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Ver­wand­lung in Han­nah Montana

Bei „Club Libby Lu“ gibt es Lacktrage­täschchen für den Plüsch­fifi, Kos­me­tik und Geburts­tags­par­tys. Mäd­chen befin­den sich in den rosa Läden im Him­mel. Ver­käu­fe­rin­nen stu­die­ren mit nach Marsh­mal­lows duf­ten­den Spröss­lin­gen kleine Cho­reo­gra­fien ein, man kann sich auch in den TV-Star Han­nah Mon­tana ver­wan­deln las­sen. „Make­over“ heißt der Vor­gang, der eine Art kos­me­ti­schen Neu­be­ginn beschreibt : Lip­gloss und Wan­gen­pu­der kleis­tern ein neues Volks­schul­kind zusam­men. Der Kunde Kind wird in den USA mit allem Ernst behan­delt, den eine boo­mende Indus­trie auf­brin­gen kann. Das Laden­per­so­nal bei „Libby Lu“ ist beste Freun­din per Dienst­ver­trag, kein Wunsch wird beschmun­zelt, hier geht es ums Geschäft.
Die Müt­ter ste­hen nebst ihren vor Flit­ter glim­men­den Töch­tern. Hin­ter bei­den reibt sich eine Bran­che die Hände. Die Frage, ob man Kin­der im Rah­men von Fern­seh­wer­bung lie­ber doch nicht anspre­chen sollte, könnte nicht alt­mo­di­scher wir­ken. Das Kind ist längst rosa­ro­ter Christ­baum, ganz­jäh­rig behäng­bar, trag­bare Licht­quelle, die auch auf die Mut­ter scheint. Zu die­sem Zweck wird nichts dem Zufall über­las­sen, gut geplant, gründ­lich geschrubbt. Tra­di­tion der Schön­heits­pflege, die von Mut­ter zu Toch­ter wei­ter­ge­reicht wird, nennt man das : Bereits die Klei­nen wis­sen, dass ohne Ganz­kör­per­sal­bung mit Kokos­nuss­lo­tion ein Ein­kaufs­zen­trums­be­such aus­ge­schlos­sen ist. Ver­ges­sen wird dabei, dass die Farbe Rosa zwar bit­te­rer Ernst ist im Alter von drei bis neun, aber auch nicht mehr. Wo die aus­glei­chende Weit­sicht der Eltern zur Anwen­dung kom­men sollte, agie­ren statt­des­sen fin­dige Geschäfte­macher. Was dadurch auf der Stre­cke bleibt, füllt Bände.
Aus­ge­wählte Berichte und Kom­men­tare aus den Schwer­punkt-Aus­ga­ben bereits erschie­ne­ner eco­nomy Printausgaben. 

Autor:
29.07.2011

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