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Vil­la­cher Tech­ni­kon holt fünf neue EU-Pro­jekte nach Österreich

Unter ande­rem soll ein mobi­les Radar­sys­tem gegen ille­gale Droh­nen ent­wi­ckelt wer­den. Die Kärnt­ner For­schungs­ge­sell­schaft fun­giert dabei als F&E‑Drehscheibe zwi­schen hei­mi­schen Unter­neh­men und der EU.

Sie trans­por­tie­ren Dro­gen über Gren­zen und Waf­fen und Mobil­te­le­fone in Gefäng­nisse : Ille­gal ein­ge­setzte Droh­nen sind längst zu einem Sicher­heits­ri­siko gewor­den. Ihre Erken­nung und Über­wa­chung ist vie­len Län­dern ein wich­ti­ges Anlie­gen. Unter der Bezeich­nung ALFA (Advan­ced Low Fly­ing Air­crafts Detec­tion and Track­ing) soll des­halb im Rah­men eines EU-For­schungs­pro­jek­tes eine Art mobi­les Radar­sys­tem ent­wi­ckelt wer­den, das Dro­hen erfasst und trackt.
Und die­ses Pro­jekts ist nur eines von fünf, das von Vil­lach aus gelenkt wird. Denn Klaus Koch, Grün­der und Geschäfts­füh­rer der For­schungs- und Pro­jekt­ge­sell­schaft Tech­ni­kon, und sei­nem Team ist es gelun­gen, inner­halb weni­ger Monate gleich fünf EU-weit aus­ge­schrie­bene For­schungs­pro­jekte nach Öster­reich zu holen. Das reine För­de­rungs­vo­lu­men aller fünf Pro­jekte beträgt in Summe über 22 Mil­lio­nen Euro. Part­ner sind etwa die OMV, Fraun­ho­fer und Zumtobel.

Auto­ma­ti­sie­rung als Open Source-Lösung
Beim Pro­jekt Aqua­rius wer­den mit der OMV als Part­ner Sen­so­ren auf Laser-Basis ent­wi­ckelt, die erken­nen, ob Was­ser kon­ta­mi­niert ist. Beim Pro­jekt cert­Mils wie­derum ist das Ziel, ein ver­trau­ens­wür­di­ges, EU-basier­tes Sicher­heits­zer­ti­fi­kat für cyber-kri­ti­sche Berei­che zu schaf­fen. Mit an Bord sind dabei etwa Tha­les Öster­reich und Schnei­der Electric.
Eine deut­li­che Ver­bes­se­rung der für LED-Leuch­ten not­wen­di­gen Vor­schalt­ge­räte ist das Ziel von LED­LUM. Diese Geräte, die die Alte­rung von LED-Lam­pen aus­glei­chen, sol­len klei­ner, leis­tungs­fä­hi­ger und gleich­zei­tig güns­ti­ger in der Her­stel­lung wer­den. Indus­trie­part­ner ist der Vor­al­ber­ger Zumtobel-Konzern.
Eine Soft­ware zur Über­prü­fung von Soft­ware : Die­ser Ansatz zur Ver­bes­se­rung der Sicher­heit von ein­ge­setz­ten Soft­ware-Modu­len steht im Mit­tel­punkt des Pro­jek­tes VES­SEDA (Veri­fi­ca­tion Engi­nee­ring Of Cri­ti­cal Appli­ca­ti­ons), das gemein­sam mit dem Fraun­ho­fer-Insti­tut durch­ge­führt wird. “Ziel ist eine Auto­ma­ti­sie­rung des Über­prü­fungs­ver­fah­rens von Soft­ware-Modu­len”, sagt Koch, “das Ergeb­nis soll als open-source-Lösung allen zur Ver­fü­gung stehen.”
Ins­ge­samt haben Koch und das Tech­ni­kon in den letz­ten Jah­ren bei 70 Pro­jek­ten För­der­gel­der in Höhe von über 500 Mil­lio­nen Euro nach Öster­reich geholt. “Unsere Erfolgs­quote bei Bewer­bun­gen für EU-Pro­jekte liegt bei eins zu drei”, unter­streicht Koch, „EU-weit liegt die Quote bei 1 zu 20.” 

Autor: Pressetext Austria/red
21.02.2017

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