Zum Inhalt
© Pixabay_wal_172619_TUWien_0112

Weit­aus weni­ger Ener­gie­be­darf für CO2-Reduktion

Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt. 

Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der Atmo­sphäre – und das mit rekord­ver­däch­tig nied­ri­gem Ener­gie­be­darf von 2000 Kilo­watt­stun­den pro Tonne. Die neu ent­wi­ckelte Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 (APU1) wurde letz­ten Som­mer in Betrieb genom­men und nun suk­zes­sive wei­ter­ent­wi­ckelt. Gestar­tet und finan­ziert wurde das Pro­jekt vom US-ame­ri­ka­ni­schen Inves­tor Peter Relan, Grün­der und Prä­si­dent der Dharma Karma Foundation.

Kom­pak­tes Modul für fle­xi­ble Einsatzmöglichkeiten

Die TU Wien hat den Pro­zess und die ers­ten Pro­to­ty­pen ent­wi­ckelt und ihr Know How sowie ihre Test­ergeb­nisse im Labor­maß­stab für die aktu­elle Anlage zur Ver­fü­gung gestellt. Das US-ame­ri­ka­ni­sche Startup DAClab und das öster­rei­chi­sche Startup DAC­worx nüt­zen nun die­ses Wis­sen, um die Aus­trian Pilot Unit 1 (APU1) für Direct Air Cap­ture zu ent­wi­ckeln und zu bauen. Gemein­sam mit Mit­ar­bei­tern der TU Wien wurde die Pilot­an­lage nun kürz­lich in Betrieb genom­men.

An sich ist die Idee, kli­ma­schäd­li­ches CO2 aus der Umge­bungs­luft zu fil­tern, nicht neu. Aber die­ser tech­no­lo­gisch neue Ansatz fokus­siert auf der Mini­mie­rung des Strom­be­darfs der Anlage und so ent­stand ein kom­pak­tes Modul für fle­xi­ble Ein­satz­mög­lich­kei­ten. Ein­zelne Ein­hei­ten kön­nen etwa von klei­ne­ren Fir­men oder pri­va­ten Initia­ti­ven genutzt wer­den, grö­ßere Unter­neh­men könn­ten aus vie­len Modu­len eine Groß­an­lage zusam­men­stel­len. Als nächs­tes soll nun eine 1.000-Tonnen-Anlage fol­gen, um Module für einen kom­mer­zi­el­len Maß­stab zu ent­wi­ckeln. (red/​rucz)

Autor: red/rucz
01.12.2025

Weitere aktuelle Artikel

Die The­men Gehirn und Gesund­heit und künst­li­che Intel­li­genz. Med Uni Inns­bruck ver­an­stal­tet vom 16. bis 20. März die dies­jäh­rige „Die Woche des Gehirns“. Ein Fokus gilt Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­den von mensch­li­cher und künst­li­cher Intelligenz. Men­schen ver­trauen ihre Gefühle einer Maschine an. Künst­li­che Intel­li­genz (KI) nähert sich immer mehr der mensch­li­chen Intel­li­genz – oder hat diese […]
Die Erwerbs­ver­läufe von Müt­tern und Vätern nach der Geburt. Die Rolle der Qua­li­fi­ka­tion und die Bedeu­tung des Geschlechts. Eine neue Stu­die der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten beleuch­tet das Thema Eltern­ka­renz auf meh­re­ren Ebenen. Beruf­li­che Karie­ren nach der Geburt des ers­ten Kin­des. Unter­schied­li­che Erwerbs­ver­läufe bei Vätern und Müt­tern nach der Geburt von Kin­dern und das Aus­bil­dungs­ni­veau […]
Ein QR-Code auf einer Flä­che von knapp zwei Qua­drat­mi­kro­me­ter. Mit dem kleins­ten jemals pro­du­zier­ten QR-Code schaf­fen es TU Wien und Part­ner Cera­byte in Guin­ness-Buch der Rekorde. Die Ent­wick­lung soll lang­fris­tige und ener­gie­arme Spei­che­run­gen von Daten ermöglichen. Klein kann groß bedeu­ten. Ein For­schungs­team der TU Wien hat gemein­sam mit dem Spei­cher­tech­no­lo­gie-Unter­neh­men Cera­byte einen etwa von Ver­pa­ckun­gen […]
Digi­tal Phe­no­ty­p­ing oder das unge­nutzte Poten­zial digi­ta­ler Tech­no­lo­gien bei Schi­zo­phre­nie und ande­ren Krank­hei­ten. For­scher der Med Uni Inns­bruck zei­gen Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Smart­phones und Weara­bles mit ver­gleichs­weise weit­aus stim­mi­ge­ren Ergeb­nis­sen bei Vor­her­sage und Diagnostik. In der moder­nen Psych­ia­trie ist die Dia­gnose und Behand­lung von Schi­zo­phre­nie-Spek­trum-Stö­run­gen (SSD) mit gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Dia­gno­sen basie­ren oft auf sub­jek­ti­ven und […]
Men­schen hadern seit jeher mit der Ver­gäng­lich­keit des oder zumin­dest eines Lebens. Frü­her wurde der Jung­brun­nen gesucht, heute inves­tie­ren Mil­li­ar­däre in die Kon­trolle des Alterns und Auto­kra­ten las­sen medi­zi­ni­sche Wun­der­mit­tel erpro­ben. Eine His­to­ri­ke­rin der ÖAW ord­net nun die Sehn­sucht nach der Ver­län­ge­rung des irdi­schen Daseins ein.  Das soge­nannte Lon­ge­vity ist schon län­ger eine Art Trend. […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram