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Wirt­schafts­ori­en­tierte For­schung zu Eisen und Phosphaten

Med Uni Inns­bruck eröff­net neues Chris­tian Dopp­ler Labor zum Thema Eisen- und Phos­phat­bio­lo­gie. Schwer­punkte der ange­wand­ten For­schun­gen im Bereich Eisen­man­gel, Phos­phat­spie­gel und neue Behand­lungs­for­men mit intra­ve­nö­sem Eisen. 

In Inns­bruck wurde an der dor­ti­gen Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät das „CD-Labor für Eisen- und Phos­phat­bio­lo­gie“ eröff­net. Die Med Uni konnte damit bereits das sie­bente Chris­tian Dopp­ler (CD)-Labor ein­wer­ben. Inhalt­li­che Schwer­punkte der CD-typisch ange­wandt wirt­schafts­ori­en­tier­ten For­schun­gen lie­gen beim Zusam­men­hang von Eisen­man­gel, der Behand­lung mit intra­ve­nö­sem Eisen und der bei bestimm­ten Prä­pa­ra­ten dar­aus resul­tie­ren­den uner­wünsch­ten Sen­kung des Phos­phat­spie­gels. Heinz Zol­ler, Gas­tro­en­te­ro­loge und Hepa­to­loge lei­tet das neue Labor, das in den kom­men­den sie­ben Jah­ren mit rund 800.000 Euro geför­dert wird, davon 400.000 von der öffent­li­chen Hand.

Exzel­lent und anwendungsorientiert
Grund­sätz­lich sind CD-Labors Stät­ten her­aus­ra­gen­der For­schung, deren Ein­rich­tung grund­sätz­lich an zwei Vor­aus­set­zun­gen geknüpft ist : Einer­seits muss der kon­krete Bedarf eines Unter­neh­mens an Wis­sen aus der anwen­dungs­ori­en­tier­ten Grund­la­gen­for­schung bestehen, ande­rer­seits braucht es die Bereit­schaft von Wis­sen­schaft­lern, sich die­sem unter­neh­me­ri­schen Bedarf lang­fris­tig zu öff­nen. Die Lauf­zeit eines CD-Labor-Pro­jek­tes beträgt sie­ben Jahre.

Im Fokus des neuen CD-Labors für Eisen- und Phos­phat­bio­lo­gie steht der Zusam­men­hang von Eisen­man­gel, Behand­lung mit intra­ve­nö­sen Eisen­prä­pa­ra­ten und Phos­phat­spie­gel. Eine durch die Gabe von bestimm­ten Eisen­prä­pa­ra­ten bedingte uner­wünschte Absen­kung des Phos­phat­spie­gels ist mit schwer­wie­gen­den Fol­gen wie Mus­kel­schwä­che und Kno­chen­de­ge­ne­ra­tio­nen ver­bun­den. Ein bes­se­res Ver­ständ­nis des zugrun­de­lie­gen­den Mecha­nis­mus ist etwa ein Ziel des neuen CD-Labors.

CD-Pro­gramm­li­nie als inter­na­tio­na­les Best-Practice-Modell
Gemein­sam mit dem Indus­trie­part­ner Phar­ma­c­os­mos A/S sol­len nun poten­zi­elle neu­ar­tige Wirk­stoffe für sel­tene Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen, für die Kno­chen­ge­sund­heit und gegen Kno­chen­me­ta­sta­sen iden­ti­fi­ziert wer­den. „Mit­tels detail­lier­ter mole­ku­la­rer Stu­dien wol­len wir die Regu­la­tion, die Spal­tung und bestimmte Rezep­tor­bin­dun­gen unter­su­chen“, erklärt Heinz Zol­ler, desi­gnier­ter Lei­ter des neuen CD-Labors.

Die Chris­tian Dopp­ler Labors wer­den von der öffent­li­chen Hand und den betei­lig­ten Unter­neh­men gemein­sam finan­ziert. Das koope­ra­tive For­schungs­mo­dell gilt auch inter­na­tio­nal als Vor­zei­ge­pro­jekt. Wich­tigs­ter öffent­li­cher För­der­ge­ber ist das Bun­des­mi­nis­te­rium für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft (BMDW). „Mehr Grund­la­gen­wis­sen aus dem CD-Labor kann ent­schei­dende Fort­schritte brin­gen. Davon pro­fi­tie­ren vor allem die Pati­en­ten, aber auch unsere Unis sowie der Wis­sen­schafts- und Wirt­schafts­stand­ort Öster­reich ins­ge­samt“, betont Mar­ga­rete Schram­böck, Wirtschaftsministerin. 

Autor: red/mich
06.03.2020

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