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Vor­bild­li­che Koope­ra­tion von Wis­sen­schaft und Wirtschaft

Die Chris­tian Dopp­ler For­schungs­ge­sell­schaft fei­ert ihr 25-jäh­ri­ges Bestands­ju­bi­läum und lobt neuen For­schungs­preis aus.
Erste Aus­zeich­nung geht an Pro­jekt für gedan­ken­ge­steu­erte Pro­the­sen von Med­Uni Wien und Unter­neh­men Ottobock.

Her­vor­ra­gende anwen­dungs­ori­en­tierte Grund­la­gen­for­schung und die Stär­kung der Inno­va­ti­ons­kraft der Unter­neh­mens­part­ner ist seit 25 Jah­ren das Leit­mo­tiv der Chris­tian Dopp­ler For­schungs­ge­sell­schaft, kurz CDG. Der mit 40.000 Euro dotierte neue Preis wird ent­spre­chend an Wis­sen­schaf­te­rIn­nen ver­ge­ben, die die­sen Grund­ge­dan­ken beson­ders erfolg­reich umset­zen konnten. 

Wirt­schafts­mi­nis­te­rium för­dert Exzel­lenz und Innovation
Der erste CDG-Preis für For­schung und Inno­va­tion geht an Oskar Aszmann von der Med­Uni Wien und sei­nen Unter­neh­mens­part­ner Otto­bock für For­schun­gen zum Thema gedan­ken­ge­steu­erte Pro­the­sen. Grund­sätz­lich soll das jewei­lige Gewin­ner­pro­jekt auch exem­pla­risch für die große Bedeu­tung der CDG für die lang­fris­tige Siche­rung des For­schungs- und Wirt­schafts­stand­or­tes Öster­reich stehen.
 
„Die För­de­rung von lang­fris­tig ange­leg­ten Koope­ra­tio­nen von Wirt­schaft und Wis­sen­schaft leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag für den Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich“, betont Mar­ga­rete Schram­böck, Minis­te­rin für Wirt­schaft und Digi­ta­li­sie­rung. Ihr Minis­te­rium trägt die CDG seit Grün­dung im Jahre 1995. „Heute ist die CDG aus dem öster­rei­chi­schen Inno­va­ti­ons­sys­tem nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie ist unser Leucht­turm­pro­jekt für stand­ort­re­le­vante For­schung und ein inter­na­tio­na­les Best Prac­tice Modell für die Koope­ra­tion von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft“, unter­streicht Schramböck.

Schnitt­stelle von Wirt­schaft und Forschung
„Grund­la­gen­for­schung ist für ein inno­va­ti­ves Unter­neh­men wie Otto­bock sehr wich­tig, denn erst die Kennt­nis über zugrun­de­lie­gende bio­lo­gi­sche Mecha­nis­men ermög­licht die Ent­wick­lung neuer Pro­dukte, wie etwa Mus­ter­er­ken­nung oder Tar­ge­ted Mus­cle Rein­ner­va­tion (TMR) für Arm­pro­the­sen“, erklärt Andreas Gop­pelt, Geschäfts­füh­rer und CTO der Wie­ner Nie­der­las­sung von Otto­bock. „Die enge Ver­knüp­fung des CD-Labors mit Otto­bock Wien bie­tet eine ideale Mög­lich­keit, neue Ansätze zu ver­fol­gen, die ohne För­de­rung ein zu hohes wirt­schaft­li­ches Risiko dar­stel­len wür­den“, so Goppelt.

„Unser ers­ter Preis­trä­ger Oskar Aszmann von der Med­Uni Wien illus­triert den Grund­ge­dan­ken der CDG ideal. Für gedan­ken­ge­steu­erte Pro­the­sen braucht es nicht nur die tech­ni­sche Exper­tise, hier von Otto­bock, son­dern auch fun­dier­tes Grund­la­gen­wis­sen, wie Ner­ven und Mus­keln funk­tio­nie­ren – also medi­zi­ni­sche Grund­la­gen­for­schung“, erläu­tert Mar­tin Gerza­bek, Prä­si­dent der CDG, die Schnitt­stelle von Grund­la­gen­for­schung und Wirtschaft.

Josef Ressl Zen­tren als CDG-Modell auch für Fachhochschulen 
„Mit einer För­der­summe von bis zu 5,25 Mil­lio­nen Euro für sie­ben Jahre ermög­licht das För­der­mo­dell der CDG lang­fris­tige und kon­ti­nu­ier­li­che Grund­la­gen­for­schung höchs­ter Qua­li­tät“, erklärt Mar­kus Mül­ler, Rek­tor der Med­Uni Wien, Modell und Bedeu­tung der CDG für die Uni­ver­si­tä­ten. „Für unsere Wis­sen­schaf­te­rIn­nen gilt die Lei­tung eines CD-Labors nach dem stren­gen Eva­lu­ie­rungs­ver­fah­ren der CDG als große Aus­zeich­nung. Ich bin stolz, dass der erste CDG-Preis­trä­ger von unse­rer Uni­ver­si­tät kommt und gra­tu­liere herz­lich zu die­sem Erfolg“, so Müller.
 
Mit dem 2012 gestar­te­ten Pro­gramm der Josef Res­sel Zen­tren wen­det die Chris­tian Dopp­ler For­schungs­ge­sell­schaft ihr Modell der Koope­ra­tion von For­schung und Wirt­schaft auch an Fach­hoch­schu­len an. „Die CDG macht län­ger­fris­tige For­schung an Fach­hoch­schu­len ebenso mög­lich wie den Auf­bau von For­schungs­grup­pen und die Eta­blie­rung neuer For­schungs­fel­der“, so Rai­mund Ribit­sch, Prä­si­dent der Öster­rei­chi­schen Fach­hoch­schul-Kon­fe­renz zur Bedeu­tung der CDG für die­sen Teil der öster­rei­chi­schen Forschungslandschaft.
 
Die Chris­tian-Dopp­ler-For­schungs­ge­sell­schaft
Seit ihrer Grün­dung im Jahre 1995 hat die Chris­tian-Dopp­ler-For­schungs­ge­sell­schaft (CDG) 240 For­schungs­ein­hei­ten an 36 Uni­ver­si­tä­ten, Fach­hoch­schu­len und außer­uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen geför­dert. Auf Unter­neh­mens­seite konn­ten mehr als 400 betrieb­li­che Koope­ra­ti­ons­part­ner von ange­wand­tem Grund­la­gen­wis­sen und wirt­schafts­ori­en­tier­ter Inno­va­tion profitieren. 

Die For­schungs­ein­hei­ten koope­rier­ten mit mehr als 1.200 For­schungs­in­sti­tu­tio­nen und erar­bei­te­ten mehr als 4.000 Publi­ka­tio­nen (Anm. mit Peer Review Ver­fah­ren) und mehr als 77.000 Zita­tio­nen. 550 Patente zitie­ren Publi­ka­tio­nen aus For­schungs­ein­hei­ten der CDG. Aktu­ell sind rund 100 For­schungs­ein­hei­ten mit über 1.100 Mit­ar­bei­te­rIn­nen und über 180 Unter­neh­mens­part­nern aktiv.

Autor: red/rist/cc
14.09.2020

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