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Wenn aus regu­la­ti­ver Not eine betrieb­li­che Tugend wird.

Digi­tal-Platt­for­men. Fintechs unter­stüt­zen klas­si­sche Finanz­dienst­leis­ter und Han­dels­be­triebe bei digi­ta­ler Transformation. 

Seit 14. März müs­sen in Ban­ken Test­um­ge­bun­gen zur neuen „Pay­ment Ser­vice Direk­tive“ (PSD2) bestehen, wo Dritt­an­bie­tern der Zugriff auf Kon­to­da­ten der Bank­kun­den ermög­licht wird. Etwa Mak­lern, die Anla­ge­for­men und Kre­dite ver­schie­de­ner Ban­ken ver­glei­chen und Geld­trans­fers über­neh­men oder Ver­si­che­run­gen, die nach dem Kauf von Sport­ge­rä­ten eine Unfall­ver­si­che­rung anbieten. 

Neue Chan­cen
Der Zugang pas­siert über die Haus­bank und nur nach aus­drück­li­cher Erlaub­nis für den ange­frag­ten Zweck. Was nun nach gro­ßer Kon­kur­renz für tra­di­tio­nelle Finanz­dienst­lei­ter aus­sieht, könnte auch neue Chan­cen bedeu­ten. Ein Bezahl-Fin­tech inte­griert diese stan­dar­di­sierte Schnitt­stelle in seine App und bie­tet neue Dienste, die wie­derum den Kun­den­ser­vice der eigent­li­chen Haus­bank erweitert. 

Hier setzt auch das Fin­tech NDGIT an, über deren stan­dar­di­sierte Open Ban­king Platt­form etwa die Banco BNI Europe, die deut­sche NORD/LB oder die öster­rei­chi­sche BAWAG-Gruppe die PSD2-Richt­line umsetzt und zudem wei­tere externe Anbote inte­griert und steu­ert (eco­nomy bereichtete). 

„Die Ban­ken-IT ver­bin­det sich zuneh­mend mit den Wert­schöp­fungs­ket­ten der Kun­den. Die NDGIT-Platt­form ermög­licht es die Pro­zesse unse­rer Kun­den bedarfs­ge­recht mit wei­te­ren Ser­vices zu ver­sor­gen“, so Ste­phan Til­lack, IT-Lei­ter bei der NORD/LB.

Aus einer Hand
Wirk­lich dis­rup­tiv wird diese Ent­wick­lung, wenn Kon­su­men­ten ein­zelne Dienste in soge­nann­ten Multi-Ban­king-Apps bün­deln. Über der­ar­tige Anwen­dun­gen kön­nen sie zen­tral ver­schie­denste Finanz­ge­schäfte steu­ern und zudem dann auch gleich Frei­zeit- und Shop­ping­be­lange abwi­ckeln und bezahlen. 

Ein bekann­tes Bei­spiel sind die Apps Ali­pay und WeChat. „Hier sind keine Gren­zen mehr zwi­schen All­tags­be­lange, Unter­hal­tung oder Shop­ping und die ebenso ent­hal­tene Option ein aus­ge­wähl­tes Pro­dukt dann auch gleich über die App zu bezah­len, macht den Dienst auch für den Han­del inter­es­sant“, erläu­tert Roland Toch, Mana­ging Direc­tor CEE bei Wirecard.

Gän­gige Bezahl­for­men plus Social-Media Payment
Der inter­na­tio­nale Bezahl­dienst­leis­ter hat der­ar­tige Apps schon län­ger in sei­nen Mix aus gän­gi­gen Inter­net-Bezahl­for­men inte­griert und dazu gehö­ren auch Kre­dit­kar­ten, Sofort Über­wei­sung oder Pay­pal. „Inter­net-Händ­ler kön­nen alle diese Bezahl­ar­ten über eine ebenso stan­dar­di­sierte Schnitt­stelle unkom­pli­ziert in ihren Shop imple­men­tie­ren“, unter­streicht Pay­ment-Experte Toch.

Das nüt­zen auch die bei­den Por­tale Rubi­n­art­de­sign und Rubin­chen. Diese Online-Shops set­zen auf hoch­wer­tige Capes und Stoff­bla­zer sowie auf mul­ti­funk­tio­nale Wäsche­tex­ti­lien für Babies. Alle Pro­dukte wer­den in Wien aus rei­ner Bio-Baum­wolle per Hand gefer­tigt und sind größ­ten­teils personalisierbar. 

„Der Ver­trieb erfolgt aus­schließ­lich über den Online-Shop und mit Wire­card über­nimmt nur ein Ansprech­part­ner die pro­blem­lose Abwick­lung aller gän­gi­gen Zah­lungs­mit­tel“, so Rubina Etzelstor­fer, Namens­ge­be­rin und Eigen­tü­me­rin der Shops. 

Autor: red/czaak
01.10.2019

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