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„Wir sind euro­pa­weit einer der füh­ren­den Kom­pe­tenz­trä­ger bei IT-Sicher­heit und Cybersecurity“

K‑Businesscom (KBC) ist nun Teil der deut­schen CAN­COM-Gruppe und unter­mau­ert die Posi­tio­nie­rung als inter­na­tio­na­ler IT-Dienst­leis­ter. Jochen Boren­ich, Vor­stand bei K‑Businesscom bis letz­ten August und Mem­ber of the Exe­cu­tive Board CAN­COM SE, erläu­tert die Per­spek­ti­ven zum Zusam­men­schluss und neue Trends in der Business-IT.

Was bedeu­tet die neue Fusion gene­rell und spe­zi­ell für KBC ?
Jochen Boren­ich : In unse­rer Bran­che ent­schei­den Ska­lie­rung und Größe und da hat ein bör­sen­no­tier­ter Kon­zern ein­fach bes­sere Markt­chan­cen. Mit der Fusion der CAN­COM-Gruppe als füh­ren­der IT-Anbie­ter in Deutsch­land set­zen wir unsere Wachs­tums­stra­te­gie im gesam­ten DACH-Raum noch dyna­mi­scher fort.

Was sind die wich­tigs­ten Geschäftsfelder ?
Netz­werk­tech­nik und Kom­mu­ni­ka­tion mit digi­ta­len Inno­va­tio­nen, Digi­tale Lösun­gen in den Berei­chen Pro­duk­tion und Indus­trie mit den Schwer­punk­ten IoT, Sen­so­rik, Daten und KI sowie ins­be­son­dere das Thema Sicher­heit aus ganz­heit­li­cher Sicht mit einem Fokus auf Cyber-Secu­rity und IT-Infrastructure. 

Die Cyber-Kri­mi­na­li­tät steigt rasant, gilt das dann auch für den Bedarf an Schutz ?
Wir gehö­ren euro­pa­weit zu den füh­ren­den Kom­pe­tenz­trä­gern in Sachen IT-Secu­rity und Abwehr von Cyber­an­grif­fen. KBC betreibt ein Secu­rity Ope­ra­tion Cen­ter in Wien sowie eines in Kla­gen­furt und in St. Gal­len (CH). CAN­COM ver­fügt auch über ein Secu­rity Ope­ra­tion Cen­ter in Deutsch­land. Das sind umfas­sende 247 Moni­to­ring-Zen­tra­len zur pro­ak­ti­ven Abwehr von Cyber­an­grif­fen. Die­ser Bereich ist eines der am stärks­ten wach­sen­den Geschäfts­fel­der der Unternehmensgruppe.

Kön­nen Sie uns hier Bei­spiele aus der betrieb­li­chen Pra­xis nennen ?
Allein in unse­rem SOC in Wien hat­ten wir 2022 unglaub­li­che 1,2 Bil­lio­nen Secu­rity-Events, die wir für unsere Kun­den erkannt und bei kri­ti­schen Atta­cken erfolg­reich abge­wehrt haben. Cyber­at­ta­cken erfol­gen mitt­ler­weile nicht nur gegen ein­zelne Fir­men, son­dern auch gegen Unter­neh­men bzw. Zulie­fe­rer in einer logis­ti­schen Produktionskette.

Die Behör­den reagie­ren mit der neuen NIS‑2 Richt­li­nie, wo erst­mals auch das Thema Lie­fer­ket­ten ent­hal­ten ist…
… Ja, die­ser Bereich ist auch beson­ders sen­si­bel, weil er oft­mals nur sehr unzu­rei­chend gegen Angriffe geschützt ist. Klar ist : wenn die Pro­duk­tion einer Firma aus­fällt und es zu einer Betriebs­un­ter­bre­chung kommt, ist der Scha­den beson­ders groß.

Wo set­zen Sie hier dann an ?
Die Her­aus­for­de­rung bei unse­ren Abwehr­maß­nah­men gegen der­ar­tige Angriffe sind Geschwin­dig­keit und Trans­pa­renz, also so schnell wie mög­lich Angrei­fer zu erken­nen und auch nach­voll­zieh­bar zu machen, wel­che Bewe­gungs­mus­ter bereits statt­ge­fun­den haben.

Ein ande­res aktu­el­les Thema ist Künst­li­che Intel­li­genz (KI). Wel­che Trends sind erwähnenswert ?
Das Wachs­tum bei Daten­vo­lu­mina steigt wei­ter­hin rasant, neue KI-Tools wie etwa Chat-GPT sind daher eine wich­tige Hilfe. Der Dienst hat es übri­gens geschafft inner­halb von fünf Tagen 100 Mil­lio­nen User zu erreichen !

Wo kann KI im betrieb­li­chen Bereich nütz­lich sein ?
KI wird uns vie­les im Leben erleich­tern, etwa im Gesund­heits­we­sen oder im Pfle­ge­be­reich und wird Ärzte bzw. medi­zi­ni­sches Per­so­nal maß­geb­lich im dia­gnos­ti­schen Bereich unter­stüt­zen. Die Letzt­ent­schei­dung über eine Behand­lung trifft aber immer noch ein phy­si­scher Mensch, der Arzt. Auch in der Ener­gie­wirt­schaft oder gene­rell in der Kun­den­be­treu­ung kann KI eine wich­tige Rolle spielen. 

Gibt es auch Risken ?
Ja, und die müs­sen auch beach­tet und gelöst wer­den. Stich­wort Daten­her­kunft und Sicher­heit. Da gibt es der­zeit auf EU-Ebene inten­sive Dis­kus­sio­nen, die hof­fent­lich nicht zum Nach­teil des Wirt­schafts­raums Europa füh­ren wer­den. Es geht um Regeln, denen andere glo­bale Regio­nen nicht aus­ge­setzt sind.

Autor: red/czaak
17.10.2023

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