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© NLK Pfeiffer

Von der Kind­heit bis ins Alter

Die Wis­sen­schaft als Weg­be­glei­ter des Lebens als Motto der dies­jährigen Wis­sen­schafts­gala des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich. Aus­zeich­nun­gen für Pro­jekte Bil­dungs­ver­mitt­lung, Medi­zin, Lebens­mit­tel­si­cher­heit, Kunst­ge­schichte und Jugendarbeit. 

Das Land Nie­der­ös­ter­reich ver­gibt seit über 50 Jah­ren Wis­sen­schafts­preise für beson­dere Leis­tun­gen von For­sche­rin­nen und For­schern. Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­chefin von Nie­der­ös­ter­reich betonte bei der dies­jährigen Über­rei­chung in Gra­fen­egg „Wert­schät­zung und Respekt für die Leis­tun­gen der Wis­sen­schaf­ter“ ebenso wie „die opti­ma­len Rah­men­be­din­gun­gen“, die dafür geschaf­fen werden. 

Die NOe-Lan­des­haupt­frau hob in die­sem Kon­text auch das 20-jäh­rige Jubi­läum des Tech­no­lo­gie- und For­schungs­zen­trums Wie­ner Neu­stadt, die Eröff­nung des Tech­no­lo­gie-und For­schungs­zen­trums am IST Aus­tria und die soeben prä­sen­tierte Hoch­schul­stra­te­gie Nie­der­ös­ter­reichs her­vor (eco­nomy berich­tete jeweils).

Frü­her Dia­log mit For­schung und Wissenschaft
Bei der Wis­sen­schafts­gala selbst wur­den neben den tra­di­tio­nel­len Wür­di­gungs- und Aner­ken­nungs­prei­sen auch her­aus­ra­gende wis­sen­schaft­li­che Abschluss­ar­bei­ten sowie heuer erst­mals eine vor­wis­sen­schaft­li­che Arbeit und ein inno­va­ti­ves umset­zungs­rei­fes Kon­zept (Kate­go­rie „Call for Con­cept“) mit dem „Wis­sen schaf[f]t Zukunft Preis“ und die bes­ten „Sci­ence Fair“-Projekte prämiert.

„Wir inves­tie­ren Jahr für Jahr rund 110 Mil­lio­nen Euro in Wis­sen­schaft und For­schung und wir wer­den auch in Zukunft auf Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung set­zen“, betonte Mikl-Leit­ner und erläu­terte geson­derte Akti­vi­tä­ten wie die „Sci­ence Fair“, wo Schü­ler gemein­sam mit Wis­sen­schaf­tern eigene For­schungs­pro­jekte ent­wi­ckeln, und die „Sci­ence Aca­demy“, ein außer­schu­li­sches Pro­gramm für Jugend­li­chen zum Thema For­schung. „Wis­sen­schaft soll zum Weg­be­glei­ter vom Kin­der­gar­ten bis zum Erwach­se­nen­al­ter wer­den“, resü­mierte die Landeschefin. 

Wür­di­gungs­preise und Anerkennungsauszeichnungen
Der Wür­di­gungs­preis ist die höchste Ehrung des NOe-Wis­sen­schafts­prei­ses und die Aus­zeich­nung erging heuer an Oli­ver Grau und Mar­tin Wag­ner. Grau ist seit 2005 ers­ter Lehr­stuhl­in­ha­ber für Bil­dungs­wis­sen­schaf­ten an der Donau-Uni Krems und „trägt damit maß­geb­lich zur Ent­wick­lung, Pro­fes­sio­na­li­sie­rung und inter­na­tio­na­len Ver­net­zung des noch jun­gen Faches bei“, so die Jury-Begrün­dung. Und Mar­tin Wag­ner ist Experte im Bereich der mikro­biel­len Lebens­mit­tel­qua­li­tät und ent­wi­ckelte neue mole­ku­lar­bio­lo­gi­sche Nach­weis­ver­fah­ren, etwa im Bereich Lis­te­ria mono­cy­to­ge­nes, einem der wich­tigs­ten mikro­biel­len Erre­ger in Lebensmitteln.

Die vier Aner­ken­nungs­preise gin­gen an den Medi­zi­ner Lucian Beer (Früh­erken­nung von Bauch­spei­chel­drü­sen­krebs), die Che­mi­ke­rin Astrid Rosa Mach-Aigner (Pilz­mu­ta­tio­nen für medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen), an Archäo­lo­gin und Kul­tur­wis­sen­schaf­te­rin Celine Wawruschka (Grün­dungs­ge­schichte nie­der­ös­ter­rei­chi­scher Stadt­mu­seen), sowie an die Arbeits­gruppe Bio­ma­te­rial & Enzyme Tech­no­logy, Doris Ribit­sch und Georg Gübitz (Enzyme zum Plastikabbau).

Nach­wuchs­preis und Sci­ence Fair für die Jugend
Der Wis­sen schaf[f]t Zukunft Preis wird ein­mal jähr­lich von der NÖ For­schungs- und Bil­dungs-GmbH zu einem jähr­lich wech­seln­den Thema ver­ge­ben. Der Nach­wuchs­preis wid­met sich dabei den zen­tra­len The­men des nie­der­ös­ter­rei­chi­schen FTI-Pro­gramms. Dies­jäh­ri­ger Schwer­punkt war „Bewusst­seins­bil­dung : Wis­sen­schafts­ver­mitt­lung und Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­tion.“. Die Preis­trä­ger sind Julia Sie­gel (vor­wis­sen­schaft­li­che Arbeit) und die Arbeits­gruppe KARLI – Kind­ge­rech­tes Aug­men­ted Rea­lity Lern-Inter­face (Mari­ella Seel, Anna-Maria Lien­hart, Patrick Knog­ler, Michael Andor­fer und Johan­nes Pan­zen­böck), für ihr Kon­zept zur Wis­sen­schafts­ver­mitt­lung an Schu­len. In der Kate­go­rie Master/​Diplomarbeit wur­den Lena Cam­post­rini und Vic­to­ria Sarne aus­ge­zeich­net. Tho­mas Glatzl erhielt den Wis­sen schaf[f]t Zukunft Preis für seine Dissertation.

„Sci­ence Fair“ wie­derum ist ein schu­li­scher Wett­be­werb, wo Schü­ler vor­wis­sen­schaft­li­che Pro­jekte vor­stel­len. Diese Pro­jekte wer­den im Unter­richt gemein­sam mit Wis­sen­schaf­tern aus nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wis­sens­in­sti­tu­tio­nen umge­setzt. Heuer wur­den die Höhere Bun­des­lehr­an­stalt und Bun­des­amt für Wein- und Obst­bau in Klos­ter­neu­burg für das Pro­jekt „Neu­ar­tige Wein­stein­sta­bi­li­sie­rung mit poly­me­ren Ami­no­säu­re­pro­duk­ten“ und die NMS Raabs an der Thaya für das Pro­jekt „Plas­tik & Co Ver­pa­ckungs-Über­trei­bungs-Wahn­sinn“ ausgezeichnet.

Autor: red/czaak
18.10.2019

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