
Wachstumspotenziale in angespannter Wirtschaftslage
In einer globalen Studie bezeichnen 89 Prozent der 2.400 befragten Konsumgüter-Betriebe KI als wettbewerbsentscheidend. Im globalen Markt erwarten sie noch weiter zunehmende Instabilität.
2025 erweist sich als eines der herausforderndsten Jahre für die Konsumgüterindustrie, deren Führungskräfte mit gemischten Erwartungen in die Zukunft blicken. Der neue Consumer Goods Industry Report des CRM-Anbieters Salesforce zeigt, dass eine angespannte Weltwirtschaftslage, sinkende Erträge, komplexere Marktwege und schwindende Kundentreue zu den größten Herausforderungen zählen. 57 Prozent der befragten internationalen Unternehmen erwarten im nächsten Jahr zunehmende Instabilität im globalen Geschäft.
Das Thema KI gewinnt weiter an Bedeutung
Um trotz der schwierigen Situation Wachstumspotenziale zu erschließen, setzen Führungskräfte verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI). Das unterstreicht der aktuelle Report ebenso. Im Zentrum der Studie stand die Frage, wie sich wirtschaftliche Trends, Branchendynamiken, Konsumverhalten und KI auf die Strategien für profitables Wachstum auswirken.
Veränderungen in der Wirtschaftspolitik, wie die Einführung oder Ausweitung von Zöllen, gehören zu den größten Herausforderungen der Branche. 98 Prozent der Führungskräfte weltweit geben an, in gewissem Maße davon betroffen zu sein, mit Auswirkungen auf Beschaffung, Betrieb und Margen.
Wachstum, Effizienz und Innovation
Die befragten Entscheider:innen sehen im Einsatz von KI das größte Potenzial für profitables Wachstum. Gleichzeitig zählt die Anpassung an KI zu den größten Herausforderungen. Über das Umsatzwachstum hinaus erwarten die Befragten, dass KI-Agenten auch bei kreativen Aufgaben helfen werden, von der Erstellung und Optimierung von Verkaufsförderungsmaßnahmen bis hin zur Entwicklung neuer Produkte.
Für Promotions im Handel geben Konsumgüterunternehmen am meisten aus, allerdings erzielen nur 46 Prozent einen positiven ROI. Obwohl diese Vertriebsaktionen im Wettbewerb am Point of Sale und für die Umsatzsteigerung nach wie vor entscheidend sind, zeigen ihre hohen Kosten und schwankenden Erträge, dass klassische Ansätze an ihre Grenzen stoßen. Künftig könnten neuere Ansätze, wie KI- und datengesteuerte, personalisierte Angebote stärker in den Fokus rücken.
Kundenbindung im Wandel
Doch auch in der Beziehung zu den Kund:innen gibt es Nachholbedarf : Mehr als die Hälfte der Befragten finden es zunehmend schwierig, die Kundenbindung aufrechtzuerhalten, weltweit haben drei von vier Kund:innen im letzten Jahr zu einer anderen Marke gewechselt. Daran schließt an, dass 70 Prozent der Befragten so viel wie nie zuvor in personalisierte Angebote investieren. Besonders stark steigen die Marketingausgaben in den Bereichen soziale Medien, digitale Werbung und Händler-Plattformen. Das inkludiert Websites, Apps und Stores.
Die Ergebnisse zeigen : Unternehmen im Konsumgüterbereich stehen vor der doppelten Herausforderung, neue Wachstumschancen mit KI zu erschließen und gleichzeitig mit steigendem Wettbewerb und hohen Kosten für Kundengewinnung umzugehen. Erfolgreich sind diejenigen, die digitale Erlebnisse schaffen, Personalisierung vorantreiben und KI nicht nur als Technologie, sondern als strategischen Wachstumstreiber verstehen. Für den Report haben Angaben zufolge weltweit 2.400 Führungskräfte aus der Konsumgüterbranche ihre Erfahrungen und Einschätzungen geteilt. (red/cc)