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© pexels/matthias zomer

Ver­ständ­nis und über­grei­fende Exper­tise in Gesundheitsberufen

Der Druck auf Gesund­heits­sys­teme nimmt kon­ti­nu­ier­lich zu. Inter­na­tio­na­les For­schungs­pro­jekt von FH St. Pöl­ten für bes­sere Aus­bil­dung im Bereich der Pati­en­ten­ver­sor­gung mit einem fächer­über­grei­fen­den Fokus.

Der Druck auf das euro­päi­sche Gesund­heits­sys­tem nimmt erheb­lich zu : Es gibt immer mehr ältere Men­schen und Patient:innen mit chro­ni­schen Krank­hei­ten, die Reha­bi­li­ta­tion und Pflege benö­ti­gen. Gleich­zei­tig man­gelt es an Arbeits­kräf­ten und die Kos­ten für die Gesund­heits­ver­sor­gung stei­gen wei­ter. Um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, wer­den ver­schie­dene Maß­nah­men vor­ge­schla­gen, etwa die Ver­kür­zung der Auf­ent­halts­dauer in Kran­ken­häu­sern oder Reha­zen­tren durch Ver­bes­se­rung der inter­pro­fes­sio­nel­len und per­so­nen­zen­trier­ten Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ange­hö­ri­gen der Gesund­heits- und Sozialberufe.

750 Stu­die­rende, 66 Prak­ti­ker und 54 Leh­rende aus 4 Ländern
„Dafür braucht es ein gemein­sa­mes Ver­ste­hen. Jede Dis­zi­plin hat ihre eige­nen Fach­be­griffe. Expert:innen aller Dis­zi­pli­nen sol­len sich aber gut aus­tau­schen kön­nen. Und auch die Pati­en­ten sol­len natür­lich zum Ver­ständ­nis ihrer Anlie­gen bei­tra­gen und alles ver­ste­hen, was in ihren Befun­den steht und mit ihnen bespro­chen wird“, sagt Anita Kidrit­sch, Koor­di­na­to­rin des Pro­jekts an der FH St. Pöl­ten und dort Senior Rese­ar­cher am Insti­tut für Gesundheitswissenschaften.

Das inter­na­tio­nale Pro­jekt INPRO unter Betei­li­gung der Fach­hoch­schule St. Pöl­ten wid­mete sich dem gegen­sei­ti­gen Ver­ständ­nis zwi­schen ver­schie­de­nen Gesund­heits- und Sozi­al­be­ru­fen. Ziel sind eine fächer­über­grei­fende Aus­bil­dung und Pra­xis, um die Ver­sor­gung von Patient:innen zu ver­bes­sern. 750 Stu­die­rende, 66 Prak­ti­ker und 54 Leh­rende aus 4 Län­dern lern­ten dazu in inter­dis­zi­pli­nä­ren Teams auch mit, von und über Patient:innen.

Inter­dis­zi­pli­när fächer­über­grei­fen­der Trans­fer von Wissen
Zen­tra­les Thema des Pro­jekts war der Trans­fer von Wis­sen aus der Hoch­schul-Bil­dung in die Pra­xis durch inter­pro­fes­sio­nelle, also fächer­über­grei­fende Aus­bil­dung und kol­la­bo­ra­tive, prak­ti­sche Zusam­men­ar­beit in der Reha­bi­li­ta­tion. Ent­stan­den sind Module und Instru­mente für Aus­bil­dung und Pra­xis. Das Pro­jekt ist Teil einer grö­ße­ren Initia­tive an der FH St. Pöl­ten, die sich der inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Stu­di­en­gän­gen Phy­sio­the­ra­pie, Diä­to­lo­gie, Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­PLUS und Soziale Arbeit widmen.

Um den Über­gang von der Hoch­schul­bil­dung in die Pra­xis zu unter­stüt­zen, arbei­te­ten Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­tren und Hoch­schu­len über drei Jahre regio­nal und euro­pa­weit eng zusam­men. Gemein­sam ent­stand eine Modul­reihe von den Grund­la­gen bis hin zu fort­ge­schrit­te­nen Kom­pe­ten­zen inter­pro­fes­sio­nel­ler und per­so­nen­zen­trier­ter Zusam­men­ar­beit. Ein beson­de­rer Fokus lag auf dem inter­dis­zi­pli­nä­ren Erfah­rungs­aus­tausch. Über regio­nale Pro­jekte in Bil­dung und Reha­bi­li­ta­ti­ons­pra­xis hat INPRO dabei auch pra­xis­nahe Ansätze hin­sicht­lich ihrer Wirk­sam­keit und euro­pa­wei­ten Anwend­bar­keit erprobt.

Frei ver­füg­bare Mate­ria­lien und die inter­na­tio­na­len Part­ner des Projekts
Das Pro­jekt­kon­sor­tium ent­wi­ckelte dabei sowohl ein Stu­di­en­gangs­kon­zept und Lehr­ma­te­ria­lien, die in die Berufs­pra­xis über­grei­fen, als auch Richt­li­nien für die Ein­rich­tung und den Betrieb einer von Stu­die­ren­den geführ­ten inter­pro­fes­sio­nel­len Lern­sta­tion in einem Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum. Die Mate­ria­lien sind über die Pro­jekt­web­seite frei ver­füg­bar (Anm. siehe Link). Inter­es­sierte kön­nen sie in ihren eige­nen Arbeits­be­rei­chen und Regio­nen anwenden.

Part­ner im Pro­jekt waren die Hanze Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces (Pro­jekt­lei­tung, NL), die AP Uni­ver­sity of Applied Sci­en­ces (B), wei­ters die Jamk Uni­ver­sity of Applies Sci­en­ces (FIN) sowie das Gesund­heits- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum Moor­heil­bad Har­bach (A), das Reva­li­da­tie Fries­land (NL) und Coro­na­ria Health­care and Reha­bi­li­ta­tion Ser­vices (FIN). Kofi­nan­ziert wurde das Pro­jekt durch das Pro­gramm „ERAS­MUS +“ der Euro­päi­schen Union. 

Autor: red/cc
12.03.2024

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