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Ver­pa­ckungs­in­dus­trie wächst weiter

2018 ver­ar­bei­ten rund 100 indus­tri­elle Her­stel­ler 1,2 Mil­lio­nen Ton­nen Papier und Kar­ton zu Ver­pa­ckun­gen mit einem Geld­wert von 2,4 Mil­li­ar­den Euro. Bran­chen­ver­band Pro­pack ver­weist bei Bilanz­prä­sen­ta­tion auf Plus von über drei Pro­zent bei Gewicht und Wert gegen­über 2017 und auf wei­tere Öko­lo­gi­sie­rung der Produktion.

Die Pro­dukte der Pro­pack-Ver­bands­un­ter­neh­men umfas­sen Ver­pa­ckun­gen aus Well­pappe und Falt­schach­teln aus Kar­ton, Geträn­ke­ver­pa­ckun­gen und fle­xi­ble Ver­pa­ckun­gen, Papier­wa­ren für Hygiene und Haus­halt wie Taschen­tü­cher, Ser­vi­et­ten, Toi­let­ten­pa­pier oder Becher, wei­ters Büro- und Orga­ni­sa­ti­ons­mit­tel sowie Bücher, Eti­ket­ten, Spiel­kar­ten, Tip­ping Paper oder auch Rol­len und Hülsen. 

Export­quote und Materialpreise
Im abge­lau­fe­nen Geschäfts­jahr 2018 hat die Bran­che 1,2 Mio. Ton­nen an Pro­duk­ten aus Papier und Kar­ton abge­setzt und das ergibt ein Plus von 3,3 Pro­zent bei den ver­ar­bei­te­ten Ton­nen an Mate­rial und ent­spre­chend auch ein wert­mä­ßi­ges Plus von 3,6 Pro­zent auf 2,4 Mrd. Euro. Auch der Anteil der Exporte ist 2018 gestie­gen, ins­ge­samt wur­den 753.000 Ton­nen (+1,1 %) Pro­dukte aus Papier und Kar­ton im Wert von 1,75 Mrd. Euro (+4,9 %) expor­tiert. Wert­mä­ßig beträgt die Export­quote der Bran­che 74 Pro­zent und damit erwirt­schaf­ten die Pro­pack-Unter­neh­men 3 von 4 Euro im Ausland. 

Im Ver­gleich der Pro­dukt­grup­pen ste­hen Ver­pa­ckun­gen mit 49 Pro­zent des gesam­ten Pro­duk­ti­ons­werts an ers­ter Stelle. Dazu zäh­len Well­pap­pe/-Ver­pa­ckun­gen, Falt­schach­teln, fle­xi­ble und sons­tige Ver­pa­ckun­gen im Wert von 1,15 Mrd. Euro. Die wei­te­ren Pro­dukt­grup­pen sind Papier­wa­ren für Hygiene und Haus­halt, Büro- und Orga­ni­sa­ti­ons­mit­tel und sons­tige Papier­wa­ren, wie Eti­ket­ten, Bücher, Spiel­wa­ren, Tip­ping Paper oder Rollen/​Hülsen. Sie erzie­len einen Pro­duk­ti­ons­wert von 1,2 Mrd. Euro. „Bei einem durch­schnitt­li­chen Mate­ri­al­an­teil von 50 Pro­zent quer über alle Bran­chen hatte der starke Anstieg der Roh­ma­te­ri­al­preise in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für die Indus­trie aller­dings eine klare Wert­schöp­fungs­the­ma­tik zur Folge“, so der Pro­pack-Ver­band in einer Aus­sendung zu den wirt­schaft­li­chen Rahmenbedingungen.

Thema Öko­lo­gie von gro­ßer Relevanz
Die Zahl der Beschäf­tig­ten ist im Jahr 2018 um knapp ein Pro­zent auf 9.185 ange­stie­gen. Die Bran­che hat wei­ter­hin einen hohen Bedarf an Fach­kräf­ten und jun­gen Talen­ten, die sie zu einem gro­ßen Teil selbst aus­bil­den muss, da der Arbeits­markt nur wenige Bewer­ber mit fach­spe­zi­fi­schen Kennt­nis­sen anbie­tet. Aktu­ell wer­den 233 Lehr­linge in 25 Beru­fen aus­ge­bil­det. 2019 deu­ten die Pro­gno­sen auf eine Abschwä­chung der Kon­junk­tur hin, was ent­spre­chend auch die Ver­pa­ckungs­her­stel­ler betrifft. „In Summe ist eine Ent­wick­lung in der Grö­ßen­ord­nung des BIP zu erwar­ten“, so der Ver­band weiter.

Neben der wirt­schaft­li­chen Bedeu­tung ist für Pro­pack-Unter­neh­men auch das Thema Öko­lo­gie von gro­ßer Rele­vanz und hier ins­be­son­dere der Ein­satz nach­wach­sen­den, bio­lo­gisch abbau­ba­ren Roh­ma­te­ri­als sowie die breite Ver­wen­dung von Recy­cling­ma­te­rial und die emis­si­ons­arme Pro­duk­tion. Als Kreis­lauf­in­dus­trie beträgt etwa die Recy­cling­quote von Ver­pa­ckun­gen aus Papier und Kar­ton in Öster­reich Anga­ben zufolge knapp 90 Pro­zent und liegt damit schon heute klar über dem EU-Ziel von 75 Pro­zent für das Jahr 2025. „Papier­fa­sern sind dabei ein wert­vol­ler Sekun­där­roh­stoff und kön­nen mehr als 25 Mal rezy­kliert wer­den“, unter­streicht der Ver­band in sei­ner Aussendung. 

Redu­zier­ter CO2-Fuß­ab­druck bei Ja ! Natürlich
„Die Ver­brau­cher­ein­stel­lung gegen­über Nach­hal­tig­keit im Lebens­mit­tel­han­del hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich ver­än­dert und die Ver­pa­ckung ist der­zeit im Fokus unse­rer Kun­den“, erläu­tert Mar­tina Hör­mer, Geschäfts­füh­re­rin von Ja ! Natür­lich. „Wir arbei­ten bereits seit 2011 an Green Pack­a­ging Lösun­gen und haben etwa kürz­lich die Ja ! Natür­lich-Käse­ver­pa­ckung in der Fein­kost auf Papier­tas­sen umge­stellt. Damit konnte der CO2-Fuß­ab­druck im Ver­gleich zur bis­her ver­wen­de­ten Plas­tik­tasse um rund zwei Drit­tel redu­ziert wer­den“, betont Hör­mer. „Für das natur­braune Papier wird hei­mi­sches Holz ver­wen­det und auch die Fer­ti­gung der Ver­pa­ckung erfolgt zur Gänze in Öster­reich. So kön­nen Trans­port­wege mini­mal und die Wert­schöp­fung in Öster­reich gehal­ten wer­den“, ergänzt die Ja ! Natür­lich Chefin.

Der Fach­ver­band Pro­pack und Pro­pack Aus­tria reprä­sen­tie­ren die indus­tri­el­len Her­stel­ler von Pro­duk­ten aus Papier und Kar­ton in Öster­reich. 100 Unter­neh­men ver­ar­bei­ten und ver­edeln mit rund 9.200 Mit­ar­bei­tern in Öster­reich jähr­lich 1,2 Mio. Ton­nen Papier und Kar­ton zu Well­pappe, Ver­pa­ckun­gen, Papier­wa­ren für Hygiene und Haus­halt, Büro- und Orga­ni­sa­ti­ons­mit­teln, Büchern und Bro­schü­ren sowie sons­ti­gen Papierwaren. 

Autor: red/cc
25.06.2019

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