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Wis­sens­werte Expertise

Bei der Digi­tal X in Köln gab es meh­rere Vor­träge und Infor­ma­ti­ons­run­den zum Thema Digi­ta­li­sie­rung und Stand­ort­po­li­tik. Beson­ders infor­ma­tiv waren die Run­den zu den The­men Digi­tale Kom­pe­tenz und Künst­li­che Intelligenz.

Die digi­tale Agenda von Deutsch­land und ganz Europa stand im Mit­tel­punkt bei der dies­jährigen Digi­tal X in Köln, die von Deut­scher Tele­kom und ihrer Busi­ness-Toch­ter T‑Systems all­jähr­lich ver­an­stal­tet wird. 50.000 (!) Besu­cher lausch­ten letzte Woche an den drei Ver­an­stal­tungs­ta­gen über 250 pro­mi­nen­ten Red­nern auf sechs inner­städ­tisch ver­teil­ten Büh­nen. Ergän­zend gab es im Mess­zen­trum meh­rere pro­mi­nent mode­rierte Podi­ums­dis­kus­sion mit der ers­ten Füh­rungs­ebene zahl­rei­cher DAX-Kon­zerne und den Chef:innen von For­schungs­zen­tren und Think-Tanks.

Digi­tale Kom­pe­tenz und Künst­li­che Intelligenz
Von der Viel­zahl der alle­samt inter­es­san­ten Podi­ums­dis­kus­sio­nen seien hier nun bei­spiel­haft die zu den The­men Digi­tale Kom­pe­tenz und Künst­li­che Intel­li­genz ange­führt. Nach einer Ein­lei­tung von Klaus Wer­ner, Chef der Sparte Geschäfts­kun­den der Deut­schen Tele­kom, dis­ku­tier­ten zum Thema „Digi­tale Kom­pe­tenz“ Chris­toph Ahl­haus (Vor­sit­zen­der Geschäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Mit­tel­stän­di­schen Wirt­schaft), Anne Sliwka (Pro­fes­so­rin für Bil­dungs­wis­sen­schaft), Agnes Heft­ber­ger (Che­fin von Micro­soft Deutsch­land), Ste­fan Krebs (CIO des Lan­des Baden-Würt­tem­berg) und Jutta Solga (Head of Trans­for­ma­tion & Deve­lo­p­ment bei der AXA Ver­si­che­rung). Vari­nia Ber­nau (Res­sort­che­fin Manage­ment & Kar­riere bei der Deut­schen Wirt­schafts­wo­che) ver­ant­wor­tete die Moderation.

Die große Rele­vanz von Digi­ta­ler Bildung
Das Podium erläu­terte etwa die große Rele­vanz von Digi­ta­ler Bil­dung und Kom­pe­tenz von der Schule weg, bis hin zur Ver­ant­wor­tung von Arbeit­ge­bern im Kon­text mit digi­ta­len Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für die Mitarbeiter:innen und der von öffent­li­chen Insti­tu­tio­nen und Ver­wal­tung den Bür­gern und Unter­neh­men die Amts­wege digi­tal zu ermög­li­chen und dabei dann auch mit geziel­ten Diens­ten ältere, noch nicht so tech­nik­af­fine Men­schen „mit­zu­neh­men“. Ein Schwer­punkt betraf die Not­wen­dig­keit die ent­spre­chende Awa­re­ness für die Digi­ta­li­sie­rung zu schaf­fen und das errei­che man am bes­ten über die Schaf­fung und Ver­mitt­lung von Refe­ren­zen oder nie­der­schwel­li­gen Ser­vices, so die gemein­same Sicht­weise der Exper­ten am Podium. 

Das enorme Tempo bei betrieb­li­chen KI-Anwendungen
Ein wei­te­res Panel hatte „Künst­li­che Intel­li­genz“ zum Thema. Nach einer Ein­lei­tung von Ferri Abol­hassan (CEO von T‑Systems und Vor­stand der Deut­schen Tele­kom) dis­ku­tier­ten hier Andreas Späne (Euro­pa­chef von PwC & Stra­tegy), Heiko Bur­dack (CTO der Com­merz­bank), Chris­tine Knack­fuß-Niko­lic (CTO T‑Systems), Ger­hard Kreß (Senior VP Digi­tal Busi­ness Sie­mens) und Pey­mann Khodabakhsh (Pro­jekt­lei­ter „Mis­sion KI“ acatech). 

Ein­heit­li­cher Tenor war hier das enorme Tempo, wie KI nun auch sämt­li­che Berei­che der Wirt­schaft erfasst und bran­chen­über­grei­fend die betrieb­li­chen Abläufe unter­stützt und ver­bes­sert. Das beginnt mitt­ler­weile bereits bei Auf­nahme und Aus­bil­dung von Mit­ar­bei­ten­den, was dann unbe­dingt auch Regeln für die Nut­zung von KI beinhal­ten muss, erstreckt sich über neue Effi­zi­enz und Wert­schöp­fung bei Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen und reicht bis zu KI-gesteu­er­ten Diens­ten für ein zuneh­mend per­so­na­li­sier­tes Kundenservice.

Umfas­sende 360 Grad Ki-Stra­te­gie von Deut­scher Tele­kom und T‑Systems für Unternehmenskunden
Deut­sche Tele­kom und T‑Systems stell­ten im Rah­men der Ein­lei­tung dann auch ihre 360 Grad KI-Stra­te­gie für Ihre Kun­den vor. In Summe küm­mern sich Anga­ben zufolge 1.000 KI-Exper­ten um die best­mög­li­che Umset­zung bei den Unter­neh­mens-Kun­den. In 16 eige­nen Data-Cen­tern gibt es Spei­cher­platz von rd. 1.500 (!) Peta­byte für alle Arten von cloud­ba­sier­ten Diens­ten oder klas­si­schen Out­sour­cing-Diens­ten, etwa im Bereich Housing. 

Die ange­bo­te­nen KI-Ser­vices rei­chen von Con­sul­ting & Solu­ti­ons über Infra­struc­ture & Ope­ra­tio­nal Ser­vices auf Basis moderns­ter Glas­fa­ser-Netz­werke bis zu eige­nen KI-gestütz­ten Secu­rity-Ope­ra­tion Cen­ters (SOC) mit einem geson­der­ten Fokus auf Cyber-Secu­rity. Ein Bereich betrifft hier dann auch die via KI stark ver­bes­serte und auto­ma­ti­sierte Erken­nung von Anoma­lien in Netz­wer­ken und Sys­te­men (Anm. inkl. Hard­ware und Devices).

In Ver­bin­dung mit KI erhält auch Auto­ma­tion grö­ßere Wertigkeit
T‑Systems beglei­tet die Betriebe dabei auch län­der­über­grei­fend und auch hier sind nahezu alle Dienste über die gezielt bedarfs­ori­en­tiert ein­setz- wie ska­lier­ba­ren Cloud-Ser­vices nutz­bar. “In Ver­bin­dung mit KI erhält auch die Auto­ma­tion immer grö­ßere Wer­tig­keit bei den von den Betrie­ben aktu­ell beson­ders gefor­der­ten The­men Kos­ten­ef­fi­zi­enz und neue Wert­schöp­fung bzw. Geschäfts­mo­delle”, sagt Alex­an­der Sto­klas, Lei­ter Digi­tale Ser­vices bei T‑Systems Aus­tria. KI und Auto­ma­tion kann aber auch bei War­tung und Über­wa­chung von Pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen hel­fen (Anm. Pre­dic­tive Main­ten­ance) oder bei der Opti­mie­rung der gan­zen Sup­ply Chain inklu­sive der Logistikketten. 

Autor: red/czaak
27.09.2024

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