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Wenig Inter­esse an Wirt­schaft und Finanzen

Das Inter­esse an Wirt­schaft ist bei Män­nern aus­ge­präg­ter als bei Frauen. Vier von zehn Frauen inter­es­sie­ren sich nicht für die­ses Thema und drei von zehn Män­nern. Beim Geld set­zen die Öster­rei­cher nach wie vor auf Sicher­heit und gerin­gen Ertrag, so eine Stu­die im Auf­trag von Erste Bank und Sparkassen. 

58 Pro­zent der Frauen beschäf­ti­gen sich mit Wirt­schaft, 42 Pro­zent inter­es­sie­ren sich nicht dafür. Bei Män­nern sind es 33 Pro­zent, die sich weder für wirt­schaft­li­che Zusam­men­hänge noch Ent­wick­lun­gen begeis­tern kön­nen. Die­ser Unter­schied setzt sich auch beim Thema Finan­zen fort, wobei hier der Wert bei bei­den Geschlech­tern wei­ter sinkt.

Finanz­bil­dung ist im eige­nen Inter­esse unverzichtbar
„Finanz­bil­dung ist unver­zicht­bar, um seine Geld­an­ge­le­gen­hei­ten effek­tiv und aktiv zu mana­gen. Fun­dier­tes Wis­sen über finan­zi­elle und wirt­schaft­li­che Zusam­men­hänge gibt die Sicher­heit, die rich­ti­gen finan­zi­el­len Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und sein Ver­mö­gen auf­zu­bauen“, sagt Tho­mas Schauf­ler, Pri­vat­kun­den­vor­stand der Erste Bank.
Die Ver­mitt­lung von finan­zi­el­ler Bil­dung und die För­de­rung von finan­zi­el­ler Eigen­ver­ant­wor­tung neh­men Erste Bank und Spar­kas­sen unter ande­rem mit dem Erste Finan­cial Life Park (FLiP) wahr. Seit der Eröff­nung vor zwei­ein­halb Jah­ren wird diese Bil­dungs­ein­rich­tung förm­lich über­rannt : bereits 34.000 Besu­che­rIn­nen nah­men an knapp 1.900 Tou­ren teil.

Män­ner inves­tie­ren dop­pelt so oft in Fonds als Frauen
Grund­sätz­lich setzt die hei­mi­sche Bevöl­ke­rung auf sicher­heits­ori­en­tierte Spar- und Anla­ge­for­men. 85 Pro­zent der Frauen schät­zen sich bei der Geld­an­lage als sicher­heits­ori­en­tiert ein, bei den Män­nern sind es 75 Pro­zent. Die­ses kon­ser­va­tive Anla­ge­ver­hal­ten spie­gelt sich auch in den bevor­zug­ten Spar- und Anla­ge­for­men. Laut Umfrage ist das Spar­buch nach wie vor am belieb­tes­ten. 75 Pro­zent der Frauen und ebenso 75 Pro­zent der Män­ner besit­zen ein solches.
„Wer aller­dings im Nied­rig­zins­um­feld nur aufs Spar­buch setzt, ver­liert Geld. Bei einer Infla­tion von unter zwei Pro­zent und einem Leit­zins von Null ist der Kauf­kraft­ver­lust ganz offen­sicht­lich. Wert­pa­piere sind unver­zicht­bar, um Ver­mö­gen auf­zu­bauen. Der Kapi­tal­markt ist ein wich­ti­ges Instru­ment der Ver­mö­gens­ver­wal­tung“, so Schauf­ler weiter.
„Bei Wert­pa­pie­ren wird die Kluft aber deut­lich. Män­ner haben laut der aktu­el­len Umfrage dop­pelt so oft Fonds und drei­mal so häu­fig Ein­zel­ti­tel in ihrem Port­fo­lio als Frauen“, so Karin Kied­ler, Lei­te­rin der Markt­for­schung in der Erste Bank Oes­ter­reich. Außer beim Fonds­spa­ren ist der Abstand klei­ner — 21 Pro­zent der Män­ner und 14 Pro­zent der Frauen inves­tie­ren in diese monat­li­che Anlageform. 

Wert­pa­pier­an­la­gen auch mit klei­nen Summen
Stark prä­sent ist nach wie vor das Vor­ur­teil, dass nur mit gro­ßen Sum­men in Wert­pa­piere ver­an­lagt wer­den kann. Die­ser Irr­glaube ist vor allem bei Frauen stär­ker aus­ge­prägt als bei Män­nern (45 Pro­zent vs. 31 Pro­zent). „Fonds­spa­ren geht aber schon mit 50 Euro im Monat los“, so Schauf­ler. Erste Bank und Spar­kas­sen bie­ten hier ver­schie­dene neue Pro­dukte an, die „das Thema Fonds­spa­ren auch für Neu­ein­stei­ger ein­fach und ver­ständ­lich machen“, betont Schaufler.
Die aktu­elle Umfrage zeigt zudem, dass es bei Män­nern und Frauen unter­schied­li­che Zuord­nun­gen zum Begriff Wert­pa­piere gibt. Beide Geschlech­ter den­ken an das Risiko, bei Män­nern ist es jedoch posi­ti­ver besetzt im Kon­text Ertrag und Chance. Nur 17 Pro­zent der Frauen (Män­ner 35 Pro­zent) beschäf­ti­gen sich gerne mit Aktien oder Anlei­hen, weil sie diese span­nend fin­den. Die Mehr­heit der Frauen denkt, dass Wert­pa­piere viel Wis­sen und Zeit benö­ti­gen, die sie nicht inves­tie­ren möch­ten. „Zeit in sein Geld­le­ben zu inves­tie­ren, ist aber keine ver­lo­rene Zeit. Es wäre gut hier rasch umzu­den­ken, und das Beste aus sei­nen Finan­zen her­aus zu holen“, resü­miert Schaufler. 

hello world!
Autor: red/czaak
12.03.2019

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