ansatz wie auch Raum für geson­derte Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen und dafür wer­den nun zuneh­mend Cloud-Platt­for­men eingesetzt.

Mobi­les Öko­sys­tem für das ver­netzte Automobil
Das Unter­neh­men SEAT, zuge­hö­rig zum Volks­wa­gen-Kon­zern, ist in 75 Län­dern ver­tre­ten und beherrscht eige­nen Anga­ben zufolge als ein­zi­ger Auto­mo­bil­her­stel­ler in Spa­nien den gesam­ten Pro­duk­ti­ons­pro­zess vom Design über Ent­wick­lung bis Fer­ti­gung und Ver­mark­tung des Autos. Ver­net­zung (Con­nec­ti­vity) ist ein Schlüs­sel­fak­tor und das betrifft die Pro­duk­tion wie das Auto­mo­bil selbst.
Zur Über­ar­bei­tung bestehen­der Wert­schöp­fungs­ket­ten und zur Ein­füh­rung neuer Dienste und Geschäfts­mo­delle arbei­tet SEAT seit vie­len Jah­ren mit T‑Systems zusam­men. Ziel­set­zung ist ein mobi­les Öko­sys­tem und dazu wer­den etwa pro­jekt­spe­zi­fi­sche Test- und Ent­wick­lungs-Umge­bun­gen über Cloud-Platt­for­men von T‑Systems geschaf­fen oder auch eigene Netz­werke und Secu­rity-Anwen­dun­gen von SEAT gesteu­ert. Ein wich­ti­ger Bestand­teil sind dabei vir­tu­elle Dar­stel­lungs­for­men und das geht von Fahr­zeug­tei­len, Pro­duk­ti­ons­stra­ßen bis zur Datenmodellierung.
Das ver­netzte Fahr­zeug kom­mu­ni­ziert aber nicht nur mit Her­stel­ler und Zulie­fe­rern, son­dern auch mit der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur oder den Smart­phones sei­ner Besit­zer. Am Bei­spiel der Ent­wick­lung einer App zur Dar­stel­lung des gesam­ten Smart­phone-Inhalts auf dem Auto-Bild­schirm ohne Ablen­kung des Len­kers, ermög­li­chen Cloud-Platt­for­men nun Tests und Vali­die­rung in einem eige­nen Öko­sys­tem, auf das jeder invol­vierte SEAT-Ent­wick­ler zugrei­fen kann. Im fer­ti­gen Ergeb­nis pas­siert die auto­ma­ti­sierte Abbil­dung auf dem Car-Screen über eine soge­nannte Mirror-Link-Technologie.

Intel­li­gente Parkraumbewirtschaftung
Zum Thema Auto und Ver­kehr gehört auch der Bereich Park­raum und hier haben Auto­fah­rer wie Kom­mu­nen gro­ßes Inter­esse an neuen öko­no­mi­schen Lösun­gen. Die Stadt Ham­burg hat letz­tes Jahr gemein­sam mit T‑Systems ein Pro­jekt gestar­tet, wo inner­städ­ti­scher Park­raum ver­netzt und Auto­fah­rer per App zu freien Plät­zen navi­giert wer­den. „Jeder Auto­fah­rer möchte ohne Stress einen Park­platz fin­den. Wir bie­ten eine App dafür : Park­platz fin­den, buchen, bezah­len, fer­tig“, so T‑Systems in einer Aussendung.
In Ham­burg wer­den nun 11.000 öffent­li­che Park­plätze sowie Park­häu­ser und pri­vate Stell­plätze ver­netzt und über die T‑Systems Appli­ka­tion „Park and Joy“ pas­siert Anzeige sowie Weg­be­schrei­bung bis zur Bezah­lung. Die Tech­nik hin­ter dem Pro­jekt basiert auf Sen­so­ren in Park­flä­chen und einem Schmal­band-Mobil­funk­netz, über das die Nach­richt zum Park­platz gesen­det wird. Für die Pro­gnose von freien Plät­zen wer­den auch Infor­ma­tio­nen aus Park­schein­au­to­ma­ten oder Schwarm­da­ten aus dem Mobil­funk­netz genutzt. Nach Ham­burg wol­len sich nun auch wei­tere Städte wie Bonn, Dort­mund oder Duis­burg an die Smart-Par­king-Lösung von T‑Systems anschließen. 

Autor: red/czaak
14.01.2019

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