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© pexels/edou hoekstra

Vor­sor­ge­be­wusst­sein in beweg­ten Zeiten

Drei Vier­tel der Öster­rei­cher mit aktu­el­ler Lebens­si­tua­tion zufrie­den. Bedürf­nis nach Schutz und Sicher­heit nimmt zu. Finan­zi­elle Vor­sorge immer rele­van­ter, so aktu­elle Stu­die von Erste, Spar­kas­sen und Wie­ner Städtische.

Die letz­ten Jahre waren geprägt von finan­zi­el­len Unsi­cher­hei­ten, gesund­heit­li­chen Ängs­ten und geo­po­li­ti­schen Unru­hen. In solch beweg­ten Zei­ten nei­gen Men­schen dazu, sich stär­ker auf sich selbst und ihr unmit­tel­ba­res Umfeld zu kon­zen­trie­ren und das Bedürf­nis nach Schutz und Sicher­heit nimmt zu. Das ergab eine aktu­elle Umfrage von IMAS Inter­na­tio­nal, im Auf­trag von Erste Bank, Spar­kas­sen und Wie­ner Städtische.

74 Pro­zent der Öster­rei­che­rIn­nen mit aktu­el­ler Lebens­si­tua­tion zufrieden
Befragt wie die Öster­rei­che­rIn­nen der all­ge­mei­nen Ent­wick­lung der kom­men­den zwölf Monate ent­ge­gen­bli­cken, dann zei­gen 35 Pro­zent Zuver­sicht, 37 Pro­zent sind skep­tisch und 25 Pro­zent sind besorgt. Der Opti­mis­mus scheint zurück­zu­kom­men, Sor­gen­fal­ten sit­zen weni­ger tief, so eine Inter­pre­ta­tion der Studienmacher.

Deut­lich höher ist die Zufrie­den­heit mit der per­sön­li­chen Lebens­si­tua­tion, wo 74 Pro­zent der Befrag­ten ange­ben, mit ihrer aktu­el­len Lebens­si­tua­tion sehr bzw. eher zufrie­den zu sein. Nur rund ein Vier­tel ist eher nicht oder über­haupt nicht zufrie­den. Im Fokus der Inter­es­sen ste­hen die finan­zi­elle Situa­tion, die Gesund­heit und die finan­zi­elle Absi­che­rung für das Alter. 

Durch­schnitt­lich 247 Euro für Pen­si­ons- und Gesundheitsvorsorge
„Die­ses Ergeb­nis bestä­tigt, was wir in den letz­ten Jah­ren bei Kun­den­ge­sprä­chen sehen : Eine kon­stant stei­gende Nach­frage bei Pro­duk­ten zur finan­zi­el­len Vor­sorge und egal ob im Gesund­heits­be­reich oder in der Alters­vor­sorge“, sagt Man­fred Bar­tals­zky, Vor­stand der Wie­ner Städ­ti­schen. Befragt nach den Grün­den beim Thema Vor­sorge wol­len sich 62 Pro­zent gegen einen mög­li­chen Schick­sals­schlag absi­chern und die Hälfte nennt feh­len­des Ver­trauen in die staat­li­chen Sys­teme als Grund für ergän­zende Privatvorsorge.

Die Bedeu­tung der pri­va­ten finan­zi­el­len Vor­sorge ist mit 85 Pro­zent also auch wei­ter­hin sehr hoch. Ebenso erfreu­lich ist die Höhe des Betra­ges, den die Men­schen im Schnitt pro Monat bereit sind für ihre Pen­si­ons- und Gesund­heits­vor­sorge zu inves­tie­ren. Trotz der wirt­schaft­li­chen Unsi­cher­hei­ten ist die­ser mit 247 Euro ebenso hoch wie im Vorjahr. 

Gesund­heit, Reser­ven, die Pen­sion, die Fami­lie und Woh­nen als Vorsorgethemen
„Vor dem Hin­ter­grund der immer stär­ke­ren finan­zi­el­len Belas­tung der staat­li­chen Bud­gets – Stich­wort fort­schrei­tende demo­gra­phi­sche Ent­wick­lung – ver­wun­dert es nicht, dass neun von zehn Befragte in den kom­men­den Jah­ren von einer wei­te­ren Zunahme der Bedeu­tung finan­zi­el­ler Vor­sorge aus­ge­hen“, so Gerda Holz­in­ger-Burg­stal­ler, Vor­stands­vor­sit­zende der Erste Bank Oes­ter­reich. Vor­sor­ge­the­men, die den Men­schen beson­ders wich­tig sind, sind die Gesund­heit (63 Pro­zent), eine finan­zi­elle Reserve für Kri­sen­fälle (61), die Pen­sion (57), die Fami­lie (50) und das Woh­nen (49 Prozent).

Wich­tig ist zudem ein mög­lichst aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen Arbeits­zeit und Frei­zeit und das sorgte in den letz­ten Jah­ren immer wie­der für Debat­ten in der Bevöl­ke­rung. Der Aus­sage, dass eine aus­ge­wo­gene Work-Life-Balance gerade jun­gen Men­schen immer wich­ti­ger wird, stim­men 52 Pro­zent der Befrag­ten zu. „Rund acht von zehn Befrag­ten sind davon über­zeugt, dass Men­schen mit zu wenig Arbeits­jah­ren dies spä­ter bereuen wür­den, weil ihnen im Alter das Geld fehlt. Hier tritt das Thema Alters­ar­mut zutage, dem lei­der von vie­len jun­gen Men­schen zu wenig Beach­tung geschenkt wird“, so Bartalszky.

Mög­lichst früh­zei­ti­ger Ein­stieg in die pri­vate Vorsorge
Als rele­vante Lebens­ziele wer­den genannt : Finan­zi­elle Absi­che­rung im Alter (55 Pro­zent), ein siche­rer Arbeits­platz (54), genü­gend Frei­zeit zu haben (53), Gut zu ver­die­nen (48), zu rei­sen (44), Kin­der bekommen/​eine Fami­lie grün­den (39) oder im Wohl­stand leben (33 Pro­zent). Gefragt nach bereits genutz­ten Vor­sor­ge­instru­men­ten wer­den die Anlage-Klas­si­ker genannt wie Spar­buch (56), die Lebens­ver­si­che­rung (41) und das Bau­spa­ren (36 Pro­zent). Es fol­gen Fonds­spar­pläne, Wert­pa­piere, Gold und Immobilien. 

Die Umfrage ergab zudem, dass ein mög­lichst früh­zei­ti­ger Ein­stieg in die pri­vate Vor­sorge wich­tig ist : Sechs von zehn Befragte sehen einen Start der Vor­sor­ge­über­le­gun­gen spä­tes­tens mit dem ers­ten Job als rich­tig und wich­tig an. „Sich früh­zei­tig mit dem Thema Finan­zen und Vor­sorge aus­ein­an­der­zu­set­zen, ist eine wich­tige Inves­ti­tion in die Zukunft. Eine gute Finanz­bil­dung gibt Men­schen die Frei­heit, ihr Leben nach eige­nen Bedin­gun­gen zu leben und frei zu gestal­ten. Finan­zi­elle Unab­hän­gig­keit fühlt sich für jeden gut an“, unter­streicht Gerda Holz­in­ger-Burg­stal­ler, Vor­stands­vor­sit­zende der Erste Bank Oesterreich.

Autor: red/mich
12.01.2024

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