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Donnerstag, 11.12.2025 | 15:58

Weißt du, wie viel Stern­lein stehen

Die Ver­ein­ten Natio­nen haben 2009 zum Inter­na­tio­na­len Jahr der Astro­no­mie erklärt – und Öster­reich fei­ert mit.

„Das Welt­all, unend­li­che Wei­ten …“ – Hand aufs Herz, wem von uns fällt da nicht spon­tan der Ein­gangs­mo­no­log von Raum­schiff Enter­prise ein, wenn es darum geht, sei­nen ganz per­sön­li­chen Zugang zur Astro­no­mie zu skizzieren.
Damit sich das ändert, hat die Voll­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen am 20. Dezem­ber 2007 beschlos­sen, das Jahr 2009 offi­zi­ell zum „Inter­na­tio­nal Year of Astro­nomy“ (IYA 2009) zu erklä­ren. Initi­iert wurde der pla­ne­ten- und ster­nen­rei­che Event von der Inter­na­tio­nal Astro­no­mical Union (IAU) und der Unesco – und zwar in Erin­ne­rung daran, dass Gali­leo Gali­lei 400 Jahre zuvor sein ers­tes astro­no­mi­sches Tele­skop gen Him­mel rich­tete und sich ihm damit neue Hori­zonte eröff­ne­ten (die ihn in wei­te­rer Folge fast das Leben gekos­tet hätten).
In der Zwi­schen­zeit hat die Tech­nik das Ihre dazu geleis­tet, und wir sind in der Lage, das Uni­ver­sum suk­zes­sive zu erschließen. 

Astro­no­mie popularisieren
Dass die Welt über unse­ren Köp­fen nach wie vor nichts an Fas­zi­na­tion ver­lo­ren hat, doku­men­tie­ren anschau­lich die Bestre­bun­gen sämt­li­cher Staa­ten rund um den Glo­bus, ihren Bei­trag zur Erfor­schung des „Him­mels“ zu leisten.
Tho­mas Posch vom Insti­tut für Astro­no­mie der Uni­ver­si­tät Wien ist einer der Pro­jekt­ko­or­di­na­to­ren für das Öster­reich-Pro­gramm zum IYA 2009. Für ihn ist die Inten­tion hin­ter dem Inter­na­tio­na­len Astro­no­mie­jahr ganz ein­deu­tig : „2009 haben wir die ein­ma­lige Chance, die Astro­no­mie dort­hin zu brin­gen, wo sie jetzt noch nicht ist, näm­lich ins Bewusst­sein der Men­schen. Wir haben hier in Öster­reich ein ganz her­vor­ra­gen­des und vor allem dich­tes Netz an Stern­war­ten und ande­ren astro­no­mi­schen Volks­bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Damit diese aber grei­fen kön­nen, müs­sen die Leute auch hin­kom­men. Der Fokus des Jah­res 2009 ruht des­halb ganz ein­deu­tig auf der Popu­la­ri­sie­rung der Astro­no­mie. Wir wol­len diese wis­sen­schaft­li­che Dis­zi­plin mehr, als das bis­her der Fall ist, in der Bevöl­ke­rung ver­an­kern. Die Men­schen sol­len nach­her sagen : Aha ! Das ist also auch Astro­no­mie. Es gibt zig Bezüge der Astro­no­mie zu ande­ren, nicht nur wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen – zum Bei­spiel zur Lite­ra­tur oder zur Musik. Es gibt aktu­elle Bezüge zum Natur­schutz, denn schließ­lich hat ein dunk­ler Nacht­him­mel ja auch was mit Vogel­schutz zu tun.“

Brei­tes Rahmenprogramm
Ent­spre­chend viel­fäl­tig ist auch das Pro­gramm zum uni­ver­sa­len Ster­nen­fest in Öster-reich. So etwa wird mit der Urauf­füh­rung des Dra­mo­letts Kep­ler, Gali­lei und das Tele­skop eröff­net. Zeit­gleich wird ein funk­ti­ons-tüch­ti­ger Nau­bau des ers­ten gali­lei­schen Fern – roh-rs der inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit prä­sen­tiert. Eine Podi­ums­dis­kus­sion zum Thema „Wie hat das Tele­skop unser Welt­bild ver­än­dert?“ und ein Vor­trag über die ESO, also die Euro-päi­sche Orga­ni­sa­tion für astro­no­mi­sche For­schung in der süd­li­chen Hemi­sphäre, zu deren Mit­glie­dern Öster­reich seit dem 1. Juli die­ses Jah­res offi­zi­ell zählt, kom­plet­tie­ren den Rei­gen der Start­ver­an­stal­tung am 20. Jän­ner 2009.
Anfang April 2009 öff­nen schließ­lich Öster­reichs astro­no­mi­sche Ein­rich­tun­gen im Rah­men der welt­weit abge­hal­te­nen „100 Stun­den der Astro­no­mie“ ihre Pfor­ten. Zusätz­lich fin­den auf Ein­kaufs­stra­ßen und öffent­li­chen Plät­zen Tele­skop-Vor­füh­run­gen statt.

Autor:
01.01.2009

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