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Wirk­lich wohl­klin­gende Fische

Neue Com­pu­ter­al­go­rith­men machen es mög­lich, Eigen­schaf­ten von Objek­ten gezielt anzu­pas­sen, etwa den Klang oder die Stabilität.

Wel­cher Ton erklingt, wenn man einen klei­nen Metall­fisch mit einem Schlä­gel anschlägt ? Das lässt sich heute am Com­pu­ter rela­tiv leicht aus­rech­nen. Viel kom­pli­zier­ter ist aller­dings die Frage, wie man die Form der Metall­fi­gur anpas­sen muss, um einen ganz bestimm­ten Ton zu erzeu­gen. Das Team von Prze­mys­law Musi­al­ski von der TU Wien in Zusam­men­ar­beit mit Leif Kob­belt von der RWTH Aachen hat einen Weg gefun­den, sol­che Auf­ga­ben zu lösen : Man kann nun kom­plexe Vor­ga­ben fest­le­gen, die ein Gegen­stand haben soll – bei­spiels­weise sei­nen Klang, oder auch seine Wider­stands­kraft gegen bestimmte mecha­ni­sche Belas­tun­gen – und ein Com­pu­ter­al­go­rith­mus passt den Gegen­stand so an, dass er die Vor­ga­ben erfüllt.

Neues Ver­fah­ren für schnelle Berechnung
„Wir stel­len Hohl­fi­gu­ren her, deren Wand nicht über­all gleich dick ist“, erklärt Musi­al­ski, Lei­ter der Gruppe Com­pu­ta­tio­nal Fabri­ca­tion am Zen­trum für Geo­me­trie und Com­pu­ta­tio­nal Design an der TU Wien. „Die vari­ie­rende Dicke erlaubt uns, eine ganze Reihe von Eigen­schaf­ten gezielt anzu­pas­sen.“ Wenn man die Wand­di­cke an den rich­ti­gen Stel­len ver­än­dert, ergibt sich zum Bei­spiel eine deut­lich bes­sere Kräfteverteilung.
„Rech­ne­risch ist das eine schwie­rige Auf­gabe“, erklärt Musi­al­ski. „Wenn man die Dicke an jedem Ort ver­än­dern kann, ergibt sich eine unge­heure Zahl unter­schied­li­cher Mög­lich­kei­ten. Es ist unmög­lich, jede ein­zelne davon am Com­pu­ter zu simu­lie­ren.“ Ent­schei­dend ist, dass es in sol­chen Fäl­len nor­ma­ler­weise nicht nur eine ein­zige Lösung gibt, son­dern eine ganze Schar an For­men, mit denen sich die Auf­gabe recht gut erfül­len lässt. Man muss daher nicht die eine opti­male Form fin­den, son­dern bloß sicher­stel­len, dass der Com­pu­ter zu einem aus­rei­chend guten Ergeb­nis kommt. 

Autor: red/stem
24.03.2017

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