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Wie­ner Neu­städ­ter Med­Aus­tron star­tet Krebsbehandlungen

Der Teil­chen­be­schleu­ni­ger Med­Aus­tron wurde zer­ti­fi­ziert und ist nun offi­zi­ell ein Medizinprodukt.

Mit dem Abschluss des Zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­rens hat Med­Aus­tron die letzte Hürde auf dem Weg zur Zulas­sung als Krebs­be­hand­lungs­zen­trum genom­men. Der Teil­chen­be­schleu­ni­ger gelte nun als geprüf­tes Medi­zin­pro­dukt und dürfe ab sofort für die Bestrah­lung von Pati­en­ten ein­ge­setzt wer­den, teilte Med­Aus­tron mit Sitz in Wie­ner Neu­stadt mit.
„Gemäß der Euro­päi­schen Medi­zin­pro­dukt­e­richt­li­nie 93/42/EWG wurde die Anlage einer umfas­sen­den Prü­fung unter­zo­gen, um sicher­zu­stel­len, dass sie den Gesund­heits- und Sicher­heits­an­for­de­run­gen genügt. Med­Aus­tron dürfe nun den Pati­en­ten­be­trieb auf­neh­men „und damit Men­schen mit spe­zi­el­len Tumo­ren Hoff­nung im Kampf gegen ihre heim­tü­cki­sche Krank­heit geben“, stellte Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Klaus Schnee­ber­ger fest.

Behand­lun­gen beginnen
Der erfolg­rei­che Abschluss des Zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­rens stelle „den letz­ten Schritt am Weg zu den Pati­en­ten­be­hand­lun­gen dar. Bereits seit Sep­tem­ber ist Med­Aus­tron offi­zi­ell ein Ambu­la­to­rium nach dem Kran­ken­an­stal­ten­ge­setz“. Mit dem posi­ti­ven CE-Bescheid sei die letzte Auf­lage erfüllt, um mit den Pro­to­nen­be­strah­lun­gen begin­nen zu kön­nen. Erste Pati­en­ten seien in den ver­gan­ge­nen Wochen bereits zur Kon­sul­ta­tion und Vor­be­rei­tung bei Med­Aus­tron gewe­sen und wür­den nun die Bestrah­lungs­zy­klen starten.
Zu Beginn erfolge die Behand­lung mit jenen Indi­ka­tio­nen, für die sich die Ionen­the­ra­pie bereits eta­bliert hat: Men­schen mit Hirn­tu­mo­ren, Tumo­ren an der Schä­del­ba­sis oder dem Rücken­mark sowie Tumore im Bereich des Beckens. Bis 2020 wird die schritt­weise Inbe­trieb­nahme der übri­gen Bestrah­lungs­räume und Teil­chen­ar­ten abge­schlos­sen sein. Gleich­zei­tig erhöht sich die Zahl der Pati­en­ten, die pro Jahr behan­delt wer­den kön­nen: 2017 wer­den es laut Med­Aus­tron etwa 150 sein, 2020 bereits 1.000.

Autor: APA-Science/red/stem
11.01.2017

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