
Wolken-Analyse
Cloud Computing zwischen Hoffnung und Zweifel.
Analysten trommeln es seit geraumer Zeit : Cloud Computing hebt ab. Bei Jet Aviation hat die Wolke jedenfalls Starterlaubnis : T‑Systems betreibt auf ihrer Plattform sämtliche SAP-Anwendungen jenes Schweizer Konzerns für Luftfahrtlogistik und Flugzeugwartung.
Genutzt wird weltweit die Rechenleistung zur Just-in-Time-Planung von Ressourcen für Beschaffung, Controlling, Wartung, Reparatur und Ausstattung von Flugzeugen. Die Cloud-Services erlauben gleichzeitig Weiterentwicklung. So lassen sich weitere Plattformen, etwa Testumgebungen für neue SAP-Anwendungen, je nach Bedarf zuschalten.
Ein heikles Thema bildet hingegen Security. In vielen Chefetagen herrscht Unbehagen gegenüber der Wolke. Martin Katzer, Geschäftsführer von T‑Systems in Österreich : „Am Anfang steht die Beratung : Ist der Betrieb bereit für die Cloud, welche Vorteile hinsichtlich Kosten und Flexibilität entstehen ? Bei der Auswahl des Angebots spielen weiters Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle.“
Doch selbst komplexe Maßnahmen können nicht alle Entscheider von Cloud Computing nachhaltig überzeugen. In vielen Chefetagen bestehen trotz vieler Vorteile auch Zweifel, ob das Beziehen von Diensten über die Wolke des Internets nicht Schattenseiten bergen könnte. Die Palette reicht vom Systemausfall bis zum Zugriff fremder Hände.
„Diese Technologie hat Potenzial, muss aber noch entwickelt werden, da im Unternehmensumfeld noch immer Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit bestehen“, sagt Elisabeth Krippel, Portfolio Development Manager bei Kapsch BusinessCom. „Es ist wichtig, den Kunden nicht bloß fertige Lösungen zu verkaufen, sondern diese ebenfalls mit wichtigen Informationen zu versorgen.“
Ergänzend zur Beratung werden hierfür auch eigene Workshops angeboten. Das Ziel : Analyse erfolgsrelevanter Kriterien anhand von Erfahrungen und die Erstellung eines Leitfadens. So soll Verständnis für Chancen und Risiken entstehen. Damit kein Manager aus allen Wolken fällt.