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© Pexels.com/Herbert Santos

Wenn Maschi­nen direkt zusammenarbeiten

Open Plat­form Com­mu­ni­ca­ti­ons Uni­fied Archi­tec­ture ist ein wich­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­koll für die Indus­trie 4.0. Das Soft­ware Comp­tence Cen­ter Hagen­berg und Engel Aus­tria ent­wi­ckeln nun neue Metho­den für einen her­stel­ler­un­ab­hän­gi­gen Daten­aus­tausch bei Maschinen.

Wie wer­den Maschi­nen­steue­rung mit ande­ren Sys­te­men oder ande­ren Maschi­nen ver­bun­den ? Wie inter­agiert eine Spritz­guss­ma­schine eines Her­stel­lers mit einem Robo­ter eines ande­ren ? Die soge­nannte Open Plat­form Com­mu­ni­ca­ti­ons Uni­fied Archi­tec­ture (OPC UA) ermög­licht die Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Maschi­nen, Gerä­ten und ande­ren Sys­te­men im indus­tri­el­len Bereich und das unab­hän­gig von Her­stel­ler, Sys­tem­lie­fe­rant, Pro­gram­mier­spra­che oder Betriebssystem. 

Ver­ständ­li­chere Informationsmodelle
Grund­lage der Kom­mu­ni­ka­tion sind eigene Infor­ma­ti­ons­mo­delle für die Daten- und Pro­zess­be­schrei­bun­gen, die je nach Kon­text, Bran­che und Sys­tem­ar­chi­tek­tur indi­vi­du­ell gestal­tet sind. Wie diese Kom­mu­ni­ka­tion erfol­gen soll, wird in Infor­ma­ti­ons­mo­del­len defi­niert, die aller­dings für Men­schen schwer les­bar sind. Um nun trotz­dem aus den Model­len leicht ver­ständ­li­che Doku­mente zu erstel­len, ent­wi­ckeln das Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg (SCCH) und das Unter­neh­men Engel Aus­tria das Doku­men­ta­ti­ons­werk­zeug NodeDoc. 

Kom­plexe Infor­ma­ti­ons­mo­delle wer­den übli­cher­weise im Team ent­wor­fen, sodann spe­zi­fi­ziert und mit spe­zi­el­len Model­lie­rungs­werk­zeu­gen erstellt. Häu­fig wer­den Infor­ma­ti­ons­mo­delle im Zuge des Engi­nee­rings auch auto­ma­tisch erzeugt. Als Datei gespei­chert liegt das Infor­ma­ti­ons­mo­dell in einem nor­mier­ten For­mat vor, ist jedoch für Anwen­der schwer les­bar und je nach Kom­ple­xi­tät auch schwer ver­ständ­lich. Um die­ses auch als Node­set bezeich­nete nor­mierte For­mat in eine ver­ständ­li­chere Form zu brin­gen, ent­wi­ckelt das SCCH gemein­sam mit Engel Aus­tria das Doku­men­ta­ti­ons­werk­zeug „Node­Doc“.

Über­grei­fende Kommunikationsprozesse
„Damit kön­nen wir voll­au­to­ma­ti­siert Doku­men­ta­tion aus Infor­ma­ti­ons­mo­del­len erzeu­gen, spa­ren Ent­wick­lern Zeit, die sie ansons­ten für die manu­elle Erstel­lung der Doku­men­ta­tion benö­ti­gen wür­den und kön­nen gleich­zei­tig Anwen­der und Exper­ten ohne Ent­wick­ler­kennt­nisse rasch und unkom­pli­ziert in Ent­schei­dun­gen ein­bin­den“, erläu­tert Bern­hard Dor­nin­ger, der das Pro­jekt am SCCH leitet. 

Bei Engel Aus­tria wird Nod­Doc bereits ein­ge­setzt. “Die auto­ma­tisch gene­rierte Doku­men­ta­tion ist sehr gut ver­ständ­lich, was das gemein­same Arbei­ten enorm erleich­tert. Was jetzt auto­ma­tisch geht, musste frü­her von Hand geschrie­ben bzw. gezeich­net wer­den“, sagt Albin Kern, Lei­ter Bereich Soft­ware­ent­wick­lung Visua­li­sie­rung bei Engel.

Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagenberg
Die Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg GmbH (SCCH) ist ein unab­hän­gi­ges For­schungs­zen­trum im Bereich Soft­ware in Öster­reich und zählt zu den Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten der Upper Aus­trian Rese­arch des Lan­des OÖ. Mit knapp 100 Mit­ar­bei­te­rIn­nen zählt das SCCH seit Grün­dung durch die Johan­nes Kep­ler Uni­ver­si­tät (JKU) im Jahr 1999 auf anwen­dungs­ori­en­tierte For­schung und Entwicklung.

Als nun­meh­ri­ges Comet K1-Kom­pe­tenz­zen­trum im Soft­ware­park Hagen­berg liegt der Fokus ver­stärkt auf Data & Soft­ware Sci­ence – und auf engen Koope­ra­tio­nen mit Part­nern aus der Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. Das Comet-Zen­trum Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg wird im Rah­men von Comet – Com­pe­tence Cen­ters for Excel­lent Tech­no­lo­gies durch das Bun­des­mi­nis­te­rium für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (BMVIT), das Bun­des­mi­nis­te­rium für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft (BMDW) und das Land Ober­ös­ter­reich gefördert. 

Autor: red/czaak
04.10.2021

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