
Was Mittelständler brauchen
Expertenkommentar Helmut Hochberger, b1 consulting gmbh.
Mittelständische Unternehmen funktionieren bezüglich der Kerngeschäftsprozesse wie große Unternehmen. Zur Realisierung stehen aber weniger Ressourcen und im Verhältnis deutlich geringere Mittel zur Verfügung. Für ERP-Einführungen hat das Konsequenzen, die sich am Beispiel von SAP bei BG-Graspointner klar ableiten lassen.
Vergleicht man Betriebe verschiedener Größenordnung die den gleichen Branchenfocus haben, so sind die entscheidenden Geschäftsprozesse vergleichbar. Wenn es um die Realisierung geht, sind gerade für österreichische Mittelständler die Ressourcen überschaubar :
Die IT ist meist klein oder ausgelagert, das Controlling oft nur mit einer Person besetzt und die Möglichkeit, Keyuser neben dem Tagesgeschäft für Projektarbeit zu aktivieren stark beschränkt. In diesem Umfeld lassen sich folgende Gesetzmäßigkeiten ableiten :
1. Klare Analyse der erfolgskritischen Faktoren – diesen gilt die volle Aufmerksamkeit und sie rechtfertigen Customizing. Alle anderen Prozesse sind unterstützend und in einem entsprechend komfortablen und bewährten Standard abzubilden.
2. Zentralisieren. Für Unternehmen mit Tochterbetrieben vital : Infrastruktur aber vor allem Prozess-Knowhow zentral bündeln. Das spart nicht nur Geld sondern ist die Grundlage für aussagekräftiges Benchmarking und effizientes Controlling. Natürlich muss das die Software auch leisten – Mehrsprachigkeit und eine breite Unterstützung von Rechtssystemen ist die Basis.
3. Auf moderne Technologie achten : Gerade neue Entwicklungen wie Virtualisierung, Mobilität, Integration in die Office-Welt und fortgeschrittene Reporting-Möglichkeiten sparen Ressourcen und damit Geld.
Zur Person :
Helmut Hochberger, 48, ist Geschäftsführer der b1 consulting gmbh, einem SAP-Partner.