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© Pexels/ Chokniti Khongchum

Von der For­schung zum betrieb­li­chen Einsatz

Maschi­nel­les Ler­nen, Sicher­heit und Simu­la­tion erfor­dern leis­tungs­starke IT-Infra­struk­tu­ren. Quan­ten­com­pu­ting spielt hier eine immer grö­ßere Rolle. T‑Systems und AQT bie­ten nun erste Lösun­gen für den betrieb­li­chen Einsatz.

Als der Phy­si­ker Anton Zei­lin­ger im Dezem­ber 2022 den Nobel­preis für seine For­schun­gen zum Thema Quan­ten­ver­schrän­kun­gen erhielt, war das auch eine Bestä­ti­gung für die lang­jäh­rige unter­stüt­zende Auf­bau­ar­beit von Insti­tu­tio­nen wie der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW) aber auch für die For­schungs­ar­beit öster­rei­chi­scher Universitäten.
Quan­ten­tech­no­lo­gie hilft bei sehr kom­ple­xen (mathe­ma­ti­schen) Berech­nun­gen, die „nor­male“ Super­com­pu­ter an die Gren­zen ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit brin­gen. Bei einem Sudoku würde ein her­kömm­li­cher Com­pu­ter eins nach dem ande­ren lösen, ein Quan­ten­com­pu­ter par­al­lel alle „betrach­ten“ und damit weit­aus rascher die beste Lösung fin­den. Ein ande­res Anwen­dungs­ge­biet sind hoch­si­chere Ver­schlüs­se­lun­gen für Kom­mu­ni­ka­tion und Datenübertragung. 

Quan­ten­com­pu­ting von Markt­füh­rer AQT und eigene Quan­tum-Cloud von T‑Systems
Diese weit­aus höhere Rechen­leis­tung bringt nun auch neues Poten­tial für wirt­schaft­li­che Anwen­dun­gen. Die Steue­rung von Maschi­nen, Ener­gie­be­darf oder von Ver­kehrs­strö­men zur Stau­ver­mei­dung, Risi­ko­ana­ly­sen in der Finanz­bran­che oder im medi­zi­ni­schen Bereich die Ana­lyse gene­ti­scher Infor­ma­tio­nen zur Ent­wick­lung neuer Metho­den in der Krebs­be­hand­lung sind einige Beispiele.
Damit Unter­neh­men, Ver­wal­tung, Infra­struk­tur­be­trei­ber oder Gesund­heits­ein­rich­tun­gen Quan­ten­tech­no­lo­gie aus­pro­bie­ren und nut­zen kön­nen, hat der IT-Dienst­leis­ter T‑Systems mit der soge­nann­ten Quan­tum-Cloud eine eigene Platt­form und spe­zi­elle Soft­ware zur Quan­ten­si­mu­la­tion entwickelt. 

Pakete von Proof-of-Con­cept bis zu bran­chen­über­grei­fen­den Busi­ness Cases
„Über die Platt­form kön­nen fer­tige ein­zelne Bau­steine oder kom­plette Pakete für einen ein­fa­chen Ein­stieg ins Quan­ten­com­pu­ting über rechen­zeit-basierte Nut­zungs­mo­delle genutzt wer­den und das erstreckt sich von Ein­füh­run­gen über Proof-of-Con­cepts bis hin zu umfas­sen­den Busi­ness Cases“, sagt Jörn Kel­ler­mann, SVP Glo­bal Port­fo­lio and Tech­no­logy Excel­lence bei T‑Systems.
Quan­ten­tech­no­lo­gie und Quan­ten­com­pu­ter kom­men über eine Koope­ra­tion von T‑Systems mit dem Inns­bru­cker Unter­neh­men AQT, ein Spin-Off von Uni Inns­bruck und ÖAW und euro­päi­scher Markt­füh­rer beim Bau von Ionen­fal­len basier­ten Quantencomputern. 

Erfolg­rei­che Demons­tra­tio­nen in den Berei­chen Che­mie, Risiko-Ana­lyse und Prozess-Optimierung
Meh­rere Part­ner der AQT konn­ten hier bereits Demons­tra­tio­nen in den Berei­chen Che­mie, Port­fo­lio-Opti­mie­rung, Risiko-Ana­lyse, oder Pro­zess-Opti­mie­rung erfolg­reich umset­zen. Mit Unter­stüt­zung des Euro­pean Inno­va­tion Coun­cil (EIC) und des QCDC-Pro­jekts (Quan­tum Com­pu­ters for Data Cen­ters) stellt AQT Quan­ten­com­pu­ting über die Cloud-Platt­form für euro­päi­sche und inter­na­tio­nale For­scher, öffent­li­che Ein­rich­tun­gen und die Indus­trie zur Verfügung.

„Gemein­sam mit T‑Systems bie­ten wir unse­ren Kun­den pra­xis­ori­en­tier­ten Zugriff auf die bes­ten Quan­ten­com­pu­ter in Europa. Wir sind davon über­zeugt, dass die Syn­er­gie zwi­schen unse­ren Quan­ten­rech­nern und der Cloud-Infra­struk­tur von T‑Systems kom­plett neue Fähig­kei­ten und Märkte für Europa eröff­nen wird“, so Tho­mas Monz, CEO und Grün­der von AQT. 

Autor: red/czaak
24.06.2024

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