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© pexels/karolina grabowska

Wei­tere Zins­er­hö­hun­gen der EZB wahrscheinlich

Exper­ten vom Münch­ner ifo-Insti­tut erwar­ten wei­tere Zins­er­hö­hun­gen der EZB als Mit­tel gegen eine Ver­fes­ti­gung der hohen Infla­tion. Beim Wert kann auch ein Satz von vier Pro­zent erreicht werden.

Das ifo Insti­tut rech­net in den kom­men­den Mona­ten mit wei­te­ren Zins­er­hö­hun­gen der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB). „Die Infla­tion ist im Laufe des Jah­res 2022 von Ener­gie und Nah­rungs­mit­teln auf viele andere Pro­dukte über­ge­sprun­gen und hat damit an Breite gewon­nen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Infla­tion ver­fes­tigt, was den Hand­lungs­druck für die EZB erhöht“, sagt Sascha Möhrle, Experte für das Thema Infla­tion beim Münch­ner ifo-Institut.

74 von 109 Waren und Dienst­leis­tun­gen zei­gen Teue­rungs­rate von über vier Prozent
Im letz­ten Quar­tal des Jah­res 2022 zeig­ten 74 von 109 Waren und Dienst­leis­tun­gen, die in den deut­schen Ver­brau­cher­preis­in­dex ein­flie­ßen, eine Teue­rungs­rate von mehr als 4 Pro­zent. Die Preise für 28 Waren und Dienst­leis­tun­gen sind sogar um mehr als 10 Pro­zent gestie­gen. „Neben Ener­gie und Nah­rungs­mit­teln ver­teu­er­ten sich unter ande­rem Flug­ti­ckets (15 Pro­zent), Schreib­wa­ren (13), PKWs (9) und Pau­schal­rei­sen (9 Pro­zent) beson­ders stark“, so Möhrle.

Kern­in­fla­ti­ons­rate von 4,9 Pro­zent ver­sus EZB-Ziel­marke von 2,0 Prozent
Über das Jahr 2023 erwar­tet das ifo Insti­tut eine Ver­lang­sa­mung des Preis­an­stiegs. „Jedoch dürfte der Anstieg der Ver­brau­cher­preise ohne Ener­gie und Nah­rungs­mit­tel, die soge­nannte Kern­in­fla­ti­ons­rate, in Deutsch­land bei 4,9 Pro­zent und damit weit über der EZB-Ziel­marke von 2,0 Pro­zent blei­ben“ erläu­tert der ifo-Experte. „Da sich im übri­gen Euro-Wäh­rungs­ge­biet eine ähn­li­che Ent­wick­lung abzeich­net, wird die EZB wohl wei­ter an der Zins­schraube dre­hen. Wir gehen davon aus, dass die Zin­sen bis zum Som­mer auf 4 Pro­zent stei­gen wer­den“, skiz­ziert Sascha Möhrle vom ifo-Institut.

Autor: red/cc
14.02.2023

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