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© pexels/cottonbro

Vom Part­ner über eine Spie­le­rei bis zur Angst

56 Pro­zent der Öster­rei­cher sehen künf­tig Künst­li­che Intel­li­genz unver­zicht­bar für Beruf und pri­va­ten All­tag. 66 Pro­zent ver­trauen Freun­den oder Kol­le­gen mehr als KI und 34 Pro­zent haben Angst, so eine aktu­elle Stu­die im Auf­trag von Salesforce.

Das Thema Künst­li­che Intel­li­genz (KI) ist im Kon­text mit der Anwen­dung ChatGPT nun für viele Men­schen greif­ba­rer gewor­den. Für ein Stim­mungs­bild der öster­rei­chi­schen Bevöl­ke­rung hat der CRM-Anbie­ter Sales­force beim Markt­for­scher mar­ke­tagent eine reprä­sen­ta­tive Umfrage in Auf­trag gegeben. 

Mehr als ein Drit­tel der Befrag­ten (37 Pro­zent) sieht KI zwar als Chance, weiß aber noch nicht, wohin die Reise gehen wird. 29 Pro­zent hal­ten KI für eine span­nende neue Mög­lich­keit. Für acht Pro­zent ist KI noch „Sci­ence Fic­tion“. Diese Gruppe kann mit KI nichts anfan­gen, fürch­tet sich aber auch nicht vor ihr. 34 Pro­zent sehen KI als beängs­ti­gende Ent­wick­lung, so die wich­tigs­ten Ergeb­nisse der Studie. 

KI als Unter­stüt­zung unbe­wusst präsent
Im All­tag ist der Ein­satz von KI oft nicht bewusst. Für sie­ben Pro­zent ist KI unver­zicht­bar in der Arbeit, für sechs Pro­zent im Pri­vat­le­ben. Zusätz­lich stu­fen 14 Pro­zent KI pri­vat als „nette Spie­le­rei“ ein und 13 Pro­zent hal­ten KI beruf­lich für ein nicht wirk­lich nöti­ges „nice to have“.

Zahl­rei­che KI-gestützte Assis­ten­ten wie Alexa, Siri, Cort­ana & Co sind bereits län­ger ein­ge­führt und assis­tie­ren bei Musik-Vor­lie­ben und Online-Shop­ping oder durch­su­chen das Inter­net nach Infor­ma­tio­nen. Im Auto ver­ar­bei­ten Navi­ga­ti­ons­sys­teme Ver­kehrs­in­for­ma­tio­nen in Echt­zeit und suchen etwa den schnells­ten Weg. Im betrieb­li­chen Bereich wird KI in der Medi­zin, im Qua­li­täts­ma­nage­ment, in Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen oder bei der Daten­ana­lyse genutzt.

Beschleu­nigte Pro­zesse und Hilfe bei Rou­ti­ne­auf­ga­ben für mehr Freiraum
Zum Thema zukünf­tige Ein­schät­zun­gen, meint mehr als die Hälfte der Befrag­ten, dass Künst­li­che Intel­li­genz (KI) ein unver­zicht­ba­rer Teil ihres beruf­li­chen oder pri­va­ten All­tags sein wird (56 Pro­zent). Aktu­ell bzw. vorab wird KI pri­mär als unter­stüt­zen­des Werk­zeug ver­stan­den, etwa bei Rou­ti­ne­auf­ga­ben, um Zeit für andere krea­ti­vere Tätig­kei­ten zu schaffen. 

Auf die Frage, wel­che Ver­än­de­run­gen sich die Befrag­ten für Ihren Arbeits­all­tag von KI-Anwen­dun­gen wün­schen, geben 27 Pro­zent „beschleu­nigte Pro­zesse“ an. 23 Pro­zent möch­ten „mono­tone und ein­fa­che Auf­ga­ben“ an die KI abge­ben und 22 Pro­zent erhof­fen sich „mehr Frei­zeit, weil Arbei­ten schnel­ler erle­digt wer­den“ können. 

Aktu­ell ist Ver­trauen in mensch­li­che Inter­ak­tion höher
Ein Zehn­tel der Befrag­ten geht davon aus, sich eines Tages mehr auf den Rat einer KI als auf Freunde oder Kol­le­gen zu ver­las­sen. Die über­wie­gende Mehr­heit (66 Pro­zent) glaubt das kei­nes­falls. Das Ergeb­nis zeigt, dass, obwohl KI als nütz­lich erach­tet wird, das Ver­trauen in mensch­li­che Inter­ak­tion und per­sön­li­chen Rat nach wie vor höher ist. Das Ergeb­nis zeigt aber auch, dass viele Men­schen sich nicht bewusst sind, wie viel KI sie bereits im All­tag nutzen.

„Effek­tive KI wird zukünf­tig in vie­len Berei­chen ein wert­vol­ler Part­ner für Men­schen sein — aber diese kei­nes­wegs erset­zen“, sagt David Hable, Co-Coun­try Lea­der von Sales­force Öster­reich. Und : „Die intel­li­gente Auto­ma­ti­sie­rung nicht-wert­schöp­fen­der Tätig­kei­ten kann Men­schen wich­tige Frei­räume schaf­fen, etwa um fun­dier­tere Ent­schei­dun­gen zu tref­fen oder für mehr Zeit bei kom­ple­xen Auf­ga­ben und für mensch­li­che Bezie­hun­gen“, ergänzt Hable.

Autor: red/czaak
05.06.2023

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