Zum Inhalt

Von der Bren­nes­sel auf den Wein

Der Ver­brei­tungs­weg eines Wein­stö­cke schä­di­gen­den Bak­te­ri­ums wurde iden­ti­fi­ziert. Das macht nun eine Bekämp­fung möglich.

Gleich 14 ver­schie­dene Vari­an­ten eines sehr spe­zi­el­len Bak­te­ri­ums, das Wein­stö­cke schä­digt, kom­men in Öster­reich vor. Dies ist eines der Ergeb­nisse eines Pro­jekts des Wis­sen­schafts­fonds FWF, das sich mit der Schä­di­gung von Wein­pflan­zen durch soge­nannte Phy­to­plas­men beschäftigte.
Phy­to­plas­men ste­hen mit über 100 Pflan­zen­krank­hei­ten im Zusam­men­hang, kön­nen aber bis heute nicht im Labor gezüch­tet wer­den. Genaue Unter­su­chun­gen der zell­wand­lo­sen Bak­te­rien sind daher kaum mög­lich. Einem Team am Health & Envi­ron­ment Depart­ment des AIT Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy ist es nun gelun­gen, ein in öster­rei­chi­schen Wein­gär­ten ver­brei­te­tes Phy­to­plasma näher zu ana­ly­sie­ren – und dabei wurde Über­ra­schen­des festgestellt.

Aus­brei­tungs­welle
Ver­glei­che von DNA-Sequen­zen zeig­ten, dass es in Öster­reich min­des­tens 14 Geno­ty­pen – also gene­tisch unter­schied­li­che – Phy­to­plas­men gibt. Wei­tere Unter­su­chun­gen erga­ben, dass eine aktu­ell in Öster­reich gras­sie­rende Aus­brei­tungs­welle der Schwarz­holz­krank­heit haupt­säch­lich durch einen ein­zi­gen die­ser 14 Geno­ty­pen ver­ur­sacht wird.
„Zwei Drit­tel aller Erkran­kun­gen sind allein auf die­sen einen Geno­typ zurück­zu­füh­ren“, erklärt Gün­ter Bra­der. Ver­brei­tet wird die­ser Typ durch eine spe­zi­elle Zikade, wobei Brenn­nes­seln als Zwi­schen­wirt die­nen. Die Klä­rung die­ses Ver­brei­tungs­we­ges war inso­fern über­ra­schend, als bis­he­rige Arbei­ten andere Rou­ten iden­ti­fi­ziert hat­ten. Diese Erkennt­nisse der Grund­la­gen­for­schung bie­ten wich­tige Ein­bli­cke in die Mög­lich­keit für die Schäd­lings­be­kämp­fung und bil­den die not­wen­dige Grund­lage, um Ein­griffe ziel­ge­rich­tet und effi­zi­ent zu machen.

Autor: red/stem
04.01.2017

Weitere aktuelle Artikel

Das Med­Aus­tron fei­ert als Krebs­be­hand­lungs­zen­trum und For­schungs­in­sti­tu­tion sein 10-jäh­ri­ges Jubi­läum. Das im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wie­ner Neu­stadt ansäs­sige Kom­pe­tenz­zen­trum für Inno­va­tion und medi­zi­ni­sche Exzel­lenz hat sich zu einer welt­weit beach­te­ten Insti­tu­tion der moder­nen Strah­len­the­ra­pie entwickelt. Unter dem Motto „10 Jahre Zukunft. 10 Jahre Hoff­nung.“ fei­erte das Krebs­be­hand­lungs- und For­schungs­zen­trum Med­Aus­tron soeben sein zehn­jäh­ri­ges Jubi­läum mit Ver­tre­tern aus […]
Das Wie­ner Start-Up Con­velly star­tet KI-Platt­form für Kun­den­kom­mu­ni­ka­tion und Ver­trieb mit Fokus auf kleine und mitt­lere Betriebe. Das Jung­un­ter­neh­men ist in der AI Fac­tory Aus­tria ange­sie­delt und kommt aus dem Umfeld von 42 Vienna und FH Wien. Kun­den­kom­mu­ni­ka­tion, Ver­trieb bzw. Ver­kaufs­ak­tio­nen, Ter­min­bu­chung und final auch noch die Nach­ver­fol­gung – das sind die zen­tra­len Berei­che, die eine […]
Die Alfred Korn­ber­ger Foun­da­tion eröff­net in Wie­ner Bäcker­strasse 9 museale Schau­räume mit Schwer­punkt auf Expres­sio­nis­mus und Akt. Museum, Art-Shop & Gale­rie haben geöff­net von Di bis Fr: 11–18 und Sa: 10–13 Uhr. Die Eröff­nungs­aus­stel­lung „Der ero­ti­sche Moment“ mit retro­spek­ti­ver Werk­schau von Akt­mo­ti­ven aus dem Bestand von Alfred Korn­ber­ger-Foun­da­tion und Fami­lie.Die Alfred Korn­ber­ger Foun­da­tion eröff­net in der Wie­ner Bäcker­strasse […]
For­schungs­team der Med Uni Inns­bruck ent­wi­ckelt KI-Modell zur Ana­lyse von Elek­tro­kar­dio­gram­men. Soge­nann­tes „Foun­da­tion Model“ erfasst und ana­ly­siert elek­tri­sche Herz­si­gnale in ihrer gesam­ten Band­breite. Neue KI-Anwen­dung gilt als inter­na­tio­na­les Vor­zei­ge­mo­dell.  For­schende um den Phy­si­ker und Medi­zi­ner Cle­mens Dlaska von der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Inns­bruck haben ein neues „Foun­da­tion Model“ ent­wi­ckelt, das die in Elek­tro­kar­dio­gram­men (EKG) erfass­ten elek­tri­schen Herz­si­gnale […]
Außer­halb klas­si­scher Büro­jobs kann Digi­ta­li­sie­rung ein Gesund­heits­ri­siko bedeu­ten. Das betrifft ins­be­son­dere Beschäf­tigte mit mehr­heit­lich kör­per­li­cher Arbeit. Im Ver­gleich feh­len sie um 20 Pro­zent mehr im Jahr, so eine neue Studie. Bei Beschäf­tig­ten mit über­wie­gend kör­per­li­chen Tätig­kei­ten geht mehr Digi­ta­li­sie­rung des Arbeits­plat­zes mit schlech­te­rer Gesund­heit und mehr Krank­heits­ta­gen ein­her. Das zeigt eine neue Stu­die des ifo […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram