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Vir­tu­ell und live

Die TU Wien ermög­licht Echt­zeit-Strea­ming und 3D-Erkun­dung von rea­len Umge­bun­gen. So wer­den etwa Woh­nungs­be­sich­ti­gun­gen mög­lich, ohne vor Ort sein zu müssen.

Wenn man sich mit einer 3D-Brille durch vir­tu­elle Wel­ten bewegt, ist die Umge­bung von Beginn an am Com­pu­ter abge­spei­chert. Nun geht es auch anders: Die Vir­tual Rea­lity For­schungs­gruppe der TU Wien hat eine Methode ent­wi­ckelt, reale Umge­bun­gen live zu strea­men und dar­aus in Echt­zeit eine 3D-Welt zu erstel­len, durch die sich eine Per­son frei bewe­gen kann. Von der vir­tu­el­len Woh­nungs­be­sich­ti­gung über die Zusam­men­ar­beit an ver­teil­ten Inspek­ti­ons­auf­ga­ben bis hin zum Vor­aber­kun­den von Kata­stro­phen­or­ten wer­den damit ganz neue VR-Anwen­dun­gen möglich.

In Echt­zeit
„Wir ermög­li­chen nun erst­mals eine Echt­zeit-Erkun­dung von rea­len Räu­men über Vir­tual Rea­lity“, sagt Annette Mos­sel vom Insti­tut für Soft­ware­tech­nik und Inter­ak­tive Sys­teme, die mit ihrem VR-Kon­zept kürz­lich bei der inter­na­tio­nal wich­tigs­ten Vir­tual-Rea­lity-Kon­fe­renz ISMAR in Mexiko den Best Pos­ter Award gewann.
„Wir haben unser VR-Kon­zept mit zahl­rei­chen Ver­suchs­per­so­nen getes­tet und nach dem vir­tu­el­len Rund­gang über die Woh­nung befragt“, sagt Annette Mos­sel. Dabei zeigte sich, dass die Test­per­so­nen nach der vir­tu­el­len Besich­ti­gung ein sehr gutes Raum­ver­ständ­nis hat­ten. Sie konn­ten die Ent­fer­nun­gen in der Woh­nung danach gut wie­der­ge­ben und sehr schnell ihren Weg durch das vir­tu­elle Modell zu einem vor­ge­ge­ben Ziel­punkt finden.
Inter­es­sant könnte die Tech­nik auch zur Unter­stüt­zung von Ein­satz­kräf­ten am Kata­stro­phen­ort sein. Anstatt eines Men­schen könnte auch ein Robo­ter die Umge­bung digi­tal auf­neh­men und den Ein­satz­ort erkun­den. So könn­ten Ret­tungs­kräfte ganz gefahr­los eine vir­tu­elle Nach­bil­dung des Ein­satz­or­tes besichtigen.

Autor:
02.01.2017

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