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Wie groß ist mein Stress ?

Donau-Uni Krems ent­wi­ckelt in Koope­ra­tion mit deut­schen Uni­ver­si­tä­ten eine App um Stress zu erfas­sen. „Tra­ckY­our­Stress“ iden­ti­fi­ziert Stress-Aus­lö­ser und ermög­licht exakte Dokumentation.

Die Smart­phone-Appli­ka­tion „Tra­ckY­our­Stress“ ermög­licht Per­so­nen ihren Stress-Level im All­tag zu doku­men­tie­ren und das inklu­diert auch die Iden­ti­fi­ka­tion ver­schie­de­ner Aus­lö­ser und soge­nann­ter Fluk­tua­tio­nen von Stress. Im aktu­el­len Pro­jekt wurde zudem unter­sucht, ob die App selbst den Stress-Level ver­än­dert und hier zei­gen erste Ergeb­nisse, dass der Stress-Level wäh­rend der Nut­zung nicht ansteigt, außer bei Per­so­nen mit einer erhöh­ten Reak­ti­vi­tät bei Misserfolgen.

Grund­sätz­lich hängt indi­vi­du­el­ler Stress von der Ein­schät­zung der Rele­vanz und der poten­ti­el­len Gefahr der Situa­tion ab und ande­rer­seits von der indi­vi­du­el­len Ein­schät­zung der Hand­bar­keit. Wenn die Situa­tion rele­vant erscheint, aber die eigene Kapa­zi­tät unzu­rei­chend, um damit umge­hen zu kön­nen, ist Stress die Kon­se­quenz. Auf­grund Gene­tik, Erfah­run­gen, per­sön­li­cher Merk­male und wei­te­rer sozia­ler Fak­to­ren vari­ie­ren die Schwere sowie Inten­si­tät und Häu­fig­keit des Stress-Levels zwi­schen Indi­vi­duen. Wenn Stress dau­er­haft anhält, kann dies etwa das Risiko von men­ta­len oder soma­ti­schen Erkran­kun­gen erhöhen.

Die Zusam­men­hänge von Stress verstehen
Um die Aus­lö­ser von Stress bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen, ent­wi­ckel­ten nun Teresa O’Rourke und Tho­mas Probst vom Depart­ment für Psy­cho­the­ra­pie und Bio­psy­cho­so­ziale Gesund­heit an der Donau-Uni­ver­si­tät Krems in Koope­ra­tion mit deut­schen Uni­ver­si­tä­ten (Anm. etwa Ulm) eine spe­zi­elle Smart­phone-Appli­ka­tion. „Tra­ckY­our­Stress“ unter­sucht ins­be­son­dere die Fluk­tua­tion des Stress-Levels im All­tag. Per­so­nen kön­nen dabei anhand einer Skala ihren Stress-Level in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen angeben. 

Unter­sucht wurde auch ein mög­li­cher Stress-Level durch die Anwen­dung der Stress-App selbst und das scheint nur bei Per­so­nen mit erhöh­ter Reak­ti­vi­tät bei Miss­erfol­gen der Fall. „Durch die neue App kön­nen Per­so­nen leich­ter her­aus­fin­den, womit der Stress-Level zusam­men­hängt und das ist etwa auch für Unter­neh­men zur Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung psy­chi­scher Belas­tun­gen inter­es­sant“, so Tho­mas Probst, der die aktu­elle Stu­die lei­tet. „Die nächs­ten Stu­dien wer­den ‚Tra­ckY­our­Stress‘ mit bio­lo­gi­schen Stress­mar­kern wie Cor­ti­sol ver­bin­den“, so Probst. 

Autor: red/mich/cc
15.11.2019

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