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Wal­dorf­schü­ler bei Natur­wis­sen­schaf­ten und Lesen besser

Schü­ler der Wal­dorf­schu­len zeig­ten in PISA-Stu­dien spe­zi­fi­sche Stär­ken und Schwächen.

Die öster­rei­chi­schen Wal­dorf­schü­ler schnei­den bei der PISA-Stu­die 2015 in Natur­wis­sen­schaf­ten und Lesen signi­fi­kant bes­ser ab als andere 15- bzw. 16-Jäh­rige, in Mathe­ma­tik sind ihre Ergeb­nisse hin­ge­gen schlech­ter. Das zeigt eine Son­der­aus­wer­tung durch das Bil­dungs­for­schungs­in­sti­tut (Bifie). Für die Ana­lyse wur­den in einer Voll­erhe­bung die Ergeb­nisse von 149 Schü­lern der bun­des­weit zehn Wal­dorf­schu­len mit dem Öster­reich-Schnitt ver­gli­chen. Die unter­suchte Gruppe ist dabei spe­zi­ell: Wal­dorf­schü­ler sind deut­lich öfter Aka­de­mi­ker­kin­der, ihre Eltern haben außer­dem einen deut­lich höhe­ren beruf­li­chen Status.

Kom­pak­ter
Die Ergeb­nisse der Son­der­aus­wer­tung im Detail: In den Natur­wis­sen­schaf­ten, dem Schwer­punkt­thema von PISA 2015, lie­gen die Kom­pe­ten­zen der Wal­dorf­schü­ler um sie­ben Punkte über dem Öster­reich-Schnitt. In Lesen haben sie acht Punkte Vor­sprung, in Mathe­ma­tik lie­gen sie hin­ge­gen acht Punkte zurück. Dass die Wal­dorf­schü­ler trotz der vie­len Aka­de­mi­ker­kin­der nicht noch bes­ser abschnei­den, liegt laut Ange­lika Lüt­gen­horst vom Wal­dorf­bund an der spe­zi­el­len Aus­rich­tung der Schulen.
An den Wal­dorf­schu­len gibt es sowohl weni­ger Risiko- als auch Spit­zen­schü­ler: Im Öster­reich-Schnitt kön­nen 31 Pro­zent in allen drei Berei­chen (Lesen, Mathe­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten) nicht ein­mal die ein­fachs­ten Auf­ga­ben lösen, an den Wal­dorf­schu­len sind es 23 Pro­zent. Gleich­zei­tig lie­fern öster­reich­weit 15 Pro­zent beson­ders gute Ergeb­nisse in allen drei Kate­go­rien, unter Wal­dorf­schü­lern sind es nur acht. Für Lüt­ken­horst ist es erfreu­lich, dass die Wal­dorf­schü­ler wie schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in Natur­wis­sen­schaf­ten und Lesen bes­sere Ergeb­nisse errei­chen konn­ten als im Öster­reich-Schnitt. In Mathe­ma­tik, wo die Resul­tate seit 2006 schlech­ter aus­fal­len als im Öster­reich-Schnitt, sieht sie „Refle­xi­ons­be­darf“.

Autor: APA-Science/red/stem
28.04.2017

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