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Weni­ger Ballast

Ersatz­teile aus dem Repli­ka­tor wür­den die Logis­tik einer Raum­fahrt erheb­lich ver­ein­fa­chen – in Wie­ner Neu­stadt arbei­tet man daran.

Ein Wie­ner Neu­städ­ter Unter­neh­men hat sich dar­auf spe­zia­li­siert, die Welt­raum­taug­lich­keit von Com­po­sit-Werk­stof­fen aus dem 3D-Dru­cker zu prü­fen. Die Aero­space & Advan­ced Com­po­si­tes GmbH (AAC) ist der ein­zige gewerb­li­che Dienst­leis­ter für Prüf­tech­nik sowie für For­schung und Ent­wick­lung im Bereich Com­po­sit-Werk­stoffe in Öster­reich. Der­zeit liegt ein Prüf­schwer­punkt auf Tei­len aus dem 3D-Drucker.
„Gerade in der Raum­fahrt könn­ten 3D-Dru­cker künf­tig benö­tigte Ersatz­teile lie­fern und so den Repli­ka­tor des Raum­schiffs Enter­prise Wirk­lich­keit wer­den las­sen“, erklärt Geschäfts­füh­rer Nor­bert Gams­jä­ger. „So könnte man auf Mond- und Mars­sta­tio­nen aus dem Mate­rial der Umge­bung Werk­stoffe und Kom­po­nen­ten selbst erzeu­gen. Bei einem län­ge­ren Raum­flug müsste man weni­ger Ersatz­teile mit­neh­men, weil man sie ja sel­ber pro­du­zie­ren könnte, und das ver­rin­gert das Lade­ge­wicht beim Start der Rakete.“

Dru­cken und Prüfen
Hier arbei­tet man inten­siv mit der FOTEC For­schungs- und Tech­no­lo­gie­trans­fer GmbH zusam­men, die eben­falls in Wie­ner Neu­stadt behei­ma­tet ist. Die FOTEC dru­cke und die AAC prüfe. Neben der Werk­stoff­prü­fung ent­wi­ckelt die AAC Pro­dukte für die Raum­fahrt. Die geprüf­ten und ent­wi­ckel­ten Mate­ria­lien könn­ten laut Gans­jä­ger aber auch auf der Erde ein­ge­setzt werden.
Die Prü­fungs­auf­träge kom­men zu 75 Pro­zent aus Europa und zu 25 Pro­zent aus Öster­reich. Kun­den von AAC sind unter ande­rem die Dia­mond Air­craft und die F. List GmbH. Mit 25 Mit­ar­bei­tern erwirt­schaf­tet die AAC einen durch­schnitt­li­chen Jah­res­um­satz von drei Mil­lio­nen Euro. Der­zeit ist man noch auf der Suche nach Mitarbeitern.

Autor: NOe-Wirtschaftspressedient/red/stem
31.05.2016

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