Zum Inhalt

Von der aka­de­mi­schen Idee zum Dienst am Menschen

Das im Bereich der Grund­la­gen­for­schung tätige Wie­ner Insti­tut für Mole­ku­lare Bio­tech­no­lo­gie (IMBA) und die Apei­ron Bio­lo­gics AG ste­hen bei­spiel­haft für die durch­ge­hende Wert­schöp­fungs­kette vom Start einer aka­de­mi­schen, uni­ver­si­tä­ren Idee bis zum ange­wand­ten, prak­ti­schen Ein­satz und sie kön­nen bei­spiel­haft für die stand­ort­po­li­ti­sche Wert­schöp­fung öffent­lich geför­der­ter For­schungs­pro­jekte stehen.

Anläss­lich des Starts einer wich­ti­gen kli­ni­schen Stu­die eines Apei­ron-Pro­jekts in den USA, betonte Hans Loib­ner, CEO von Apei­ron Bio­lo­gics, dass „die­ses Pro­jekt auf den weg­wei­sen­den For­schungs­er­geb­nis­sen von Josef Pen­nin­ger basiert“ und „damit wie­derum eine aka­de­mi­sche Idee bis an den Start einer kli­ni­schen Ent­wick­lung gebracht wer­den konnte.“ (eco­nomy berichtete).

Insti­tut für Mole­ku­lare Bio­tech­no­lo­gie (IMBA)
Gemein­sam mit dem Gre­gor Men­del Insti­tut für Mole­ku­lare Pflan­zen­tech­no­lo­gie (GMI) ist das IMBA ein Insti­tut der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und zusam­men mit den Max. F. Perutz Labo­ra­to­ries (MFPL) und Unter­neh­men wie etwa Boeh­rin­ger Ingel­heim sowie einer Fach­hoch­schule bil­den sie das Vienna Bio­cen­ter (VBC).
Schwer­punkt der For­schungs­tä­tig­kei­ten am IMBA sind bio­lo­gi­sche The­men im Bereich Zell­tei­lung, Zell­be­we­gun­gen oder Epi-Gene­tik und dies in Ver­bin­dung mit ange­wand­ten Fel­dern wie Krebs, Stamm­zel­len, Osteo­po­rose oder Infek­ti­ons­er­kran­kun­gen. Josef Pen­nin­ger ist Grün­der und wis­sen­schaft­li­cher Lei­ter, der Stamm­zel­len-Bio­loge Jür­gen Knob­lich ist Vizedirektor.
Neben einer Reihe wis­sen­schaft­li­cher Ser­vice-Ein­rich­tun­gen etwa im Bereich Bio­in­for­ma­tik, wer­den am Stand­ort auch umfang­rei­che Aus- und Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten gebo­ten. Unter ande­ren wurde über Initia­tive des IMBA und dem Ver­ein Open Sci­ence (Lebens­wis­sen­schaf­ten im Dia­log ; ehe­mals Dia­log Gen­tech­nik) das Vienna Open Lab gegrün­det, wo inter­es­sierte Jugend­li­che selb­stän­dig in pro­fes­sio­nel­len For­schungs­la­bors expe­ri­men­tie­ren können.

Apei­ron Bio­lo­gics AG
Apei­ron Bio­lo­gics ist ein über­wie­gend pri­vat finan­zier­tes Unter­neh­men mit Sitz in Wien. Das Unter­neh­men beschäf­tigt sich mit der Ent­wick­lung von Krebs­the­ra­pien und hat hier­für auch öffent­li­che För­der­gel­der erhal­ten. Schwer­punkt sind dabei immu­no­lo­gi­sche Krebs­the­ra­pien, wo über die Sti­mu­la­tion eig­ner Immun­zel­len und Anti­kör­per Abwehr und Behand­lungs­me­cha­nis­men gegen Krebs­er­kran­kun­gen erreicht wer­den sollen.
Josef Pen­nin­ger ist Grün­der von Apei­ron Bio­lo­gics und aktu­ell Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes. Betei­ligt sind etwa auch der ehe­ma­lige Wirt­schafts­mi­nis­ter Mar­tin Bar­ten­stein über seine Phar­ma­firma Gerot-Lan­nach, Man­fred Reichl, ehe­mals Chef des Bera­tungs­un­ter­neh­mens Roland Ber­ger Öster­reich und die welt­weite Num­mer zwei auf dem Phar­ma­markt Gla­x­oS­mit­h­Kline (GSK).
Anfang März wurde der Start einer kli­ni­schen Phase-I-Stu­die am ame­ri­ka­ni­schen Wake Forest Bap­tist Medi­cal Cen­ter bekannt gege­ben. „Apei­ron Bio­lo­gics ver­steht es spek­ta­ku­läre Grund­la­gen­wis­sen­schaft in Rich­tung einer pra­xis­na­hen Anwen­dung zu über­set­zen“, so Hans Loib­ner, CEO von Apei­ron Bio­lo­gics, in einer dama­li­gen Aus­sendung (eco­nomy berichtete). 
Das am wei­tes­ten fort­ge­schrit­tene Pro­jekt von Apei­ron Bio­lo­gics namens APN311 ist ein Anti­kör­per zur Behand­lung des Neu­ro­blas­toms, einer schwe­ren päd­ia­tri­schen Krebs­er­kran­kung. Zusam­men mit der inter­na­tio­na­len Stu­di­en­gruppe SIO­PEN sind damit bereits mehr als 700 Pati­en­ten in kli­ni­schen Stu­dien behan­delt wor­den. Laut einer Aus­sendung von Apei­ron Bio­lo­gics steht das Pro­jekt kurz vor der Ein­rei­chung zur Markt­zu­las­sung in der EU und in den USA.

Autor:
30.04.2015

Weitere aktuelle Artikel

Anwen­dun­gen im Welt­raum, in der Hoch­en­er­gie­phy­sik oder für Quan­ten­com­pu­ter. Her­kömm­li­che Elek­tro­nik ver­sagt bei Tem­pe­ra­tu­ren knapp über dem abso­lu­ten Null­punkt. Die TU Wien ent­wi­ckelt nun einen Weg über adap­tive Transistoren. Elek­tro­nik kann Pro­bleme bekom­men, wenn sie zu heiß wird, siehe etwa ent­spre­chende Aus­fälle bei der Küh­lung eines Lap­tops. Elek­tro­ni­sche Schal­tun­gen kön­nen aber auch bei extre­mer Kälte […]
AIT ent­wi­ckelt neu­ar­tige Bio­sen­so­ren für prä­zi­sere Dia­gnos­tik von Blut­pro­ben. Gegen­über bis­he­ri­gen Ver­fah­ren soll neue Vari­ante zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen für medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung brin­gen und weni­ger res­sour­cen­in­ten­siv sein.  Die soge­nannte „Liquid Bio­psy“ gilt in der moder­nen Medi­zin als gro­ßer Fort­schritt. Diese Form der Unter­su­chung kann Gewe­be­ana­ly­sen ergän­zen und zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen für die medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung sowie wert­volle Rück­schlüsse für die […]
Med Uni Inns­bruck lei­tet inter­na­tio­nale Zulas­sungs­stu­die einer neuen The­ra­pie von Par­kin­son mit Wirk­stoff Pra­si­ne­zu­mab. Aktu­elle Ergeb­nisse der kli­ni­schen Phase II-Stu­die als Basis für erste „Par­kin­son-Imp­fung“ nun im renom­mier­ten Fach­jour­nal The Lan­cet veröffentlicht. Par­kin­son gehört zu den am schnells­ten zuneh­men­den Krank­hei­ten. Welt­weit lei­den daran rund 20 Mil­lio­nen Men­schen, bis 20250 sol­len es über 25 Mil­lio­nen sein. […]
Insti­tut für Demo­gra­phie der ÖAW ent­wi­ckelt neues Gebur­ten­ba­ro­me­ter für umfas­sende Ana­ly­sen zur Fer­ti­li­tät in Öster­reich. Immer mehr Frauen wol­len kin­der­los blei­ben, Zwei-Kind-Fami­lien häu­figs­tes Modell, Trend zu spä­ter Mut­ter­schaft, ältere Väter mit jün­ge­ren Partnerinnen. Das neue Gebur­ten­ba­ro­me­ter des Insti­tuts für Demo­gra­phie der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten ermög­licht viel­fäl­tige und umfas­sende Ana­ly­sen von aktu­el­len Daten zur Fer­ti­li­tät […]
Mit Hilfe von Was­ser kön­nen bestimmte Mine­ra­lien schäd­li­ches CO2 aus der Atmo­sphäre holen und rasch in fes­tes Car­bo­nat umwan­deln. Die TU Wien konnte die­sen mine­ra­lo­gi­schen Mecha­nis­mus nun nachweisen. Steine kön­nen Koh­len­di­oxid bin­den – und das weit­aus schnel­ler als bis­her bekannt und ange­nom­men. Bis dato wur­den lang­wie­rige und ent­spre­chend lang­same Pro­zesse für die Umwand­lung von CO2 in […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram