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Ver­steckte Herz­in­farkte entdecken

Am Kar­dio­lo­gie Kon­gress in Inns­bruck wur­den die neu­es­ten The­ra­pien rund ums Herz diskutiert.

Für Hoch­ri­si­ko­pa­ti­en­ten, bei denen es bis­her nicht gelun­gen ist, die lebens­ge­fähr­li­chen Cho­le­ste­rin­werte im Blut zu sen­ken, gibt es nun Hoff­nung. Eine neue Anti­kör­per-The­ra­pie, die – ähn­lich wie Insu­lin – gespritzt wird, kann Cho­le­ste­rin deut­li­cher als bis­her (um ca. 60 %) sen­ken und in der Folge Herz­in­farkt oder Schlag­an­fall ver­hin­dern. Die neue The­ra­pie wurde am 19. Kar­dio­lo­gie Kon­gress Inns­bruck mit gro­ßer Erwar­tungs­hal­tung auf­ge­nom­men, vor allem auch deshalb.

Unsicht­bare Infarkte
Dis­ku­tiert wurde auch der Trend zu kabel­lo­sen Schritt­ma­cher-Implan­ta­tion. Bei sehr guter Effek­ti­vi­tät liegt der Vor­teil vor allem in einer gro­ßen Sicher­heit in Bezug auf Infek­tio­nen und Blu­tun­gen. Weni­ger Mate­rial im Kör­per bedeu­tet gleich­zei­tig weni­ger Blu­tungs- und Infek­ti­ons­ge­fahr. Zwei Sit­zun­gen am Kon­gress beschäf­tig­ten sich mit der Dia­gnos­tik von Herz­in­fark­ten mit­tels Magnet­re­so­nanz­the­ra­pie (MRI), die immer genauer und bes­ser wird und inzwi­schen mit höchs­ter Ver­läss­lich­keit zwi­schen Herz­mus­kel­ent­zün­dung und Durch­blu­tungs­stö­run­gen am Her­zen dif­fe­ren­zie­ren kann. Das ist des­halb wich­tig, weil dar­aus unter­schied­li­che The­ra­pien resultieren.
Ent­deckt wer­den kön­nen dadurch erst­mals auch die Minoca-Infarkte, bei denen das Gefäß nach dem Infarkt wie­der spon­tan oder durch medi­ka­men­töse Behand­lung offen ist, sodass in der Angio­gra­phie keine behand­lungs­be­dürf­tige Eng­stelle erkenn­bar ist. Das kommt immer­hin in 5 Pro­zent aller Herz­in­farkts-Ver­dachts­fälle vor. Bis­her wur­den diese Pati­en­ten falsch the­ra­piert. Ein gro­ßes Thema war die soge­nannte Endo­kar­di­tis. Diese Herz­klap­pen-Ent­zün­dun­gen ent­ste­hen meist durch Sta­phy­lo­kok­ken und Strep­to­kok­ken und in Ver­bin­dung mit schlech­ter Mund­hy­giene und Mani­pu­la­tio­nen am Zahn. Je bes­ser die Mund­hy­giene, desto gerin­ger auch das Risiko auf Herzklappen-Entzündung. 

Autor: PressetextAustria/red/stem
06.04.2017

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